Zur Story: Die All India Bank wirbt unermüdlich für ihre Kredite, die man problemlos bekommt und die man ebenso problemlos in Raten (EMI = Easy Monthly Installments) abbezahlen kann. Zu ihren zahlreichen Kunden gehören: der DJ Ryan Briganza (Arjun Rampal), der sich einen Sport daraus macht, sein Leben auf Pump zu finanzieren; Anil Sharma (Ashish Chaudhry), der seine Shilpa (Neha Uberoi) heiraten und ihr ein gehobenes Mittelklassedasein samt Hochzeitsreise bieten will; Chandrakant Desai (Kulbhushan Kharbanda), der seinem Sohn Arjun (Pushkar Jog) ein Auslandsstudium ermöglichen möchte; und Prerna Joshi (Urmila Matondkar), die einen Gangster dafür bezahlt, dass er aus dem Selbstmord ihres Mannes einen Unfalltod macht, damit sie das Geld von dessen Lebensversicherung kassieren kann. Ein Jahr später stehen alle vier vor massiven Problemen: Ryans luxusliebende Freundin Nancy (Malaika Arora Khan) verlässt ihn, Anils und Shilpas Ehe ist geschieden, Arjun hat das Studium geschmissen, und Prernas Plan ist gescheitert. Zudem können alle ihre Raten nicht mehr bezahlen und landen dadurch auf der Auftragsliste der All India Bank für die Good Luck Recovery Agency, die unter der Leitung von Sattar Bhai (Sanjay Dutt) Schulden auf eher unkonventionelle Art einzutreiben pflegt...
Ein Film, der den leichtfertigen Umgang mit Krediten zum Thema hat und der mitten in einer globalen Finanzkrise in die Kinos kommt. Das hätte ein Volltreffer werden können, wenn – ja, wenn Debütant Saurabh Kabra mit seinem Skript nicht kläglich gescheitert wäre. Nicht nur, dass man es – bis auf den redlichen Papa Desai – sämtlichen Schuldnern beinahe gönnt, dass sie auf die Nase fallen, Kabra macht sich zudem die Lösung auch noch lächerlich einfach, indem er den Schuldeneintreiber Sattar Bhai flugs vom Saulus zum Paulus mutieren lässt, der, statt wie üblich den Schuldnern die Knochen zu brechen, plötzlich ihre Welt in Ordnung bringt. Gerade, dass er nicht auch noch persönlich ihre Schulden begleicht – wenigstens diesen Teil der Story lässt Sabra offen und beendet stattdessen den Film ziemlich abrupt mit der eingeblendeten Mahnung, verantwortungsvoll mit Krediten umzugehen.
In diesem Zusammenhang gelingen Kabra denn auch einige der besten Szenen seines Films. Er stellt nämlich nicht nur den Leichtsinn der Kreditnehmer ins Rampenlicht, sondern auch die Methoden der Banken, die ihren (potentiellen) Kunden Kredite per Telefon anbieten wie Sonderangebote im Supermarkt – sogar solchen, die bereits massiv verschuldet sind. Und dann lehnen sie sich selbstzufrieden zurück und loben sich dafür, die Probleme der Menschen zu lösen. Da ist es dann schon eine Wonne zu hören, wenn Sattar ihnen schonungslos entgegnet: "Erst verschafft ihr den Menschen Probleme, und dann löst ihr sie."
Solche wirklich guten Szenen wie das Meeting Sattars mit der Bankdirektion sind leider spärlich gesät. Die vier Geschichten über die vier Kreditnehmer kranken, wie schon angedeutet, vor allem daran, dass die meisten es gar nicht besser verdienen. Ryan lebt unbekümmert auf Pump und macht sich lediglich darüber Gedanken, wo er ein paar neue Kreditkarten herkriegt. Anil lebt einfach in den Tag hinein und lässt seine Frau arbeiten, anstatt selber was zu tun. Prerna lässt sich mit zwelichtigen Gestalten ein, um einen Versicherungsbetrug zu inszenieren. Und Arjun respektiert seinen Vater nicht, der als einziger (!) wirklich unverschuldet in finanzielle Not gerät. Schade um die zum Teil wirklich guten Darsteller – allen voran Kulbhushan Kharbanda, Urmila Matondkar und Arjun Rampal –, die sich mit solch blutleeren Figuren und Storys abgeben mussten.
Das gilt letzten Endes leider auch für Sanjay Dutt, dessen Sattar Bhai als eine Munnabhai-Variante angepriesen wurde (mit Manoj Joshi als "Decent" hat dieser Sattar sogar auch einen Circuit-Verschnitt als Sidekick verpasst bekommen), von Rajkumar Hiranis genialer Schöpfung jedoch ebenso weit entfernt ist wie ein Dompfaff von einem Adler. Im Gegensatz zu Munna, der den Menschen einfach hilft, weil es ihm ein Herzensbedürfnis ist, handelt Sattar eiskalt berechnend, weil er in die Politik gehen will und dafür Wählerstimmen braucht. Dass er sich zudem dann auch noch in Prerna verliebt, lässt die Story endgültig in eine Sackgasse driften, und wäre die zauberhafte Dinnerszene des Daud- und Khoobsurat-Paares Sanju und Urmila zu den Klängen von "Ankhon Hi Ankhon Mein" nicht so wunderschön (darstellerisch mit ihren vielen zarten Nuancen vielleicht sogar die beste des Filmes überhaupt), ich würde sie Kabra nicht so ohne weiteres verzeihen.
