Dienstag, 31. März 2009

Open Letter to Sanjay Dutt

Dear Sanju

When I first heard about your decision to enter politics, I was half disappointed, half doubtful. Hadn't you always said that you're not made for politics (which complied with my opinion about you)? Hadn't you confirmed only shortly before at the HT Leadership Summit that there would be no politics for you for the next ten years? And suddenly this decision. Politics. Samajwadi Party. Lucknow. I couldn't understand it. At first.

But in the following weeks, I started to understand you and your motivations. And you convinced me totally. I remember how after 26/11 many people openly condemned the system and the politicians and demanded changes. But how many of them actually stepped forward and did something? To rally and to shout loud is easy. But it takes courage and a good sense of responsibility to actually take the initiative and become active. And you have this sense of responsibility, Sanju. You didn't just grouch like the others - you took action. Hats off to you, Sanju.

I also understood your obviously long-cherished wish to take on your father's legacy. To become Sunil and Nargis Dutt's son not only as an actor, film producer and social worker (I do know well how much you have done in all these years) but also as a politician. I know your golden heart which always beats for people in need and I understand your desire to help people, to work for the society, to be there for everyone. You are definitely the true son of Dutt saab and Nargisji.

And it became clearer and clearer with every single day how serious you took your new role and responsibility. You didn't join politics just to attract attention or because you hadn't anything better to do. For you, it’s a call. You're really working hard and trying to change things for the better. India should be overjoyed to have people like you who care for the people and are ready to face anything and to work seriously.

But in this world paragraphs matter more than golden hearts and good works. I had hoped and prayed that you would be granted your desire to stand for the elections. In my humble opinion, you'd have deserved it more than many of those people who officially have a clean slate but can never compare to you when it comes to honesty, trustworthyness and love. (And yes, I do know the facts about your past, just in case someone starts to doubt this now - but in my opinion it is ridiculous that you still are being condemned for a mistake made 16 years ago out of concern for your family and for which you've suffered more than enough. You've reformed long before you were sentenced to jail - but alas, paragraphs know nothing about human beings and their hearts.)

On the other hand, Sanju - now you've got the chance to really show that you're Dutt saab's worthy son. You don't need to be an MP to be a politician and to work for the people. Show it to those who today consider themselves better than you. Show it to the people who totally underrate and misunderstand you. Return to Lucknow. Give your love, your energy and your creative power to the people, work for them, help them getting better conditions of life, help them develope their region. Show the world that they make a big mistake in seeing only the convicted man in you and not the great human being you are.

If I judge you right, you will not drop politics now after you've been denied to contest the Lok Polls. You will continue supporting the people in your constituency (and of course also everywhere else you get a chance to do so). You will continue proving yourself as the son of Sunil and Nargis Dutt. And I'm sure you won't prove me wrong. I trust and respect you, Sanju.

Do you know what I love most about you, Sanju? The respect you treat every human being with. I just wish the world would treat you with the same respect.

Oh, by the way: I also like you as an actor. So no one can suspect me to write this just to keep you away from the film sets. But I will happily make the sacrifice of getting less films from you if I can see you happy, and if politics make you happy, so be it. Your fans will always back you, Sanju. Go and give peace and love to the world!

God bless you, Sanju!

All the best,
Ingrid (from Germany)
(aka Diwali/www.sanjay-dutt.info)

Montag, 30. März 2009

‘Manyataji takes decisions in the kitchen': Sanjay Dutt

Hindustan Times, 28. März 2009

‘Manyataji takes decisions in the kitchen'

Die Entscheidung, ob er für die Wahlen kandidieren darf, steht noch aus, aber der Schauspieler ist begeistert über seine neue Rolle als Politiker. Sanjay Dutt in einem Interview mit Vajir Singh.


HT: Wie fühlen Sie sich? Sehr positiv, warum? Der Supreme Court wird voraussichtlich am 30. März verkünden, ob Sie zur Wahl antreten dürfen. Die CBI sagt, das wäre ein unguter Präzedenzfall.

Sanjay: Da es ein laufendes Verfahren ist, kann ich dazu nichts sagen. Ich kann nur beten. Und ich werde jede Entscheidung respektieren.

HT: Wenn die Entscheidung gegen Sie ausfällt, wird dann Manyata Dutt an Ihrer Stelle kandidieren?

Sanjay: Es ist noch nichts entschieden. Aber eins ist sicher, ich werde für Lucknow da sein, komme was will.

HT: Weil Ihr Vater Sunil Dutt seine Karriere von Lucknow aus gestartet hat?

Sanjay: Das ist absolut richtig. Nach der Partition war er nach Lucknow gezogen. Er hat oft sehr emotional über diese Stadt gesprochen und über alles, was sie für ihn getan hat. Neulich habe ich das Haus besucht, in dem er gewohnt hat. Sein Zimmer... seine alten Fotos... alles ist noch da.

HT: Hat Ihre Frau Sie überredet, in die Politik zu gehen?

Sanjay: Manyataji trifft Entscheidungen in der Küche – ob es Biryani oder Hühnchen oder Kebabs geben soll. Da ist sie die Herrscherin. Ansonsten entscheide ich, was geschieht. Aber da sie meine Frau ist, bespreche ich natürlich immer alles mit ihr, wie jeder andere Ehemann mit seiner Frau auch.

HT: Aber Sie hatten vorher niemals Neigungen in Richtung Politik. Woher kommt dieses plötzliche Interesse?

Sanjay: Das kam nach den 26/11-Anschlägen in Mumbai. Ich hatte das Gefühl, dass niemand mehr sicher ist und dass es für mich an der Zeit war, vorzutreten und meine Hilfe anzubieten. Natürlich kann ich allein das System nicht verändern, aber zusammen mit gleichgesinnten Menschen kann ich zumindest versuchen, etwas zu verändern. Auch früher schon habe ich eine Menge Sozialarbeit geleistet, die nie öffentlich bekannt wurde. Jedes Mitglied unserer Familie war stets bereit, bedürftigen Menschen zu helfen.

HT: Warum haben Sie sich nicht der Congresspartei angeschlossen?

Sanjay: Ich habe der Congresspartei nicht den Rücken zugewandt. Meine Partei hat dem Congress bei dem nuclear deal geholfen. Wir haben die gleiche Ideologie. Aber zwei Mitglieder der gleichen Familie können nicht für die gleiche Partei kämpfen.

