Sonntag, 18. Juli 2010

Excerpts from Sanjay Dutt's interview in Kahiye Janab

Kahiye Janab (Spicezee), 17. Juli 2010

Death of my mom was the biggest loss for me: Sanjay Dutt

Bollywoods Original-Recke Sanjay Dutt hat schon immer Schlagzeilen gemacht, positive wie negative. Der Schauspieler, der in seinem Leben mehrere schlechte Zeiten durchlebt hat, ist ein geborener Überlebenskünstler, der sich von Widrigkeiten nie unterkriegen ließ.

In einem exklusiven Interview mit Swati Chaturvedi von Spicezee.com in ihrem Programm Kahiye Janab berichtet Sanjay Dutt aus seinem turbulenten Leben. In lockerem Plauderton spricht Sanjay über seine Bollywood-Zeit, seine politische Karriere, seine Frau Maanayata, sein Baby, das bald zur Welt kommen wird, und natürlich auch über seine Tochter Trishala.



Swati: Sanjay, Sie haben Höhen und Tiefen durchlebt. Und verglichen mit anderen Berühmtheiten der Industrie waren Sie das am meisten gepeinigte Kind des Schicksals. Können Sie uns erzählen, was Sie gelernt haben? Was haben Sie verloren, und was gefunden?

Sanjay: In jedem Leben gibt es Höhen und Tiefen. Auch ich hatte meinen Anteil an guten und an schlechten Zeiten. Aber ja, ich habe von Anfang an viel Leid erlebt. Ich erinnere mich noch an die Premiere meines ersten Films Rocky; die ganze Euphorie über den Film war verflogen, nachdem nur vier Tage zuvor meine Mutter verstorben war. Der Tod meiner Mutter zu diesem Zeitpunkt war der größte Verlust für mich, er verfolgt mich bis heute. Außerdem habe ich eine Drogenphase, Gefängnis und Gerichtsverhandlungen durchlebt, die mein Leben noch elender gemacht haben. Aber ich gab niemals auf in diesen schwierigen Zeiten und habe alles auf mich genommen und überstanden, denn ich war überzeugt: Wenn du imstande bist, dich einem Problem zu stellen, dann wirst du am Ende an Stärke gewinnen und mehr geerdet sein.

Swati: Sie waren fast so etwas wie ein Muttersöhnchen. Sie verfielen den Drogen, nachdem Nargisji gestorben war. Wir haben Sie dieses Trauma überwunden, und welche Rolle hat Ihre Familie dabei gespielt, alles wieder auf die Reihe zu bekommen?

Sanjay: Nun, Dutt saab und meine beiden Schwestern waren tief getroffen durch den Krebstod meiner Mom. Ich stand Mom sehr nahe, und als sie starb, wurde ich beinahe depressiv. Und dann verfiel ich den Drogen, was ich bis heute am meisten bereue. Meine Familie hat mich von Anfang an sehr unterstützt. Dutt saab, der selbst noch in Trauer war, hat sich wirklich sehr um mich gekümmert. Ich will mich nicht daran erinnern, das waren wirklich die furchtbarsten Zeiten meines Lebens.

Swati: Einst wurden Sie als Terrorist bezeichnet. Aber im Widerspruch dazu haben Sie durch Ihre liebenswerte Filmfigur Munnabhai die Lehren Gandhis vertreten. Ihre Stellungnahme dazu?

Sanjay: Was das Etikett des Terroristen betrifft: Ich glaube nicht, dass irgendjemand in Indien auch nur ein Mitglied des Dutt-Familie einer Verbindung mit Terrorismus bezichtigen kann. Ich schätze und danke dem ehrenwerten Supreme Court, dass er meinen Freispruch für rechtskräftig erklärt und all jene falschen Berichte und Implikationen abgewiesen hat. Ich erinnere mich noch genau an jene Anhörung, als ich im Gerichtssaal stand und der ehrenwerte Richter alle Anschuldigungen widerlegte und erklärte, dass ich nie ein Terrorist war.

Swati: Bitte erzählen Sie uns über den liebenswerten Munnabhai, der mit seiner unbekümmert-coolen Art eine ganze Generation buchstäblich verwandelt hat. Was hat Sie beeinflusst, diese Rolle anzunehmen?

Sanjay: Als Raju Hrani und Vidhu Vinod Chopra dieses Projekt planten, wusste ich sofort, dass das bei den Massen ein Riesenhit werden würde. So eine Story, die jedermann anspricht und Millionen von Leben zu berühren imstande ist, erlebt man nur selten. Ich war bereit, die Rolle zu spielen, in dem Moment, als ich sie las. Aber wenn wir schon von Beeinflussungen reden: Mein Vater war ein glühender Gandhianer. Als Kinder wurden uns die Werte und Lehren Gandhis beigebracht; und sie wurden uns eingeflößt von dem Augenblick an, als unsere Schulbildung begann. Aber als Jugendlicher und Erwachsener, muss ich gestehen, hatte ich Gandhijis Werte und Predigten vergessen. Dieser Film hat mir geholfen, die wichtigsten Prinzipien und Gedanken Gandhis zu verstehen und zu lernen.