Sanjay wird letzten Endes gezwungen, alle seine drei Munnabhais zu kopieren – die beiden aus den Hirani-Filmen, wenn er einen auf Menschenfreund macht, und den aus Hum Kisise Kum Nahin, wenn er sich mit Dackelblick in Urmila verguckt. Schade, er kann definitiv mehr. Er ist als Sattar Bhai massiv unterfordert und sollte sich von solchen repetitiven Gutherziger-Gangster-Rollen allmählich verabschieden (abgesehen von Munnabhai III natürlich). Dennoch ist er definitiv der Beste im Ensemble und wurde von den ansonsten eher ungnädigen Kritikern entsprechend gewürdigt ("Watch it for Sanju bhai!").
Bleibt noch die kleine Verbeugung in Richtung Sunil Shetty, der sich kurzfristig für die Produktion dieses Filmes entschieden und damit seinem Freund Sanjay Dutt, der zu diesem Zeitpunkt nur auf Interimskaution in Freiheit war, einen immensen Beweis seines Vertrauens geliefert hatte. Sanjay konnte zunächst nur wenige Tage drehen, bevor er zurück ins Gefängnis musste. Kaum gewährte ihm der Supreme Court endgültig Kaution, meldete sich Sanjay bereits wieder am EMI-Set zurück. Natürlich war er daher – ähnlich wie bei Kidnap – nicht in körperlicher Bestform, aber dass er die meiste Zeit ohne die quälende Ungewissheit, jeden Moment wieder inhaftiert zu werden, aufspielen konnte, ist ihm deutlich anzumerken. Auch die Gestaltung des Titelsongs machte ihm hörbar Spaß. Um es mit Urmila zu sagen: "It's good to have Sanjay back."
Produktion: Sunil Shetty, Shabbir Boxwala, Shobha Kapoor, Ekta Kapoor; Regie: Saurabh Kabra
134 Min.; DVD: Sahara One, englische UT (inkl. Songs)
Offizielle Website
Indiatimes Microsite
Freitag, 26. Dezember 2008
Freitag, 19. Dezember 2008
Sanjay Dutt appointed UN Goodwill Ambassador
Quelle / Source in English
Quelle / Source in English
Sanjay Dutt zum UN Goodwill Ambassador ernannt
Die Intergovernmental Institution for the use of Micro-algae Spirulina Against Malnutrition (IIMSAM) hat Sanju zu ihrem Goodwill Ambassador ernannt, der die von den United Nations initiierte Bekämpfung von Unterernährung und Hunger unterstützen soll.
Die UN-Behörden sind offenbar sehr beeindruckt von der Vermittlung der Werte Mahatma Gandhis durch Sanju in LRM und haben ihn daher zu ihrem Botschafter ernannt. Die UN haben den 2. Oktober, also Gandhis Geburtstag, 2007 zum Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit erklärt.
General H E Ambassador Remigio Maradona, Direktor der IIMSAM: "Ich bin zuversichtlich, dass Mr Dutt, der durch seine Filmfigur Munnabhai den Werten Gandhis zu neuer Bedeutung verholfen hat, uns dabei helfen wird, die Welt von Mangelernährung und Hunger zu befreien."
Manyata Dutt, die Sanju am 11./12. Dezember bei einem Friedensmarsch der UNESCO zur Wagah-Grenze vertreten hat, sagte: "Diese Angelegenheit ist eine hohe Ehre und von großem Prestige für uns. Sanju wird seinen Beitrag leisten, Unterernährung und Hunger von Kindern in aller Welt zu beenden."
Sanju fügte hinzu: "Es ist ein Privileg, mit einer Sache verbunden zu sein, die mir eine Gelegenheit gibt, einen Beitrag zur Beendigung von Unterernährung zu leisten und damit die Millennium Development Goals der UN zu sichern. Ich werde mich 200%ig dafür einsetzen und werde zur Verfügung stehen, wann und wo immer IIMSAM mich braucht, um die Ernährung in Krisengebieten zu sichern, und auch für andere Initiativen dieser Organisation für Frieden und Bildung."
Quelle / Source in English
Sanjay Dutt zum UN Goodwill Ambassador ernannt
Die Intergovernmental Institution for the use of Micro-algae Spirulina Against Malnutrition (IIMSAM) hat Sanju zu ihrem Goodwill Ambassador ernannt, der die von den United Nations initiierte Bekämpfung von Unterernährung und Hunger unterstützen soll.
Die UN-Behörden sind offenbar sehr beeindruckt von der Vermittlung der Werte Mahatma Gandhis durch Sanju in LRM und haben ihn daher zu ihrem Botschafter ernannt. Die UN haben den 2. Oktober, also Gandhis Geburtstag, 2007 zum Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit erklärt.
General H E Ambassador Remigio Maradona, Direktor der IIMSAM: "Ich bin zuversichtlich, dass Mr Dutt, der durch seine Filmfigur Munnabhai den Werten Gandhis zu neuer Bedeutung verholfen hat, uns dabei helfen wird, die Welt von Mangelernährung und Hunger zu befreien."
Manyata Dutt, die Sanju am 11./12. Dezember bei einem Friedensmarsch der UNESCO zur Wagah-Grenze vertreten hat, sagte: "Diese Angelegenheit ist eine hohe Ehre und von großem Prestige für uns. Sanju wird seinen Beitrag leisten, Unterernährung und Hunger von Kindern in aller Welt zu beenden."
Sanju fügte hinzu: "Es ist ein Privileg, mit einer Sache verbunden zu sein, die mir eine Gelegenheit gibt, einen Beitrag zur Beendigung von Unterernährung zu leisten und damit die Millennium Development Goals der UN zu sichern. Ich werde mich 200%ig dafür einsetzen und werde zur Verfügung stehen, wann und wo immer IIMSAM mich braucht, um die Ernährung in Krisengebieten zu sichern, und auch für andere Initiativen dieser Organisation für Frieden und Bildung."