HT: Sie sind in einem Stadium Ihrer Karriere, wo Ihre Konzentration den Filmen gelten müsste – und stattdessen gehen Sie in die Politik?

Sanjay: Ich gehöre seit dreißig Jahren zur Filmindustrie. Ich setze also nicht meine Karriere aufs Spiel. Ich werde nicht mit dem Schauspielen aufhören. Was ich bin, bin ich durch meine Filme. Aber ich werde jetzt wählerisch werden, wie Shahrukh Khan und Aamir Khan. Sie machen weniger, aber gute Arbeit. Und ich habe vor, viel Zeit in meinem Wahlkreis zu verbringen.

HT: Planen Sie, ein Haus in Lucknow zu kaufen?

Sanjay: Ich habe bereits ein Haus in Lucknow. Amar Singhs Haus ist mein Haus. Er ist mein älterer Bruder.

HT: Warum treten Sie nicht für einen Wahlbezirk in Mumbai an?

Sanjay: Ich habe eine emotionale Beziehung zu Lucknow. Lucknow hat meinem Vater eine Chance gegeben, hat ihm Nahrung, Zuflucht und eine Karriere gegeben. Er hat Lucknow stets als sein Zuhause betrachtet. Deshalb möchten wir etwas für diese Stadt tun. Wäre mein Vater noch am Leben, dann hätte er viel für Lucknow getan.

HT: Wäre er noch am Leben, wäre er dann glücklich gewesen über Ihre Entscheidung für eine andere Partei als den Congress?

Sanjay: Ich weiß nicht, das ist eine verzwickte Frage. Aber er hätte meine Entscheidung respektiert. Als er noch am Leben war, hat er niemals Einspruch erhoben gegen die Filme, die ich machte. Er akzeptierte meine Entscheidungen, egal ob die Filme, die ich ausgewählt hatte, gut oder schlecht waren. Und er hätte auch diese Entscheidung respektiert.

HT: Aber Ihre Entscheidung hat Ihre Beziehung zu Ihren Schwestern Namrata und Priya beeinflusst?

Sanjay: Es kann niemals Animositäten zwischen uns geben. Wir sind Bruder und Schwestern, und niemand kann das ändern, egal was alles geschrieben wird. Kleine Streitereien sind normal. Und ich vergebe Priya immer.

HT: Reden Sie und Priya noch miteinander?

Sanjay: Natürlich! Schließlich und endlich sind wir immer noch eine Familie.

HT: Wie sehen Ihre Pläne aus?

Sanjay: Ich werde nach Lucknow ziehen und dort einen knappen Monat lang Wahlkampf betreiben.

HT: Es heißt, dass fast die gesamte Industrie versprochen hat, Sie zu unterstützen.

Sanjay: Es ist ein großartiges Gefühl, dass alle mir helfen wollen. Aber ich werde niemanden darum bitten. Wenn sie mir helfen wollen, dann sind sie willkommen; wenn nicht, dann ist es auch okay.

HT: Wird Ihre Tochter Trishala aus New York rüberfliegen?

Sanjay: Nein, sie studiert, und ich will nicht, dass sie an all dem hier teilhat.

HT: Werden Sie den Wahlkampf Ihrer Schwester unterstützen?

Sanjay: Wenn Priyaji mich anruft und zu sich bittet, dann werde ich für sie da sein.

HT: Abgesehen von Ihrem Vater, wer ist Ihr idealer Schauspieler-Politiker?

Sanjay: Niemand.

HT: Haben Sie vor, ein Beispiel zu geben, wenn Sie gewinnen?

Sanjay: Ich habe es immer gesagt und wiederhole es: Wenn ich nur zehn Prozent von dem bin, was Sunil Dutt saab war, dann habe ich schon gewonnen.

HT: Werden Ihre Fans Sie nicht in Ihren Don-Rollen vermissen?

Sanjay: Wenn mir ein neuer Vaastav angeboten wird, dann mache ich ihn auch. Ich werde nicht zulassen, dass sie Sanjay Dutt, den Schauspieler, den sie lieben, vermissen. Niemals!

(Vajir Singh; Deutsch von Diwali)

Donnerstag, 26. März 2009

I am ready to face anything: Sanjay Dutt

Mid-Day, 26. März 2009

I am ready to face anything: Sanjay Dutt

Sanjay Dutt spricht über seine Schwester Priya, seinen 'großen Bruder' Amar Singh, pativrata patni, Manyata, seine Kritiker und Gegner, die Filmfehden etc. Und warum er lieber Baba als der neue Duttsaab sein will.


Mid-Day: Ihre jüngsten Interviews vermitteln den Eindruck, dass Sie gelernt haben, wie ein Politiker zu reden. Sie weichen Fragen aus und entziehen sich anderen mit Humor. Wie gehen Sie als Politiker mit den Medien um, Sanjay? Sind Sie auf der Hut?

Sanjay: Nein, ich mache da überhaupt keinen Unterschied. Ich denke, ich bin noch immer der gleiche alte Sanjay wie vor zwanzig Jahren, wenn ich mit den Medien rede. Aber ja, ich denke, mit der Zeit wird man diplomatischer bei seinen Antworten.

Mid-Day: Sie gelten als ein Mann aus Bombay. Wie ist das, Wahlkampf in Lucknow zu führen?

Sanjay: Ich weiß, dass einige Leute denken, ich gehöre nicht zu Lucknow. Aber wie können sie das? Ich bin zuallererst Inder, und ich habe das Recht, in jedem Teil des Landes zu kandidieren, der mir richtig scheint. Lucknow ist ein Teil von Indien. Der Wahlkampf war eine großartige Erfahrung und überhaupt nicht ermüdend. Meine Familie war stets eingebunden im Dienst an der Gesellschaft und in den Geist Gandhis. Und meine Ethik ist die gleiche.

Mid-Day: Raj Thackeray hat neulich das Thema aufgeworfen, dass Sie in Lucknow kandidieren. Haben Sie sich eben auf ihn bezogen?

Sanjay: Nein, ich dachte dabei nicht an Rajbhai. Ein paar Leute in Lucknow haben die Frage gestellt, warum ich von dort aus kandidiere. Es gab eine Kampagne gegen mich, aber ich bin bereit, mich allem zu stellen, selbst wenn sie meine Vergangenheit aufwühlen. Ich kann aber jetzt keinen Austausch von Beleidigungen starten; ich werde stattdessen meine Arbeit für sich selbst sprechen lassen.