Swati: In Ihrem neuen Film Lamhaa geht es um Terrorismus in Kashmir. Was sagen Sie zu der wachsenden Bedrohung durch Naxalismus, Terroristen und Ultragruppen im Nordosten?

Sanjay: Das sind in der Tat traurige Zustände. Ich bin wirklich nur ein geringer Mensch, um etwas zu so großen Themen zu sagen, die auf der Stelle in Ordnung gebracht werden müssen. Aber ich verstehe, dass so etwas nicht so leicht zu lösen ist. Wie eben in Kashmir; die Menschen dort leben in ständiger Furcht. Die Geschichte meines neuen Films Lamhaa erzählt auch, wie die schuldlosen Bürger dieses Staates ihr Leben bestreiten, während sie rund um die Uhr von Sicherheitswachen umgeben und ständiger Bedrohung durch irgendwo lauernde Terroristen ausgesetzt sind.

Swati: Ihr Vater war Hindu, während Ihre Mutter Muslimin war. Haben Sie jemals die Notwendigkeit gefühlt, jemandem Ihre Identität zu beweisen?

Sanjay: Sehen Sie, es kommt alles darauf an, wie man erzogen wird. Die Werte, die meine Eltern mich gelehrt haben, basierten in hohem Maße auf dem Prinzip der Menschlichkeit und hatten weniger mit dem Predigen von Lehren einer spezifischen Religion zu tun. Wir haben im Tempel und in der Moschee mit der gleichen Leidenschaft gebetet. Und was irgendwelches Beweisen meiner Identität betrifft, so möchte ich sagen, dass, durch die Gnade des Allmächtigen, die Menschen mich immer so geliebt haben, wie ich bin. Jeder kann mich treffen, mit mir reden und mich berühren, anders als bei den meisten anderen Schauspielern hier; also kam die Notwendigkeit, etwas zu beweisen oder nicht zu beweisen, für mich niemals auf. Ich rede mit Ihnen wie jeder andere auch, und genau so gehe ich mit jedem um, der mit mir in Kontakt kommt.

Swati: Hatten Sie jemals das Gefühl, dass Ihre politische Laufbahn die Gefühle Ihrer Familie verletzen könnte?

Sanjay: Also zuallererst: Ich bin kein Politiker. Zweitens: Wäre mein Vater noch am Leben, dann wäre das niemals passiert. Drittens: Priya ist eine fantastische Politikerin. Sie macht einen fabalhaften Job in ihrem Wahlkreis. Und schließlich: Ich war niemals Anhänger der Samajwadi Party. Ich war dort nur für meinen Freund Amar Singh. Er ist wie ein Bruder für mich. Der Mann hat mich in der schlimmsten Phase meines Lebens unterstützt, und ich schulde ihm eine Menge. Deshalb musste ich einfach für ihn da sein, als er krank wurde. Er hat damals buchstäblich Blut erbrochen, und ich fühlte eine moralische Verantwortung, mich um ihn zu kümmern und als Freund bei ihm zu sein.

Swati: Sie werden bald noch einmal Vater werden. Was ist das für ein Gefühl, und welche Rolle in Ihrem Leben spielt Maanayata?

Sanjay: Es ist ein großartiges Gefühl. Maanayata ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens, und ich bin glücklich, dass wir verheiratet und zusammen sind. Sie ist wie ein Anker in meinem Leben. Ich freue mich wahnsinnig auf dieses Baby, und ich sehne mich danach, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen und wirklich mit ihnen zu wachsen, was ich mit Trishala ja leider niemals konnte.

Swati: Bitte erzählen Sie uns mehr über Trishala. Wie hat sie die jüngsten Entwicklungen aufgenommen?

Sanjay: Nun, sie hatte anfangs ihre Bedenken, aber sie ist sehr verständnisvoll. Ich habe es wirklich vermisst, Zeit mit ihr zu verbringen in den Jahren, als sie heranwuchs. Ich habe vor Gericht um mein Elternrecht für sie gekämpft, und mir wurde die Genehmigung verwehrt, an Eltern-Lehrer-Gesprächen teilzunehmen, als sie zur Schule und aufs College ging. Das tut verdammt weh, und ich denke, sie versteht den Schmerz eines leidenden Vaters, der der Liebe seines Kindes beraubt wird. Aber jetzt ist auch sie glücklich über das neue Baby, und ich bin heute der glücklichste Mensch auf Erden.

Swati: Sie sagen, Sie sind jetzt glücklich. Sicherlich ein hart verdientes Glück. Wenn Sie jetzt zurückblicken, würden Sie dies als den zufriedensten Moment Ihres Lebens bezeichnen?