Mittwoch, 17. Dezember 2008
Sanjay Dutt awarded by UNESCO
Quelle / Source in English
Sanju wurde von der UNESCO geehrt!
Die UNESCO hat Sanjay und Manyata Dutt für ihre tatkräftige Unterstützung zahlreicher wohltätiger Zwecke ausgezeichnet. Dies geschah am 11. Dezember im Rahmen einer Zeremonie der All India Human Rights Association in Amritsar. Manyata hat die Auszeichnungen in Empfang genommen.
Sanju wird als Inbegriff der Stärke und Unverwüstlichkeit bezeichnet, der sich als zuverlässiger Helfer der Massen bei vielen wichtigen sozialen Angelegenheiten erwiesen hat. Auch Manyata sei sehr aktiv darin, Hilfe für mehrere soziale Bedürfnisse zu fordern; sie engagiert sich für soziale Organisationen und hat sich zuletzt mit "We The People" auch für das gesellschaftspolitische Bewusstsein der Inder eingesetzt.
Actor Sanjay Dutt and Maanayata Dutt were awarded by United Nations director Shalini Dewan on the 60th year celebration and award ceremony held in Amritsar by All India Human Rights Association on 11 December.
The award on behalf of both was collected by Maanayata in Punjab, which was preceded by a march at Wagah border along with government officials, bureaucrats and ministers from Punjab on 10 December.
Sanjay is an epitome of strength, resilience and has been associated with various social causes. He has stood as a staunch supporter for the masses for many important social issues and Maanayata has been very active in propagating help for various social needs and has been spearheading many social organisations including damage, for the girl child; and We The People (along with Abu Farhan Azmi, Vijayta V Gandhi & Minica Chabbria), towards socio-political awareness amongst citizens of India.
Sanju wurde von der UNESCO geehrt!
Die UNESCO hat Sanjay und Manyata Dutt für ihre tatkräftige Unterstützung zahlreicher wohltätiger Zwecke ausgezeichnet. Dies geschah am 11. Dezember im Rahmen einer Zeremonie der All India Human Rights Association in Amritsar. Manyata hat die Auszeichnungen in Empfang genommen.
Sanju wird als Inbegriff der Stärke und Unverwüstlichkeit bezeichnet, der sich als zuverlässiger Helfer der Massen bei vielen wichtigen sozialen Angelegenheiten erwiesen hat. Auch Manyata sei sehr aktiv darin, Hilfe für mehrere soziale Bedürfnisse zu fordern; sie engagiert sich für soziale Organisationen und hat sich zuletzt mit "We The People" auch für das gesellschaftspolitische Bewusstsein der Inder eingesetzt.
Actor Sanjay Dutt and Maanayata Dutt were awarded by United Nations director Shalini Dewan on the 60th year celebration and award ceremony held in Amritsar by All India Human Rights Association on 11 December.
The award on behalf of both was collected by Maanayata in Punjab, which was preceded by a march at Wagah border along with government officials, bureaucrats and ministers from Punjab on 10 December.
Sanjay is an epitome of strength, resilience and has been associated with various social causes. He has stood as a staunch supporter for the masses for many important social issues and Maanayata has been very active in propagating help for various social needs and has been spearheading many social organisations including damage, for the girl child; and We The People (along with Abu Farhan Azmi, Vijayta V Gandhi & Minica Chabbria), towards socio-political awareness amongst citizens of India.
Mittwoch, 10. Dezember 2008
TOI 14.2.2004: Bhai Ho To Aisa
The Times of India, 14. Februar 2004
Bhai Ho To Aisa
Auch wenn das Leben nicht gut zu ihm war – Sanjay Dutt ist ein geborener Kämpfer. Gegen jedes Ungemach erhebt er sich mit der Wildheit eines Kriegers und hat auf diese Weise eine Vielzahl persönlicher Krisen (von Drogensucht bis Inhaftierung wegen angeblicher terroristischer Verbindungen) niedergekämpft – um am Ende einer von Bollywoods Top Guns zu werden. Während er nach wie vor zwischen Gerichtssaal und Filmsets hin- und herpendelt, genießt der bescheidene und medienscheue Superstar nun den Erfolg von Munnabhai MBBS. In einem offenen Interview spricht Sanjay mit Subhash K Jha:
Jha: Warum ist es so schwer, Sie mal festzunageln?
Sanjay: Weil mich tausend Probleme festnageln. Zwischen Gerichtsverhandlungen und Filmdreharbeiten hin- und herzurennen ist wie zwei riesige Felsbrocken auf deinen Schultern zu balancieren. Manchmal ist mir wirklich nach Aufgeben zumute. Ich kämpfe nun schon seit elf Jahren darum, meine Unschuld zu beweisen. Aber jetzt geht das Verfahren hoffentlich endlich zu Ende. Auch wenn das Urteil scheinbar bis nach den Wahlen warten muss. Ich ertrage dieses qualvolle Warten nicht länger. Ich konnte mich nicht einmal über den Erfolg von Munnabhai MBBS freuen. Ich bin so lange in Gerichtssälen aus- und eingegangen, dass ich vergessen habe, wie ein normales Leben ausschaut. Eines Tages möchte ich ein Buch schreiben über das, was ich durchgemacht habe. Und das wird weitaus interessanter werden als jeder Film, den ich gemacht habe. Ich bin so sehr lädiert worden, dass ich gar nicht weiß, warum ich noch nicht zusammengebrochen bin. Der Gegensatz zwischen der Komödie, die ich für Munnabhai vor der Kamera gespielt habe, und der Tragödie, immer direkt aus dem Gerichtssaal ans Set zu kommen, hätte jeden anderen Mann umgebracht. Ich weiß nicht, wie ich das überlebt habe. Ich bin jedes Mal vom Gericht aus direkt ans Set gedüst und habe Raju Hirani gebeten, mir eine halbe Stunde zu geben, bevor es ans Drehen ging. Dank meiner Co-Stars Boman Irani und Arshad Warsi, die mir ständig tolle Vorgaben lieferten, ist es mir gelungen, eine anständige Darbietung abzuliefern.