Mid-Day: Sie haben sich in Ihrer Sache an den Supreme Court gewandt. Aber Ihre Gegner haben die AK-47-Beschuldigung gegen Sie verwendet. Wie gehen Sie damit um?

Sanjay: Ich bin daran gewöhnt. Ich mache das nun schon seit achtzehn Jahren mit. Die Anschuldigungen sind grundlos, und sie gehen von falschen Tatsachen aus. In seinem Abschlussurteil gegen mich hat das ehrenwerte Gericht meinen Fall von dem drakonischen Teil entlastet. Ich stehe nicht länger unter TADA, sondern unter dem Arms Act. Ich finde, die Leute sollten sich an die Fakten halten. Es amüsiert mich, dass sie mit meiner Vergangenheit daherkommen, aber es spielt keine Rolle. Ich habe in all der Zeit Menschen gegen Krebs, AIDS und Drogen geholfen. Ich möchte, dass meine Werke für mich sprechen. Ich habe den Menschen nicht geholfen, um damit Schlagzeilen zu machen, sondern weil ich es gerne tue.

Mid-Day: Nennen Sie uns fünf Dinge über Ihren Wahlbezirk Lucknow.

Sanjay: Ich bin noch immer dabei, die Wähler kennenzulernen. Ich finde, eine wesentliche Sache in Lucknow ist sein Chikan Work (eine spezielle Form der Stickerei, Anm.d.Übers.), und die ist ausgestorben. Ich versuche jetzt, sie wiederzubeleben und aufzuwerten. Ich möchte etwas auf dem Gebiet der Informationstechnik und der medizinischen Versorgung tun, wo vieles im Argen ist. Ich habe mit den Menschen hier gesprochen, und ihre Anliegen sind Dinge wie Elektrizität, Wasser, Recht und Gesetz. Außerdem frage ich mich: Warum sollten Menschen wegen eines Jobs Lucknow verlassen? Es ist mein Traum, dass sich alles so entwickelt, dass andere Menschen hierher kommen, um nach einem Job zu suchen.

Mid-Day: Schauspieler werden ständig beschuldigt, dass sie ihren Wahlbezirk vergessen, sobald sie gewählt worden sind. Werden Sie Ihre Basis hier oder in Lucknow haben? Wie wollen Sie all diese Arbeit schaffen?

Sanjay: Lucknow ist ja nicht gar so weit weg. Ich werde definitiv nicht aufhören zu filmen, aber ich werde meine Arbeit reduzieren und meine Filme sorgfältig auswählen. Ich möchte viel tun. Ich weiß, dass andere Schauspieler deswegen Kritik ausgesetzt waren, aber ich bin der Sohn von Sunil und Nargis Dutt. Es liegt in meinen Genen.

Mid-Day: Was ist mit der Anwesenheit im Parlament? Schauspieler sind in diesem Punkt notorisch schlecht. Wie wollen Sie Schauspiel und Politik ausbalancieren?

Sanjay: Wissen Sie, wenn Sie einmal ein Terminsystem in Ihr Leben gebracht haben, dann funktioniert das auch. Alles ist machbar.

Mid-Day: Sanjay, was meinen Sie, wie hätte Ihr Vater auf Ihren Eintritt in die Samajwadi-Partei reagiert?

Sanjay: Das ist eine verzwickte Frage und schwierig zu beantworten. Aber mein Vater war meine Stärke, meine Kraft. Ich denke, er hätte meine Entscheidung respektiert.

Mid-Day: Ihre Schwester Priya sagte neulich, Politik würde Ihnen einen Sinn für die Realität vermitteln. Ist das wahr?

Sanjay: Ich habe das Gefühl, als Mensch zu wachsen, seit ich in die Politik eingetreten bin. Ich habe gelesen, was sie gesagt hat, aber ich denke, ich hatte schon mit mehr Realitäten zu tun als andere (lacht). Sie hat eben von einem neuen Aspekt der Realität gesprochen.

Mid-Day: Nach allgemeiner Auffassung ist Ihr Mentor Amar Singh ein Erzeuger von Familienzwists. Können Sie in diesem Punkt Klarheit verschaffen?

Sanjay: In meiner Familie ist nichts passiert. Es gibt keinen Zwist. Nur weil ich ein Schauspieler bin, wird ständig darüber geschrieben. Jede Familie hat Höhen und Tiefen. Priya ist meine jüngere Schwester, und wenn sie irgendetwas im Zorn gesagt hat, dann vergebe ich ihr. Wir werden immer zusammenstehen. Amar Singh ist für mich wie ein Familienmitglied. Er ist mein älterer Bruder. Er hat stets selbstlos zu mir gestanden. Amar Singhji setzt sich für Menschen ein, die er gern hat, und daran ist nichts Falsches. Es ist eine seltene Eigenschaft. Es ist nicht recht, ihn einen Familienzerstörer zu nennen.

Mid-Day: In einem TV-Interview haben Sie gesagt, Ihre Frau Manyata habe nichts mit Ihrer Entscheidung für die Politik zu tun gehabt. Dieses Interview jedoch kam über sie zustande...

Sanjay: Nein, nein, überhaupt nicht. Sehen Sie, das ist Arbeitsteilung. Ich kann mich nicht um alles kümmern. Presse, Politik, Schauspielen, wenn ich alles selber machen würde, dann käme ich nicht mehr zum Schlafen! (lacht) Ich habe jetzt Manyata gebeten, meine Interviews zu organisieren. Aber genau gesagt trifft sie diese Entscheidungen in der Küche, über der Frage, ob es Biryani, Hühnchen oder Kebabs geben soll.

Mid-Day: Wenn das Gericht Ihnen die Genehmigung zur Kandidatur verweigert, wird dann Manyata an Ihrer Stelle antreten, wie Amar Singh es vorgeschlagen hat?

Sanjay: Das ist noch nicht entschieden. Wenn das Gericht mir die Erlaubnis verweigert, dann werde ich das respektieren. Aber ich werde dann dennoch nach Lucknow gehen und Wahlhelfer sein für jeden, den die Partei vorschlägt.

Mid-Day: Sie hatten ein Bad-Boy-Image, im wirklichen Leben wie auch auf der Leinwand. Werden Sie aufhören, negative Rollen zu spielen, wenn Sie gewählt werden?

