Samstag, 16. Februar 2008

Hindustan Times 16.2.2008: Sanjay Dutt über seine Hochzeit

Hindustan Times, 16. Februar 2008

Sanjay Dutt über seine Hochzeit mit Manyata

Er steckt voller Überraschungen. Seine Hochzeit mit Dilnawaz Shaikh, genannt Manyata, machte unlängst Schlagzeilen in den Prime-Time-Nachrichten. Es ist die dritte Ehe des Schauspielers und seine Suche nach dem häuslichen Nirwana. Nun, da sich der Wirbel um seine Hochzeit gelegt hat, beantwortet Sanjay Dutt einige offene Fragen in einem Interview mit Nilufer Qureshi.


NQ: Wieso haben Sie am ersten Valentinstag nach Ihrer Hochzeit keine Pause eingelegt?

Sanjay: Das ging einfach nicht, ich muss jeden Tag arbeiten. Ich habe mir ein paar Tage frei genommen für die Hochzeit. Aber ich kann meine Produzenten nicht warten lassen. Ich muss meine Filmschulden abarbeiten und neue Projekte beginnen.

NQ: Was haben Sie Manyata geschenkt?

Sanjay (lacht): Bindung und Treue fürs Leben.

NQ: Was halten Sie von der Institution Ehe?

Sanjay: Sie gibt mir ein Gefühl der Sesshaftigkeit, zu jemandem zu gehören. (Lacht) Ehe ist wundervoll. Ehrlich, ich habe immer an die Institution Ehe geglaubt. Ich bin 48, ich bin reifer und verantwortungsbewusster geworden. Das Leben kann sehr einsam sein ohne einen Gefährten... einen Partner... eine Ehefrau. Ich wusste vom ersten Augenblick an, dass Manyata die Richtige für mich ist. Ich denke, jeder Mann sollte in dem Moment heiraten, wo er das Gefühl hat, die richtige Partnerin gefunden zu haben.

NQ: Würden Sie sagen, dass Sie verliebt sind?

Sanjay: Ja, ich bin verliebt... ohne jeden Zweifel. Wie können Sie das überhaupt fragen? Für mich ist Liebe nicht länger eine Sache von Blumen und Pralinen. Ich bin kein Teenager, der die erste Liebe erlebt. Liebe hat für mich heute eine andere Bedeutung. Ich möchte, dass meine Frau meine Launen und mein Schweigen versteht. Allein die Tatsache, dass sie für mich da ist, ist mehr als genug. Manyata hat weder versucht, mich zu verändern, noch verlangt sie besondere Aufmerksamkeit. Sie ist still und sehr hilfreich. Sie stand wie ein Felsen zu mir in meinen schwierigen Tagen.

NQ: Hat die Hochzeit ihre Beziehung zu Manyata irgendwie verändert?

Sanjay: Nein. Warum sollte sie? Aber ja, ich bin jetzt viel entspannter und mehr in Frieden mit mir selbst. Im Grunde bin ich sowieso nicht der Partytyp, der jeden Abend ausgehen muss. Ich hänge lieber mit meinen Freunden zu Hause rum. Manyata ist wie ich, auch sie liebt es, zu Hause zu sein. Wir haben die gleichen Interessen. Nach einem harten Arbeitstag ist es ein großartiges Gefühl, zu deiner Frau nach Hause zu kommen.

NQ: Warum haben Sie Ihre Schwestern nicht zu der Hochzeit eingeladen?

Sanjay: Ich hatte sie eingeladen. Aber jetzt ist alles zwischen uns ausgeräumt und alles ist okay. Ich habe immer gesagt, dass meine Schwestern die Welt für mich bedeuten, und so wird es auch immer sein. Ich weiß, dass sie immer für mich da sein werden, und sie wissen, dass ich für sie da sein werde. Wir haben einander immer die Hand gehalten, durch jede Krise hindurch.

NQ: Haben Sie mit Ihrer Tochter Trishala in New York gesprochen nach der Hochzeit?

Sanjay: Ja, habe ich. Es geht ihr gut. Sie war immer damit einverstanden, dass ich wieder heirate, deshalb weiß ich nicht, warum die Medien den Eindruck erwecken wollen, sie sei bestürzt. Welche Tochter wünscht sich nicht, dass ihr Dad glücklich ist?

NQ: Ist es wahr, dass Manyata schwanger ist?

Sanjay (lacht): Ich habe verschiedene Berichte gelesen, dass sie ein Kind erwartet. Ich kann nur sagen, dass die Medien in diesem Punkt mehr wissen als wir. Glauben Sie mir, an diesem Gerücht ist nichts wahr.

NQ: Möchten Sie denn Kinder haben?

Sanjay: Immer mit der Ruhe – wir sind jetzt gerade mal drei, vier Tage verheiratet. Im Moment nehmen wir beide jeden Tag, wie er kommt. Der Rest liegt in Gottes Hand.

NQ: Wie läuft es mit Ihrem Filmproduktionshaus?

Sanjay: Sanjay Dutt Productions wird Anfang nächsten Jahres loslegen. Im Moment bin ich dabei, die Filme zu planen, die das Banner produzieren wird. Ich möchte Filme machen, an die ich glaube. Ich möchte für meine Art von Filmen nicht von anderen Produzenten abhängig sein. Ich habe bereits ein paar Regisseure unter Vertrag genommen. Einige Projekte sind bereits verabschiedet, lediglich das Casting steht noch aus.

NQ: Werden Sie in den Filmen spielen, die Sie produzieren?

Sanjay: Nicht in allen. In manchen Projekten werde ich nicht gebraucht. Ich mache keine Filme, um mir selber einen Neustart als Schauspieler zu verschaffen.

NQ: Offenbar haben Sie derzeit für 27 Filme zugesagt?

Sanjay (grinst): Unsinn. Ich weiß, welche Filme ich mache. Und 27 sind es ganz bestimmt nicht. Überhaupt, was gilt es, wie viele Filme ich mache? Die Quantität war niemals von Bedeutung. Es gab auch Zeiten, wo ich zu Hause saß und gar nichts machte. Ich will mich gut fühlen bei der Arbeit.

NQ: Welches ist das seltsamste Gerücht, das Sie in den letzten paar Tagen gehört haben?

Sanjay: Dass meine Hochzeit mit Manyata nicht legal sei. Kann mir jemand das bitte erklären? Wir haben in einer ordentlichen Zeremonie geheiratet. Wir haben das vor niemandem verborgen gehalten. Die Medien haben Fotos davon, wir haben darüber gesprochen. Wo also liegt das Problem?

NQ: Glauben Sie noch immer an Ihre Freunde?

Sanjay: Ja, ich weiß genau, wer meine Freunde sind und wer zu mir stehen wird. Oft lasse ich mich von meinen Gefühlen übermannen, aber das ist okay. Im Gegensatz zur allgemeinen Medienansicht bin ich ganz Herz. Ich mag Nerven aus Stahl haben, aber mein Herz ist am rechten Fleck. Auch wenn’s weh tut, ich zeige meine Tränen nicht. Ich bin oft getäuscht und verladen worden, aber chalo... jaane do, ich will deswegen nicht verbittert sein. Ich habe lediglich aufgehört, gewissen Leuten zu trauen.

(Nilufer Qureshi; Deutsch von Diwali)

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