Jha: Das ist wirklich erstaunlich.
Sanjay: Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe. Aber Munnabhai war wie eine Anti-Stress-Tablette. Die Atmosphäre am Set war ebenso entspannt wie damals bei Mahesh Manjrekars Vaastav. Während die Macher von Munnabhai MBBS den wohlverdienten Erfolg des Filmes genießen, bin ich noch immer mit meinen Problemen beschäftigt. Jetzt möchte ich einfach nur, dass diese Tortur endet. Ich kann es nicht ertragen, das Leid in den Augen meines Vaters zu sehen.
Jha: Seit J.P. Duttas Hathyar 1989 hat man Sie zum Paradedarsteller von Gangstern gemacht. Warum?
Sanjay: Ich habe keine Ahnung. Vielleicht passt meine Persönlichkeit für solche Rollen. Aber jetzt bekomme ich die Rolle des komischen Gangsters angeboten. Nach Munnabhai und Plan werde ich noch einmal einen unbeholfenen Gangster in einem Film spielen. Man könnte es meine Komische-Gangster-Trilogie nennen. Aber wenn Sie mich fragen, am liebsten mag ich meine Darbietungen in Naam, Vaastav und Munnabhai. Jetzt bin ich daran interessiert, schwerere Filme zu machen. Mani Shankars gerade herausgekommener Film Rudraksh ist eigentlich ein modernes Ramayana. Sunil Shetty spielt Ravan, der während einer Ausgrabung auf Sri Lanka an ein antikes Rudraksh gelangt (= eine der Tränen des Gottes Rudra/Shiva, die zu berühren eine große Gefahr darstellt, da die in ihnen enthaltenen Kräfte jeden zerstören, der ihrer nicht würdig ist; Anm. Diwali), und ich spiele Ram in Gestalt eines spirituellen Heilers. Der Film ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder gedacht; es steckt eine Menge Sanskrit-Philosophie drin. Ich bin während der Dreharbeiten zu einem halben Pundit geworden (lacht). Mein ganzer Look für den Film wurde in den USA kreiert. Er ist sehr „sufi“-sticated und sadhu-artig. Ich bin ein Typ, der Wunder wirken kann. Für jemanden, der auf Schritt und Tritt überwacht wird, war das direkt befreiend (lacht).
Jha: Das klingt so, als sei es ein Spaziergang gewesen.
Sanjay: Rudraksh war harte Arbeit. Ich musste Stunts ausüben, während ich an unsichtbaren Kabeln aufgehängt war. Manchmal hing ich dreizehn Stunden am Tag in der Luft. Glauben Sie mir, ich weiß, wie sich das anfühlt. Ich hatte das Gefühl, ständig an Kabel gefesselt zu sein.
Jha: Sie würden gar nicht wissen, wie es ist, ohne Schmerz zu leben, wenn es vorbei ist.
Sanjay: Ich möchte noch einmal von vorne beginnen. Ich bin jetzt 45. Es reicht jetzt. Ich weiß nicht, wie und warum ich trotz meiner legalen Probleme weiterhin ein gefragter Schauspieler bleibe. Ich denke, das verdanke ich dem guten Willen meiner Produzenten und meiner Fans. Irgendwo glauben sie an meine Unschuld. Ich habe gerade für einen Yash-Chopra-Film unterschrieben, den Sanjay Gadhvi inszenieren wird; ein Thriller, die Dreharbeiten beginnen im November. Dann plane ich ein sehr brisantes Projekt namens Ayodhya mit meinem alten Freund Sanjay Gupta; ein schonungslos-kritischer Film über kommunale Gräben, in dem ich einen religiösen Fanatiker spiele, der sich im Herzen allmählich verändert, als ihm bewusst wird, dass er nur ein Spielball der Politik ist.
Jha: Obwohl Ihre weiblichen Fans Sie als ausgemachte Attraktion betrachten, ziehen Sie interessanterweise vor der Kamera nie Ihr Hemd aus.
Sanjay: Ich kann nicht einfach ohne jeden Grund meine Klamotten von mir reißen, nur weil ich einen schönen Körper habe. Ich gebe zu, ich bin schüchtern. Ich bin zufrieden mit dem Platz, den ich jetzt in meinem Beruf erreicht habe. Und mein Privatleben ist auch nicht mehr so bewölkt. Vor kurzem kam meine Tochter, die jetzt eine junge Frau ist, aus den USA, um ein paar Monate mit mir in Mumbai zu verbringen. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Sie ist so erwachsen geworden. Sie hat ernsthafte vertrauliche Gespräche mit mir geführt. Ich habe mich wie ein Vater gefühlt, als sie mir ihr Herz geöffnet hat.
Jha: Die Paparazzi schildern Ihr Liebesleben nach wie vor als äußerst farbenfroh.