Sanjay: Kommt auf die Rolle an. Das Drehbuch ist das Wichtigste. Die Menschen erinnern sich am meisten an Munnabhai und Vaastav, und an die Emotionen und Gefühle, die dabei entstehen. Ich habe bereits die Anzahl meiner Gangsterrollen reduziert. Aber ich werde niemals eine Figur, die ich spiele, mein Leben definieren lassen. Die Menschen erkennen genau, dass es nur eine Filmfigur ist und dass ich sie damit nur unterhalte.

Mid-Day: Vidhu Vinod Chopra sagte beim Literaturfest in Jaipur, er sei enttäuscht, dass die Konzepte des Gandhigiri und des Jadoo Ki Jhappi von politischen Parteien benutzt werden.

Sanjay: Vinod ist mein älterer Bruder, und er hat absolut Recht. Das sollte im Wahlkampf nicht verwendet werden. Ich respektiere das, und Amar Singh hat zugestimmt. Andererseits kann ich die Leute nicht davon abhalten, in der Öffentlichkeit Munnabhai zu rufen, wenn ich auf Wahlkampf-Tour bin. Und ich kann auch nicht euch Pressevertreter davon abhalten, Munnabhai zu verwenden, um mich zu beschreiben.

Mid-Day: Wie steht es zwischen Ihnen und Priya?

Sanjay: Ich bin nicht gegen meine Schwester, sonst wäre ich in ihrem Wahlbezirk gegen sie angetreten. Wir sind von gleichem Blut.

Mid-Day: Sie haben sich dagegen ausgesprochen, dass sie den Namen ihres Vaters trägt?

Sanjay: Ich habe kein Problem damit, dass eine Frau den Namen ihres Vaters behält. Ich bin da falsch zitiert worden. Aber es bleibt die Tatsache, dass eine Frau nach ihrer Heirat den Namen ihres Mannes respektieren sollte. Auch Indiraji hätte den Namen Nehru behalten können, aber sie entschied sich für Gandhi.

Mid-Day: Was ist mit Abu Azmis Bemerkung, dass Sie, wenn der Congress in Lucknow einen Kandidaten gegen Sie aufstellt, in Mumbai Wahlkampf gegen Priya machen werden?

Sanjay: Ich habe keine Antwort darauf. Das hat er nie gesagt. Die Partei entscheidet, aber ich weiß, dass sie mir das nicht antun werden. Sie verstehen das Band zwischen Priya und mir.

Mid-Day: Was sagen Sie zu Varun Gandhis Statements? Sie sind selbst zur Hälfte Muslim. (Varun Gandhi von der BJP hat unlängst durch anti-muslimische Bemerkungen Unmut erregt; Anm.d.Übers.)

Sanjay: Das werde ich nicht kommentieren. Ich werde nur für mich selbst sprechen.

Mid-Day: Gerüchten zufolge stellen Sie keine weiteren Drehtermine mehr für Ihren von Anthony D'Souza inszenierten Film Blue zur Verfügung. Nimmt die Politik Sie zu sehr in Anspruch?

Sanjay: Ich habe Blue alle meine Termine zur Verfügung gestellt. Sie hatten um 65 Tage gebeten, ich habe fast hundert Tage lang gedreht. Und ich würde noch mehr geben, um den Film zu beenden. Da gibt es kein Problem.

Mid-Day: Derzeit hört man ständig gegenseitige Attacken von Aamir Khan, Shahrukh Khan, Salman Khan und zuletzt auch Akshay Kumar. Wo steht Sanjay Dutt in dieser Sache?

Sanjay: Sanjay Dutt ist keine Nummer. Das Nummernspiel geht mich nichts an. Ich lass mich darauf gar nicht erst ein.

Mid-Day: Werden Ihre Freunde aus der Filmindustrie Sie beim Wahlkampf unterstützen?

Sanjay: Wenn sie aus eigenem Willen kommen, dann sind sie willkommen. Aber ich werde sie niemals bitten, für mich Wahlkampf zu machen.

Mid-Day: Zum Abschluss: Möchten Sie heute in den Augen der Menschen lieber der neue Duttsaab sein oder Sanju Baba?

Sanjay: Ich habe das Gefühl, Baba wird ein Favorit bleiben. Was den Duttsaab betrifft: Wenn ich nur zehn Prozent von dem bin, was er war, dann, denke ich, habe ich schon gewonnen.

(Shradha Sukumaran; Deutsch von Diwali)

Montag, 23. Februar 2009

Hathyar (1989) - Review in English

About the story: Avinash (Sanjay Dutt) and his parents (Kulbhushan Kharbanda, Asha Parekh) come to Bombay where they miserably scrape along. Sometimes their acquaintance with Samiulla Khan (Rishi Kapoor), the younger brother of the underworld don Khushal Khan (Dharmendra), is quite helpful as Sami, who refuses to deal with his brother’s business, enjoys a good reputation. But after some bitter experiences, Avinash’s father cannot stand his poor situation anymore and commits suicide. Now Avinash bears the responsibility to be the family’s breadwinner which he, as he doesn’t manage to find a job, is unable to fulfill. Desperately (and instigated by his friends from the local gang) he starts stealing. After having killed one of his victims in affect, he more and more bogs down in the mire of crime – and gets into the rivalry between the gangster bosses Khushal Khan and Raghan Anna (Paresh Rawal)...


Hathyar (= weapons) is probably one of Hindi Cinema’s most underrated films. Though it got Sanjay Dutt appreciating reviews for his performance, the film itself didn’t do well. Today you cannot find it anywhere, not even on VCD, and it’s just thanks to Liakot Ali who got me a copy from his own VHS that I finally was able to watch it (once again special thanks to Liakot for his kind support). If Hathyar was a dreadful movie I could understand this at least a bit – but fact is: The film is good. It’s even very good. Intense, without off-times and with some messages worth being heard again and again.

On the one hand there is the only periphally instated but nevertheless solemn warning of weapons and military equipment as children’s toys – a warning which hasn’t become less important now in times of violence-glorifying computer games. To see how fascinatedly children reach out for toy pistols and start firing around with them (and to watch, using the example of Avinash, how this can be the basis for a life-long addiction for firearms) is as oppressive as the rocking horse motive director JP Dutta uses as a frame for his story. On the other hand Dutta vividly pictures how a young man (Avinash), poor and without a chance of getting a job (no qualifications, no money to pay bribes), finds no other way to fend for himself than stealing – and how he then step by step heads for the gutter and becomes a criminal. And in Sanjay Dutt who at that time, after his drug rehab and his Naam success, was in top form, Dutta had found the ideal actor for this role.