Sanjay: Dazu kann ich nur sagen, dass sie mich in Ruhe lassen sollen. Mein Ruf, ein Hengst zu sein, ist an Schauspieler weitergegeben worden, die sehr viel jünger sind als ich. Wie kann ich ein Hengst sein, wenn ich nicht mal mein Hemd ausziehe?
(Subhash K Jha; Deutsch von Diwali)
Bhai Ho To Aisa
Auch wenn das Leben nicht gut zu ihm war – Sanjay Dutt ist ein geborener Kämpfer. Gegen jedes Ungemach erhebt er sich mit der Wildheit eines Kriegers und hat auf diese Weise eine Vielzahl persönlicher Krisen (von Drogensucht bis Inhaftierung wegen angeblicher terroristischer Verbindungen) niedergekämpft – um am Ende einer von Bollywoods Top Guns zu werden. Während er nach wie vor zwischen Gerichtssaal und Filmsets hin- und herpendelt, genießt der bescheidene und medienscheue Superstar nun den Erfolg von Munnabhai MBBS. In einem offenen Interview spricht Sanjay mit Subhash K Jha:
Jha: Warum ist es so schwer, Sie mal festzunageln?
Sanjay: Weil mich tausend Probleme festnageln. Zwischen Gerichtsverhandlungen und Filmdreharbeiten hin- und herzurennen ist wie zwei riesige Felsbrocken auf deinen Schultern zu balancieren. Manchmal ist mir wirklich nach Aufgeben zumute. Ich kämpfe nun schon seit elf Jahren darum, meine Unschuld zu beweisen. Aber jetzt geht das Verfahren hoffentlich endlich zu Ende. Auch wenn das Urteil scheinbar bis nach den Wahlen warten muss. Ich ertrage dieses qualvolle Warten nicht länger. Ich konnte mich nicht einmal über den Erfolg von Munnabhai MBBS freuen. Ich bin so lange in Gerichtssälen aus- und eingegangen, dass ich vergessen habe, wie ein normales Leben ausschaut. Eines Tages möchte ich ein Buch schreiben über das, was ich durchgemacht habe. Und das wird weitaus interessanter werden als jeder Film, den ich gemacht habe. Ich bin so sehr lädiert worden, dass ich gar nicht weiß, warum ich noch nicht zusammengebrochen bin. Der Gegensatz zwischen der Komödie, die ich für Munnabhai vor der Kamera gespielt habe, und der Tragödie, immer direkt aus dem Gerichtssaal ans Set zu kommen, hätte jeden anderen Mann umgebracht. Ich weiß nicht, wie ich das überlebt habe. Ich bin jedes Mal vom Gericht aus direkt ans Set gedüst und habe Raju Hirani gebeten, mir eine halbe Stunde zu geben, bevor es ans Drehen ging. Dank meiner Co-Stars Boman Irani und Arshad Warsi, die mir ständig tolle Vorgaben lieferten, ist es mir gelungen, eine anständige Darbietung abzuliefern.
Jha: Das ist wirklich erstaunlich.
Sanjay: Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe. Aber Munnabhai war wie eine Anti-Stress-Tablette. Die Atmosphäre am Set war ebenso entspannt wie damals bei Mahesh Manjrekars Vaastav. Während die Macher von Munnabhai MBBS den wohlverdienten Erfolg des Filmes genießen, bin ich noch immer mit meinen Problemen beschäftigt. Jetzt möchte ich einfach nur, dass diese Tortur endet. Ich kann es nicht ertragen, das Leid in den Augen meines Vaters zu sehen.
Jha: Seit J.P. Duttas Hathyar 1989 hat man Sie zum Paradedarsteller von Gangstern gemacht. Warum?
Sanjay: Ich habe keine Ahnung. Vielleicht passt meine Persönlichkeit für solche Rollen. Aber jetzt bekomme ich die Rolle des komischen Gangsters angeboten. Nach Munnabhai und Plan werde ich noch einmal einen unbeholfenen Gangster in einem Film spielen. Man könnte es meine Komische-Gangster-Trilogie nennen. Aber wenn Sie mich fragen, am liebsten mag ich meine Darbietungen in Naam, Vaastav und Munnabhai. Jetzt bin ich daran interessiert, schwerere Filme zu machen. Mani Shankars gerade herausgekommener Film Rudraksh ist eigentlich ein modernes Ramayana. Sunil Shetty spielt Ravan, der während einer Ausgrabung auf Sri Lanka an ein antikes Rudraksh gelangt (= eine der Tränen des Gottes Rudra/Shiva, die zu berühren eine große Gefahr darstellt, da die in ihnen enthaltenen Kräfte jeden zerstören, der ihrer nicht würdig ist; Anm. Diwali), und ich spiele Ram in Gestalt eines spirituellen Heilers. Der Film ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder gedacht; es steckt eine Menge Sanskrit-Philosophie drin. Ich bin während der Dreharbeiten zu einem halben Pundit geworden (lacht). Mein ganzer Look für den Film wurde in den USA kreiert. Er ist sehr „sufi“-sticated und sadhu-artig. Ich bin ein Typ, der Wunder wirken kann. Für jemanden, der auf Schritt und Tritt überwacht wird, war das direkt befreiend (lacht).
Jha: Das klingt so, als sei es ein Spaziergang gewesen.
Sanjay: Rudraksh war harte Arbeit. Ich musste Stunts ausüben, während ich an unsichtbaren Kabeln aufgehängt war. Manchmal hing ich dreizehn Stunden am Tag in der Luft. Glauben Sie mir, ich weiß, wie sich das anfühlt. Ich hatte das Gefühl, ständig an Kabel gefesselt zu sein.
Jha: Sie würden gar nicht wissen, wie es ist, ohne Schmerz zu leben, wenn es vorbei ist.
Sanjay: Ich möchte noch einmal von vorne beginnen. Ich bin jetzt 45. Es reicht jetzt. Ich weiß nicht, wie und warum ich trotz meiner legalen Probleme weiterhin ein gefragter Schauspieler bleibe. Ich denke, das verdanke ich dem guten Willen meiner Produzenten und meiner Fans. Irgendwo glauben sie an meine Unschuld. Ich habe gerade für einen Yash-Chopra-Film unterschrieben, den Sanjay Gadhvi inszenieren wird; ein Thriller, die Dreharbeiten beginnen im November. Dann plane ich ein sehr brisantes Projekt namens Ayodhya mit meinem alten Freund Sanjay Gupta; ein schonungslos-kritischer Film über kommunale Gräben, in dem ich einen religiösen Fanatiker spiele, der sich im Herzen allmählich verändert, als ihm bewusst wird, dass er nur ein Spielball der Politik ist.
Jha: Obwohl Ihre weiblichen Fans Sie als ausgemachte Attraktion betrachten, ziehen Sie interessanterweise vor der Kamera nie Ihr Hemd aus.
Sanjay: Ich kann nicht einfach ohne jeden Grund meine Klamotten von mir reißen, nur weil ich einen schönen Körper habe. Ich gebe zu, ich bin schüchtern. Ich bin zufrieden mit dem Platz, den ich jetzt in meinem Beruf erreicht habe. Und mein Privatleben ist auch nicht mehr so bewölkt. Vor kurzem kam meine Tochter, die jetzt eine junge Frau ist, aus den USA, um ein paar Monate mit mir in Mumbai zu verbringen. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Sie ist so erwachsen geworden. Sie hat ernsthafte vertrauliche Gespräche mit mir geführt. Ich habe mich wie ein Vater gefühlt, als sie mir ihr Herz geöffnet hat.
Jha: Die Paparazzi schildern Ihr Liebesleben nach wie vor als äußerst farbenfroh.
Sanjay: Dazu kann ich nur sagen, dass sie mich in Ruhe lassen sollen. Mein Ruf, ein Hengst zu sein, ist an Schauspieler weitergegeben worden, die sehr viel jünger sind als ich. Wie kann ich ein Hengst sein, wenn ich nicht mal mein Hemd ausziehe?
(Subhash K Jha; Deutsch von Diwali)
Dienstag, 9. Dezember 2008
Sanjay Dutt speaks...
Quelle / Source in English
Sanjay Dutt spricht...
Sanjay Dutt spricht...
"Dies ist meine Stimme und eure Stimme. Es stimmt optimistisch, dieses große Erwachen unter den Jugendlichen zu sehen. Ich hoffe und bete, dass diese richtige Stimmung anhält, bis wir die Veränderung erreicht haben, von der wir schon immer träumten.
Ja, ich bin furchtbar wütend auf unsere Regierung und die gesamte politische Infrastruktur. Wo landen die Steuern, die wir zahlen? Es ist Zeit, dass sie den Ernst der Lage begreifen und handeln.
In Zeiten wie diesen vermisse ich meinen Dad. Er hätte sich dieser Sache in großem Stil angenommen. Er wäre sehr glücklich gewesen, diese neue Welle der Veränderung zu sehen. Wir können nicht weiterhin Terrorismus derart auf die leichte Schulter nehmen, dieses Phänomen, das zu einer globalen Bedrohung wird. Polizei und Sicherheitskräfte müssen mit modernen Waffen und Munition ausgerüstet werden. Wir müssen ihnen unsere moralische Unterstützung zukommen lassen. Wir haben viele tapfere Menschen verloren, und nun müssen wir uns mit denen befassen, die es auf unsere Wählerstimmen abgesehen haben.
Es heißt, dass Not und Unglück die Menschen einander näher bringen. Dieser Angriff hat uns vereinigt - nicht nur, um Terrorismus zu bekämpfen, sondern jede Form des Übels."
(Deutsch von Diwali)
Mittwoch, 3. Dezember 2008
Mumbai Terror: Sanjay Dutt's Appeal
People, Dezember 2008
Sanjay Dutt: "The government should act now"
Für eine Sonderausgabe des People Magazine anlässlich der Terroranschläge in Mumbai hat Sanju ein ausführliches Statement abgegeben.
"In den vergangenen drei Tagen, als unsere Stadt erneut von einer Bande Terroristen als Geisel genommen wurde, gab es zahlreiche Momente, in denen ich an die Anschlagsserie von 1993 erinnert wurde. Und an die Bombenanschläge auf Züge 2006.
Nach diesem Massaker wird diese Stadt nie wieder so sein wie früher. Das Drama im Taj Mahal Palace and Towers, wo unschuldige Familien von Terroristen verbrannt und Angestellte erschossen wurden, trieb mir Tränen in die Augen. Mein Kollege Ashish Chowdhry hat bei der Schießerei im Oberoi Trident seine Schwester und seinen Schwager verloren, und vielen anderen ging es ebenso. Aber wo ist die Lösung? Kann unsere Regierung uns unserer Sicherheit versichern? Meiner Ansicht nach nicht. Die Katastrophen kommen und gehen, aber die Einstellung unserer Regierung bleibt immer die gleiche.