Sanjay himself even today counts Hathyar among his favourite movies and rates his performance in this film at one of his best ones. Thus he ranges Hathyar on the same level with movies like Naam, Saajan, Sadak, Khalnayak, Vaastav and Munnabhai. And justifiably so. If he had impressed with the intensity of his performance in Naam, he even topped it in Hathyar. Though you can feel the restlessness within himself (it’s also visible in his eyes), outwardly he appears calm and controlled and thus he confidently and self-consciously delivers an intense and powerful performance. JP Dutta captured this intensity in strong pictures; quite often he uses zooms to give Sanjay’s emotional eyes the centre stage on screen. Though his many prominent co-stars, Sanjay is heart and soul of this movie with his absolute incorporation of a young man driven into ruin by misery, false friends and false decisions – an incorporation not less intense than his Vicky in Naam or his Raghu in Vaastav. In my humble opinion he’d have deserved the first award in his career at the latest for his Avinash.

Consequently the movie’s best scenes definitely belong to Sanjay, too: his guilty soul-searching after having snatched away a stolen wallet from a pickpocket (he should return it but it contains money he desperately needs)... the scene when he, animated by the local gang, commits his own first pickpocketing... the touching scene when he realizes that his mother has to get food for him by begging (because he fails as the family’s breadwinner)... the following scene when he, crying "I’m starving!", kills a man who insulted his late father... and finally the scene when he in frustration and despair destroys a shelf with war toys by firing on it and then a little globe rolls to him which he, happily smiling like a child, takes into his bloodstained hands and turns it round and round until the whole world ball is bloody... (That Avinash then uses this globe as a missile during a shootout and the world ball is blown to pieces is another of the many nightmarish pictures Dutta has found for this film.)

Sanjay’s strong character and mindblowing performance make it not easy for his co-stars. Best is Dharmendra as Khan Bhai who after in Mardon Wali Baat again shares a good chemistry with Sanjay, but also with Rishi Kapoor who plays his younger brother, torn between love and despise for his criminal elder brother. Unfortunately a rather unrewarding role but Rishi makes the best of it. A luxury cast for Avinash’s parents are Kulbhushan Kharbanda and Asha Parekh; especially Asha’s mother-son scenes with Sanjay are deeply touching. Paresh Rawal was close to delivering a good counterpart to Dharmendra’s bhai but his gangster boss’s eternal "very clever" comments are unnerving and make the figure almost a comic relief. Fortunately Paresh mostly applys the handbrake in time and thus bridles his potential for annoyance.

And so JP Dutta’s Hathyar is enjoyably free from comic reliefs which wouldn’t have fit for this serious issue either. Close to taking on this role is the completely unnecessary song-and-dance scene of Rishi and his partner Sangeeta Bijlani (Jenny), and Sangeeta’s frilly clothes may cause some good laughs, too. Obviously Dutta didn’t dare to make a film completely without song and dance though this would absolutely have been the better way. At least he restricted himself to a minimum – besides that playful clip with Rishi and Sangeeta there are just three other short numbers, one in a night club and two beautifully danced songs by Amrita Singh as Avinash’s girlfriend Suman who, however, otherwise hasn’t much to do, similar to Sangeeta.

As I said, how this film could disappear from the scene and vanish into thin air so completely is beyond my comprehension, and I urgently appeal to all the distribution companies in this world to take this Hathyar movie into their programs and to give it back to the public. Not only Dharmendra’s, Rishi’s, Amrita’s and of course Sanjay’s fans would be grateful to them but everyone with a faible for good, intense action movies. Imagine a mixture of Naam and Vaastav and you get an idea of this film’s ambience. In my opinion, Hathyar belongs to the top ten of Sanjay Dutt’s filmography.

Produced by F.A. Nadiadwala; Directed by J.P. Dutta
173 Min.; VHS copy without subs (Special thanks to Liakot Ali from London)
© Diwali

Sonntag, 22. Februar 2009

Hathyar (1989)

Zur Story: Avinash (Sanjay Dutt) zieht mit seinen Eltern (Kulbhushan Kharbanda, Asha Parekh) nach Bombay, wo sie sich mehr schlecht als recht durchschlagen. Die Bekanntschaft mit Samiulla Khan (Rishi Kapoor), dem jüngeren Bruder des Unterwelt-Dons Khushal Khan (Dharmendra), ist zwar insofern hilfreich, als Sami, der mit den Machenschaften seines Bruders nichts zu tun haben will, ein gewisses Ansehen genießt; doch eines Tages verzweifelt Avinashs Vater nach mehreren bitteren Erlebnissen an seiner insgesamt hoffnungslosen Situation und nimmt sich das Leben. Avinash, der auf seiner Suche nach Arbeit bislang überall zurückgewiesen wurde, sieht sich nun mit der Aufgabe konfrontiert, sich und seine Mutter zu versorgen. In seiner Not beginnt er, animiert von falschen Freunden, zu stehlen – und nachdem er eines Abends im Affekt eines seiner Opfer getötet hat, gerät er immer mehr in den Sumpf der Kriminalität – und in die Mühlen der rivalisierenden Gangsterbosse Khushal Khan und Raghan Anna (Paresh Rawal)...

Hathyar (= Waffen) dürfte einer der unterschätztesten Filme der Hindi-Filmindustrie überhaupt sein. Sanjay Dutt trug er seinerzeit zwar immerhin anerkennende Kritiken für seine Leistung ein, der Film selber lief jedoch nicht gut und ist heutzutage nicht einmal mehr auf VCD aufzutreiben (dass ich ihn jetzt dennoch endlich sehen durfte, verdanke ich einer VHS-Kopie von Liakot Ali, dem ich an dieser Stelle noch einmal herzlich danke). Wenn Hathyar wenigstens ein miserabler Film wäre, dann könnte ich das ja noch halbwegs verstehen – Fakt ist jedoch: Der Film ist gut. Er ist sogar sehr gut. Intensiv, ohne Durchhänger und mit ein paar Botschaften, die es wert sind, immer und immer wieder gehört zu werden.