Jeden Tag, wenn ich nach Film City in Goregaon East fahre, um für meine Filme zu drehen, habe ich dieses seltsame Gefühl. Im Wagen neben mir könnte ein Terrorist sitzen, der seine Kugeln auf mich abfeuern könnte. Ich gebe es ganz ehrlich zu: Ich habe Angst. Was für eine Demokratie ist das, wo VIPs mit Sicherheitsmaßnahmen der Kategorie Z beschützt werden, jedoch nichts unternommen wird, um das Leben und das Zuhause der einfachen Menschen zu schützen?
Wie lange wird man noch zulassen, dass unschuldige Menschen verfolgt werden für etwas, das nicht ihre Schuld ist? Es hat ein Blutbad in dieser Stadt gegeben. Wann werden unsere VIPs das begreifen? Regierungsbeamte sollten jetzt die Initiative ergreifen und handeln. Wir können nicht weiterhin einfach nur auf gut Glück mit Terrorismus umgehen.
Nach den 9/11-Anschlägen in den USA hat es dort keine weiteren abscheulichen Terrorakte mehr gegeben. Warum können wir nicht wie die Amerikaner Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, damit Sicherheit vor Reue geht? Dieses Ereignis war nun wirklich der letzte Nagel im Sarg.
Als verantwortungsvolle Bürger zahlen wir jedes Jahr große Summen an Steuern, und doch weisen unsere Infrastruktur und Sicherheitssysteme noch keine Anzeichen von Verbesserung auf. Wenn sich daran künftig nichts ändert, dann sollten wir damit aufhören, Steuern zu zahlen.
Mein Vater Sunil Dutt war ein Mitglied des Parlaments, und er konnte nichts erreichen, weil er allein auf weiter Flur kämpfte, sobald es um die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in dieser Stadt ging. Jetzt werden sich Regierung und Bürger zusammentun müssen im Kampf gegen den Terrorismus.
Solange wir weiterhin von kaltblütigen Terroristen bedroht werden, müssen wir in die Ausstattung unserer Polizisten investieren; sie brauchen Training in moderner Kriegsführung, Ausrüstung und Munition. Wir müssen unseren tapferen Polizisten und Sicherheitsagenten den Rücken stärken. Durch ihren heldenhaften Einsatz in den vergangenen drei Tagen haben sie gezeigt, dass sie es überall auf der Welt mit den besten Kräften aufnehmen können.
Unsere Helden aus den verschiedenen Sicherheitsagenturen mussten es mit einer Bande von Killern aufnehmen, die sich mit Gewalt ihren Weg in die Stadt gebahnt haben. Aber jetzt müssen wir es mit denen aufnehmen, die unsere Wählerstimmen haben wollen."
(Deutsch von Diwali)
Sanjay Dutt: "The government should act now"
Für eine Sonderausgabe des People Magazine anlässlich der Terroranschläge in Mumbai hat Sanju ein ausführliches Statement abgegeben.
"In den vergangenen drei Tagen, als unsere Stadt erneut von einer Bande Terroristen als Geisel genommen wurde, gab es zahlreiche Momente, in denen ich an die Anschlagsserie von 1993 erinnert wurde. Und an die Bombenanschläge auf Züge 2006.
Nach diesem Massaker wird diese Stadt nie wieder so sein wie früher. Das Drama im Taj Mahal Palace and Towers, wo unschuldige Familien von Terroristen verbrannt und Angestellte erschossen wurden, trieb mir Tränen in die Augen. Mein Kollege Ashish Chowdhry hat bei der Schießerei im Oberoi Trident seine Schwester und seinen Schwager verloren, und vielen anderen ging es ebenso. Aber wo ist die Lösung? Kann unsere Regierung uns unserer Sicherheit versichern? Meiner Ansicht nach nicht. Die Katastrophen kommen und gehen, aber die Einstellung unserer Regierung bleibt immer die gleiche.
Jeden Tag, wenn ich nach Film City in Goregaon East fahre, um für meine Filme zu drehen, habe ich dieses seltsame Gefühl. Im Wagen neben mir könnte ein Terrorist sitzen, der seine Kugeln auf mich abfeuern könnte. Ich gebe es ganz ehrlich zu: Ich habe Angst. Was für eine Demokratie ist das, wo VIPs mit Sicherheitsmaßnahmen der Kategorie Z beschützt werden, jedoch nichts unternommen wird, um das Leben und das Zuhause der einfachen Menschen zu schützen?
Wie lange wird man noch zulassen, dass unschuldige Menschen verfolgt werden für etwas, das nicht ihre Schuld ist? Es hat ein Blutbad in dieser Stadt gegeben. Wann werden unsere VIPs das begreifen? Regierungsbeamte sollten jetzt die Initiative ergreifen und handeln. Wir können nicht weiterhin einfach nur auf gut Glück mit Terrorismus umgehen.
Nach den 9/11-Anschlägen in den USA hat es dort keine weiteren abscheulichen Terrorakte mehr gegeben. Warum können wir nicht wie die Amerikaner Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, damit Sicherheit vor Reue geht? Dieses Ereignis war nun wirklich der letzte Nagel im Sarg.
Als verantwortungsvolle Bürger zahlen wir jedes Jahr große Summen an Steuern, und doch weisen unsere Infrastruktur und Sicherheitssysteme noch keine Anzeichen von Verbesserung auf. Wenn sich daran künftig nichts ändert, dann sollten wir damit aufhören, Steuern zu zahlen.
Mein Vater Sunil Dutt war ein Mitglied des Parlaments, und er konnte nichts erreichen, weil er allein auf weiter Flur kämpfte, sobald es um die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in dieser Stadt ging. Jetzt werden sich Regierung und Bürger zusammentun müssen im Kampf gegen den Terrorismus.