Zum einen ist da die zwar eher nebensächlich eingesetzte, aber dennoch eindringliche Warnung vor Waffen und Kriegsgerät als Kinderspielzeug, die in Zeiten gewaltverherrlichender Computerspiele nichts von ihrer Bedeutung verloren hat. Zu sehen, wie fasziniert Kinder zu den Spielzeugpistolen greifen und damit herumballern (und am Beispiel von Avinash zu sehen, wie damit der Grundstein für eine lebenslange Leidenschaft für Schusswaffen gelegt werden kann), ist ebenso beklemmend wie das Schaukelpferdbild, mit dem Regisseur JP Dutta seinen Film einrahmt. Zum anderen schildert Dutta am Beispiel von Avinash anschaulich, wie ein junger Mann sich in seiner bitteren Armut, als alle Versuche, einen Job zu finden, nichts genutzt haben (er hat keine Qualifikationen, und Schmiergeldzahlung kann er sich nicht leisten), irgendwann nicht mehr anders zu helfen weiß als mit Stehlen – und wie er danach Schritt für Schritt in die Kriminalität abrutscht. Und in Sanjay Dutt, der damals nach Überwindung seiner Drogensucht und dem Riesenerfolg mit Naam in Bestform war, hatte er den idealen Darsteller für diese Rolle gefunden.

Sanjay selbst zählt Hathyar bis heute zu seinen Lieblingsfilmen und erachtet seine Darstellung des Avi als eine seiner besten Leistungen. Damit stellt er diesen Film auf eine Stufe mit Werken wie Naam, Saajan, Sadak, Khalnayak, Vaastav und Munnabhai. Und mit Recht. Hatte er schon in Naam durch die Intensität seiner Darstellung beeindruckt, so setzte er jetzt in Hathyar noch einen drauf. Obwohl man das Brodeln, die innere Unruhe in ihm geradezu spürt (und in seinen Augen flackern sieht), wirkt er nach außen ruhig und kontrolliert und gestaltet so souverän und selbstsicher ein starkes, intensives Rollenporträt. JP Dutta fing diese Intensität in starken Bildern ein, setzte immer wieder Zooms ein, um Sanjays emotionsvolle Blicke ins Zentrum der Leinwand zu rücken. Trotz der beachtlichen Co-Star-Riege ist Sanjay unbestritten Herz und Seele des Filmes, verkörpert den jungen Mann, den Not, falsche Gesellschaft und falsche Entscheidungen ins Verderben treiben, mit einer Unbedingtheit, die der eines Naam-Vicky oder eines Vaastav-Raghu in nichts nachsteht. In meinen Augen hätte er spätestens dafür den ersten Award seiner Karriere verdient gehabt.

Sanjay gehören auch die definitiv besten Szenen des Filmes: Sein innerer Gewissenskampf, nachdem er einem Taschendieb eine gestohlene Geldbörse abgejagt hat (er weiß, dass er sie zurückgeben sollte, aber andererseits könnte er dieses Geld dringend brauchen)... Die Szene, in der er sich von seiner Gang zu seinem ersten Diebstahl animieren lässt... Die Szene, in der ihm bewusst wird, dass seine Mutter das Essen für ihn erbetteln muss, weil er als Brotverdiener für die Familie gescheitert ist... Die darauffolgende Szene, in der er mit dem Aufschrei "ich bin am Verhungern" einen Mann tötet, der seinen Vater beleidigt hat... Und schließlich die Szene, in der er frustriert und verzweifelt ein Regal mit Kriegsspielzeug kurz und klein schießt und dabei ein kleiner Globus vor seine Füße kullert, den er mit einem beinahe kindlich-glücklichen Lächeln in seinen blutverschmierten Händen dreht, bis die ganze Weltkugel blutig ist. (Dass er diesen kleinen Globus danach als Wurfgeschoss bei einer Schießerei verwendet und die Weltkugel dabei in tausend Stücke geschossen wird, ist ein weiteres von vielen beklemmenden Bildern, die JP Dutta für diesen Film gefunden hat.)

Allein schon rollenbedingt haben Sanjays Co-Stars neben ihm einen schweren Stand. Am besten gelingt das Dharmendra als Khan Bhai, der bereits in Mardon Wali Baat eine tolle Chemie mit Sanjay hatte und auch diesmal ein paar starke Szenen mit ihm hinlegt – und natürlich auch mit Rishi Kapoor, der Khans zwischen Liebe und Ablehnung hin- und hergerissenen Bruder spielt und das Beste aus dieser eher undankbaren Gutmenschenrolle macht. Luxuriös besetzt ist Avinashs Elternpaar mit Kulbhushan Kharbhanda und Asha Parekh; besonders Ashas Mutter-Sohn-Szenen mit Sanjay berühren zutiefst. Paresh Rawal als Gangsterboss schrammt haarscharf an einem Comic Relief vorbei – ein paar Mal weniger sein ewiger "Very clever"-Kommentar, und die Figur wäre ein wirklich gutes Gegenstück zu Dharmendras Bhai geworden. Zum Glück zieht Paresh dennoch meistens rechtzeitig die Handbremse und hält sein Störungspotential im Zaum.

Und so kommt JP Duttas Hathyar letztlich dankenswerterweise ohne Comic Reliefs aus. Am ehesten übernimmt diesen Part die völlig unnötige Gesangs- und Tanznummer von Rishi und seiner Partnerin Sangeeta Bijlani (Jenny); Sangeetas Rüschenklamotten tun ihr Übriges. Offenbar hat Dutta es nicht gewagt, einen Film ganz ohne Gesang und Tanz zu machen, obwohl das bestimmt die bessere Lösung gewesen wäre. Wenigstens beschränkte er sich dabei auf ein Minimum – neben besagter neckischer Einlage von Rishi und Sangeeta gibt es noch eine Nachtclub-Tanzszene sowie zwei hübsche Tanznummern von Amrita Singh als Avinashs Freundin Suman, die jedoch darüber hinaus ähnlich wenig zu tun hat wie Sangeeta.

Wie gesagt, wie dieser Film in der Versenkung verschwinden konnte, ist mir unbegreiflich, und ich appelliere dringend an sämtliche Vertriebsfirmen dieser Welt, diesen Hathyar in ihr DVD-Programm aufzunehmen. Nicht nur Dharmendra-, Rishi-, Amrita- und natürlich Sanjay-Fans würden es ihnen danken, sondern jeder, der ein Faible für gut gemachte, intensive Action-Filme hat. Man stelle sich eine Mischung aus Naam und Vaastav vor, dann kriegt man in etwa eine Vorstellung von der Atmosphäre dieses Filmes, der definitiv in die Top Ten von Sanjays Filmschaffen gehört.