Solange wir weiterhin von kaltblütigen Terroristen bedroht werden, müssen wir in die Ausstattung unserer Polizisten investieren; sie brauchen Training in moderner Kriegsführung, Ausrüstung und Munition. Wir müssen unseren tapferen Polizisten und Sicherheitsagenten den Rücken stärken. Durch ihren heldenhaften Einsatz in den vergangenen drei Tagen haben sie gezeigt, dass sie es überall auf der Welt mit den besten Kräften aufnehmen können.
Unsere Helden aus den verschiedenen Sicherheitsagenturen mussten es mit einer Bande von Killern aufnehmen, die sich mit Gewalt ihren Weg in die Stadt gebahnt haben. Aber jetzt müssen wir es mit denen aufnehmen, die unsere Wählerstimmen haben wollen."
(Deutsch von Diwali)
Angry, Sanjay Dutt lashes out at Govt over terror
Quelle / Source in English
Video
Sanjay Dutt äußert sich nach den Terroranschlägen
In einem Interview hat Sanju seinem Ärger und seinem Frust über das System freien Lauf gelassen:
"Mumbai ist 1993 zum ersten Mal angegriffen worden, und seitdem hat es immer wieder Terroranschläge gegeben. Und was machen wir? Ich sage nicht, dass Krieg die Antwort ist, aber die Behörden müssen endlich aktiv werden und Verantwortung übernehmen für die Sicherheit der Menschen. Schutzmaßnahmen sollten nicht nur für Promis und Politiker ergriffen werden, sondern auch für den kleinen Mann, der mit Bahn oder Bus reist. Wie ist es möglich, dass ein paar Terroristen einfach die Stadt stürmen und ganz Süd-Mumbai als Geisel nehmen können? Überall, wo sie angegriffen haben, hat es gewaltig an ausreichender Sicherheit gemangelt."
Natürlich kam die Rede auch darauf, dass er selbst in Zusammenhang mit den 1993er Anschlägen angeklagt worden war. "Dazu kann ich nicht viel sagen, da die Sache noch immer rechtshängig ist, aber mit dieser Fragerei lebe ich nun schon seit über zehn Jahren. Sehe ich denn wie ein Terrorist aus? Die einzige Entlastung, die mir vergönnt wurde, war mein TADA-Freispruch; das war eine große Erleichterung für mich und meine Familie, denn die Last, eines derart furchtbaren Verbrechens angeklagt zu sein, ist untragbar."
Wird er nun aufhören, Gandhigiri zu verbreiten? "Ich weiß nicht, ob Gandhigiri gegen diese mit moderner Artillerie ausgerüsteten Hi-Fi-Terroristen etwas ausrichten könnte. Deshalb gab es ja auch diese Szene in Lage Raho Munnabhai, wo Munna zweimal geohrfeigt wird und dann zurückschlägt mit dem Argument: Gandhi hat gesagt, wenn einer dich auf eine Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin - aber er hat nicht gesagt, was man tun soll, wenn man zweimal geohrfeigt wird."
Ich habe das Gefühl, dass diese Anschläge ein Ventil für Sanju sind, um seinen über all die Jahre angestauten Ärger und seine Wut auf die politischen Zustände und das System, die er bislang immer nur in sich reinfressen konnte, endlich rauszulassen...
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Sanjay Dutt äußert sich nach den Terroranschlägen
In einem Interview hat Sanju seinem Ärger und seinem Frust über das System freien Lauf gelassen:
"Mumbai ist 1993 zum ersten Mal angegriffen worden, und seitdem hat es immer wieder Terroranschläge gegeben. Und was machen wir? Ich sage nicht, dass Krieg die Antwort ist, aber die Behörden müssen endlich aktiv werden und Verantwortung übernehmen für die Sicherheit der Menschen. Schutzmaßnahmen sollten nicht nur für Promis und Politiker ergriffen werden, sondern auch für den kleinen Mann, der mit Bahn oder Bus reist. Wie ist es möglich, dass ein paar Terroristen einfach die Stadt stürmen und ganz Süd-Mumbai als Geisel nehmen können? Überall, wo sie angegriffen haben, hat es gewaltig an ausreichender Sicherheit gemangelt."
Natürlich kam die Rede auch darauf, dass er selbst in Zusammenhang mit den 1993er Anschlägen angeklagt worden war. "Dazu kann ich nicht viel sagen, da die Sache noch immer rechtshängig ist, aber mit dieser Fragerei lebe ich nun schon seit über zehn Jahren. Sehe ich denn wie ein Terrorist aus? Die einzige Entlastung, die mir vergönnt wurde, war mein TADA-Freispruch; das war eine große Erleichterung für mich und meine Familie, denn die Last, eines derart furchtbaren Verbrechens angeklagt zu sein, ist untragbar."
Wird er nun aufhören, Gandhigiri zu verbreiten? "Ich weiß nicht, ob Gandhigiri gegen diese mit moderner Artillerie ausgerüsteten Hi-Fi-Terroristen etwas ausrichten könnte. Deshalb gab es ja auch diese Szene in Lage Raho Munnabhai, wo Munna zweimal geohrfeigt wird und dann zurückschlägt mit dem Argument: Gandhi hat gesagt, wenn einer dich auf eine Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin - aber er hat nicht gesagt, was man tun soll, wenn man zweimal geohrfeigt wird."
Ich habe das Gefühl, dass diese Anschläge ein Ventil für Sanju sind, um seinen über all die Jahre angestauten Ärger und seine Wut auf die politischen Zustände und das System, die er bislang immer nur in sich reinfressen konnte, endlich rauszulassen...
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