Produktion: F.A. Nadiadwala; Regie: J.P. Dutta
173 Min.; VHS-Kopie, ohne UT (Special thanks to Liakot Ali from London)

Montag, 9. Februar 2009

Filmfare Food Nirvana 2008: "A good meal gives me a high"

Filmfare Food Nirvana 2008

Sanjay Dutt: "Eine gute Mahlzeit versetzt mich in Hochstimmung"

Ich liebe gutes Essen. Ich liebe Essen überhaupt. So sehr, dass ich wirklich alles essen kann. Einen weniger heiklen Esser als mich gibt es gar nicht. Ich liebe es auch, die Küchen verschiedener Länder auszuprobieren, wenn ich auf Reisen bin. Mein derzeitiger absoluter Favorit ist Sushi. Allein schon beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Munde zusammen.

In meinem Alltag befolge ich jedoch eine strenge Diät, weil ich sehr gesundheitsbewusst bin. Meine Diät basiert auf einem sehr einfachen Prinzip: sechs kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt und kein Zucker. Zum Beispiel liebe ich den Chai, der immer am Set serviert wird, aber ich trinke ihn ohne Zucker.

Vor allem vermeide ich gebratene Speisen und dicke, scharfe Soßen. Hühnchen und Fisch, gegart oder gegrillt, stehen für mich auf dem Plan. Lich liebe Dal (Linsen), deshalb gibt es den für mich zum Lunch mit Reis (üblicherweise brauner Reis) oder mit Brot. Beim Abendessen kommt es darauf an, worauf ich Lust habe – es kann reichlich sein, ich kann es aber auch ganz ausfallen lassen. Zwischen den Mahlzeiten knabbere ich Kekse, Karotten oder Gurkenstifte, oder ich trinke ein Glas Saft. Außerdem trinke ich literweise Wasser.

Ab und zu sündige ich auch mal beim Essen, aber dafür verbringe ich dann am nächsten Tag auch ganz bestimmt eine halbe Stunde extra im Fitness-Studio, um keine Schuldgefühle aufkommen zu lassen. Ich trainiere hauptsächlich abends, weil ich kein Morgenmensch bin. Ein gutes Training ist für mich ebenso ein Rausch wie ein gutes Essen.

Hier ist eines meiner Lieblingsgerichte:

RASMALAI

Zutaten:
250 g Paneer
6 Tassen Wasser
400 g Zucker
1 Liter Vollmilch
1/2 TL gem. Kardamom
2 TL dünn gehobelte Mandeln und Pistazien
ein paar Fäden Safran

Zubereitung:
Wasser und Zucker zum Kochen bringen. Paneer zerkrümeln und zu einer weichen Masse verkneten. Daraus Kugeln formen und sanft zu Plätzchen von 2,5 cm Durchmesser flachdrücken. Vorsichtig in das kochende Wasser geben und zugedeckt 10 bis 15 Minuten kochen lassen. Um zu checken, ob sie fertig sind, eines der Rundteile rausnehmen und sanft draufdrücken – wenn die Delle sofort wieder zurückspringt, ist es fertig. In einem anderen Topf Milch mit 150 g Zucker zum Kochen bringen und weiterkochen, bis die Milch auf 2/3 reduziert ist. Kardamom, die gehobelten Mandeln und Pistazien sowie den in einem Teelöffel Milch aufgelösten Safran beifügen. Nun die Rundteile aus dem Wasser nehmen, sanft das Wasser auspressen und sie in die Milch legen. Nochmal zwei, drei Minuten kochen lassen, dann abkühlen lassen und kalt mit Mandel- und Pistazienstücken garniert servieren.

*

Frühstück: "Mein Frühstück besteht aus Cerealien mit Magermilch oder aus Eiweißen mit Schwarzbrot. Manchmal gibt es auch Obst oder Idlis (kleine Brötchen aus Urid-Linsen und Reisgrieß). Parathas vermeide ich jedoch strikt."

*

If movie stars were food...

Wenn Filmstars Nahrungsmittel wären, dann wäre Sanjay Dutt laut Filmfare Food 2008 Hyderabadi Haleem: "Kompliziert und nicht leicht zuzubereiten, aber wenn du sie mal gekostet hast, wirst du nicht mehr aufhören, davon zu schwärmen."

Wie wahr... *g*

P.S. Hyderabadi Haleem ist eine beliebte Suppe zum Brechen des Ramadan-Fastens.



(Deutsch von Diwali)

Montag, 26. Januar 2009

A wife has certain rights: Manyata Dutt

Nowrunning, 22. Januar 2009

A wife has certain rights: Manyata Dutt

(Ausschnitte aus einem Interview)

Jha: Ihr Recht auf Ihre tragende Rolle in Sanjays Leben wird immer noch in Frage gestellt.

Manyata: Ich weiß, aber ich möchte sagen, dass ich das Recht habe, so mit meinem Mann zu leben, wie ich will. Egal ob Prostituierte oder Prinzessin, eine Frau hat gewisse Rechte im Haus ihres Mannes. Ich bin kein Mann, der im Haus einer Frau lebt.

Jha: Sanjay sagte, dass Frauen nach der Hochzeit den Nachnamen ihres Vaters ablegen sollten.

Manyata: Das ist seine persönliche Meinung. Sanju hätte sich verletzt und gekränkt gefühlt, wenn ich weiterhin den Namen meines Vaters verwendet hätte. Wenn andere Frauen ihren Mädchennamen behalten wollen, dann ist das ihre Wahl. Seiner Meinung nach ist das heutzutage eine Modeerscheinung. Er hat das Recht auf eine Meinung.

Jha: Und wie ist Ihre Ansicht dazu?

Manyata: Wenn ich einen Mann heirate, der sich aller meiner Bedürfnisse annimmt, dann nehme ich gerne seinen Namen in allen Ehren an und akzeptiere seine Familie als meine Familie. Wenn du den Namen und die Familie deines Mannes nicht akzeptieren kannst, warum dann heiraten? Dann kann man auch eine lockere Lebenspartnerschaft eingehen. Mrs Indira Gandhi hat Feroz Gandhi geheiratet, der nicht so berühmt war wie die Nehrus. Aber sie hat all ihre glorreichen Schlachten nicht als ‘Indira Nehru’ geschlagen. Und nun nennt sich Priyanka eine Vadra nach ihrem Ehemann (Robert Vadra) und nicht mehr eine Gandhi.

Jha: Sie sind jetzt schon über ein Jahr verheiratet, und Sanjays Schwestern haben Sie nicht akzeptiert?

Manyata: Ich bin nicht jemand, der mit Gewalt nach Anerkennung sucht. Ich habe Sanju nie wegen etwas bedrängt. Ich lasse Raum für Optionen. Sanju weiß, dass ich alles in meiner Macht Stehende versucht habe, um von seinen Schwestern akzeptiert zu werden. Er würde nicht wollen, dass ich es darüber hinaus noch weiter versuche. Und ich auch nicht.

Jha: Sie wurden attackiert, seit Sie Sanjay geheiratet haben?

Manyata: Ich sage Ihnen etwas: Wo immer Macht ist, da gibt es zwangsläufig auch eine Menge Verschwörungen rund um die Quelle dieser Macht. Und Fakt ist, Sanju ist sehr machtvoll. Jeder Produzent möchte mit ihm arbeiten. Sanjay hat die Grundelemente der Finanzen nie begriffen. Und wenn er kein Vermögen bei der Bank angehäuft hat, dann nicht, weil er kein Geld verdient hat. Er hat Geld verdient, aber er hat alles verloren. Es waren zu viele Menschen um ihn, die versucht haben, ihn zu benutzen. Ich kam wie eine Barrikade in Sanjus Leben, um zwischen ihm und denen, die ihn ausnutzen wollen, zu stehen. Natürlich lehnen diese Schönwetterfreunde mich ab. Ich habe ihnen die Party verdorben, verstehen Sie?

Jha: Sie lehnen es ab, sich gegen Sanjays Familie auszusprechen, obwohl diese sich gegen Sie aussprechen?

Manyata: Ich bin eine Frau und ich bin Sanjus Ehefrau. Natürlich verletzt mich das. Aber ich bewahre würdevolles Schweigen, denn erstens haben meine Eltern mich zu dem Glauben erzogen, dass es unwürdig ist, öffentlich auf andere Menschen einzudreschen. Zweitens ist es die Familie meines Mannes, und er liebt sie. Deshalb möchte ich ihn um seinetwillen nicht verletzen, indem ich etwas sage. Und schließlich denke ich, dass eine Attacke stillschweigend hinzunehmen sehr viel mutiger ist als jemanden zu attackieren.

Jha: Aber wie viel werden Sie hinnehmen?

Manyata: Zu keinem Zeitpunkt, egal nach welcher Provokation, möchte ich meine schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit waschen. Diese Art Mensch bin ich nicht. Viele halten mich für arrogant und unhöflich. Fakt ist, dass ich von Natur aus sehr reserviert bin. Ich öffne mich nur bei Menschen, mit denen ich mich gut verstehe. Ich rede direkt aus meinem Herzen.

Jha: Aber Schweigen über einen Punkt hinaus wird als Schuld missgedeutet.

Manyata: Sollen die Leute doch die Schlussfolgerungen ziehen, die sie wollen! Ich weiß, was ich in Sanjus Leben tue. Ich bin ein stiller Beobachter. Ich weiß genau, wen ich in meinem Leben will. Und zu denen stehe ich, selbst wenn die Welt sie enteignet. Was die betrifft, die ich in meinem Leben nicht will – denen will ich nicht mal über den Weg laufen.

Jha: Sanjay hatte so viele Freundinnen, aber in Ihnen hat er eine Hausfrau gefunden?

Manyata: Aber es ist ja nicht so, dass ich mich nur um das Haus kümmere. Ich kümmere mich auch um Sanjay Dutt Productions. Wir haben beschlossen, dass er seine eigenen Filme produzieren soll, damit er nicht von einer Krise überrascht wird. Sehen wir die Sache, wie sie ist. Sanju ist ein Superstar, aber er ist nicht Amitabh Bachchan. Und selbst Amitji durchlief eine Krise. Jeder Schauspieler macht das mal mit und kehrt dann in kleineren Rollen zurück. Ich möchte nicht, dass das Sanju passiert. So wie es ist, hat er seine Finanzen nicht gesichert. Wir haben gemeinsam beschlossen, unsere Produktionsfirma zu starten, so dass wir die Art von Arbeit schaffen können, die Sanju verdient. Ich kümmere mich um die Finanzen der Produktionsfirma und Sanju um die kreativen Aspekte. Er verfügt über dreißig Jahre Erfahrung. Die Produktionspläne versetzen mich in Hochstimmung.

Jha: Wie haben Sie die Kontrolle über seine Finanzen übernommen?

Manyata: Ich möchte keine Namen nennen, aber ich habe ein paar Leute gestoppt, für die Sanju unnötige Ausgaben geleistet hat. Sanju hat finanzielle Verantwortungen auf sich genommen, die nicht seine waren. Auch deshalb hassen mich ein paar Leute. Aber seine Finanzen wurden von den falschen Leuten gehandhabt. Es gab so viele Unregelmäßigkeiten auf seinen Konten. Wenn ich dazu meinen Mund aufmache, dann kommt keiner davon.

Jha: Hat Sanjay Stabilität in Ihr Leben gebracht?

Manyata: O ja. Ich war niemals glücklicher. Sanju hat durch dick und dünn zu mir gestanden. Ich kenne ihn seit neun Jahren. 2005 wurde es ernst mit uns. Aber er kannte meine Vergangenheit. Als dann ‘Freunde’ versuchten, ihn zu provozieren, lachte er nur darüber. Er wusste alles über mich. Als ich vor meiner Hochzeit durch die Hölle ging, griff ich zum Telefon und bat ihn um Hilfe. Wir sind beide sehr positive Menschen, und wir lieben es, zu leben und leben zu lassen. Wir beide glauben an das Vergeben. Und wir glauben, dass jeder Heilige eine Vergangenheit haben kann. Und jeder Sünder kann eine Zukunft haben.

Jha: Wann gründen Sie eine Familie?

Manyata: Bitte beten Sie fest und bitten Sie jedermann, zu beten.

(Subhash K Jha; Deutsch von Diwali)