Sanjay: Sehen Sie, ich kann nicht sagen, dass dies der zufriedenste Moment meines Lebens ist. Ich habe viele schlechte Zeiten erlebt. Ich habe gelernt und weitergemacht. Selbst die Zeit im Gefängnis betrachte ich als Lektion.

Swati: Sanjay, es klingt vielleicht etwas peinlich, aber wie war Ihre Zeit im Gefängnis? Wie ist das, eingesperrt zu sein?

Sanjay (lächelt): Wenn ich Sie jetzt hier in diesem Raum einsperren würde, dann würden Sie selbst mit all den Annehmlichkeiten des Lebens wohl keine zwei Monate überstehen. Es war der schlimmste Moment meines Lebens. Lassen Sie es mich einfach so sagen: Gefängnis ist nicht gerade das Beste im Leben.

Swati: Wann kommt Munnabhai 3?

Sanjay: Das Drehbuch ist in Arbeit, und es wird wirklich fantastisch. Schon bald werden die Menschen erfahren, wie es heißen wird; lassen Sie mich jetzt nur sagen, dass es definitiv nicht Munnabhai Chale Amerika sein wird.

Swati: Welchen Schauspieler in Bollywood verehren Sie?

Sanjay: Persönlich bewundere ich Amitji. Er hat eine großartige Persönlichkeit. Ich hatte ein paar Gelegenheiten, mit ihm zu arbeiten, und es war stets das reinste Vergnügen.

(Swati Chaturvedi; adapted by: Bikas Bhagat; Deutsch von Diwali)

Freitag, 16. Juli 2010

Sanjay's fans in Germany donate USD 650 to SUPPORT

Sanjay Dutt ist bekanntermaßen ein Unterstützer der NGO SUPPORT (Society Undertaking Poor People's Onus for Rehabilitation) in Mumbai, die sich der Rehabilitation alkohol- und drogensüchtiger Straßenkinder widmet. Die Kinder bekommen ein Obdach, werden entgiftet, betreut und ins Leben (zurück)geführt. Sie erhalten Unterricht und später, wenn sie groß sind, Hilfe bei der Jobsuche. Bei Kindern, die von zu Hause abgehauen sind, wird außerdem versucht, sie wieder mit ihren Familien zusammenzubringen.

Als ehemaliger Drogensüchtiger, der es Mitte der 80er Jahre geschafft hat, von dem Teufelszeug wegzukommen, kennt Sanjay die Probleme und Traumata dieser Kinder nur zu gut. Abgesehen von Geldspenden oder Benefizveranstaltungen bringt sich Sanjay auch persönlich ein, führt Einzel- und Gruppengespräche mit den Kindern, um sie dazu zu animieren, die Drogen aufzugeben, etwas zu lernen und den Schritt in ein neues Leben zu schaffen.

Um Sanjay Dutt und SUPPORT in ihren Bemühungen für diese Kinder zu unterstützen, haben Sanjays Fans in Deutschland erneut eine Spendenaktion ins Leben gerufen und dabei insgesamt 500 Euro gesammelt und an SUPPORT überwiesen. Diese Spende ist zugleich ein symbolisches Geburtstagsgeschenk seiner Fans für Sanjay zu seinem 51. Geburtstag am 29. Juli.

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Sanjay Dutt is known to be a genuine supporter of the NGO SUPPORT (Society Undertaking Poor People's Onus for Rehabilitation) in Mumbai which takes care for drug-addicted street children. As the NGO's Executive Director Sujata Ganega describes it on SUPPORT's website, "If there can be one word to summarise the work of SUPPORT, it is transformation. It is all about transforming the children into normal citizens from their high-risk lifestyle on the streets. Motivating and guiding them to give up their life of substance use, risky sexual behaviour and exploitation on the streets, to a normal childhood of fun and learning. Wherever possible, the children are reunited with their families. If this is not possible, they will remain with the SUPPORT family till they are capable of leading an independant life."

Having once been a drug addict himself, Sanjay knows about the traumata these children are facing, so he makes not only financial contributions but also involves himself, talking to the addicts and helping them gaining the courage to fight their problems and start a new life.

To support Sanjay and SUPPORT in their good work, Sanjay's fans in Germany again made a collection and this time could donate € 500 (USD 650) to SUPPORT. It's also meant as a birthday present from his fans for Sanjay who's going to become 51 on July 29.

Freitag, 9. Juli 2010

Sanjay Dutt: Rediff-Interview, Teil 2

Das nachfolgende Interview ist eine Fortsetzung dieses Interviews von Sanjay Dutt für Rediff; dieser zweite Teil wurde am 7. Juli publiziert.

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Er ist das Sinnbild für 'cool'. Mit 50 rockt er noch immer auf der Leinwand, und jetzt, vor der Premiere seines neuesten Filmes Lamhaa am 16. Juli, spricht Sanjay Dutt, der Bad Boy Bollywoods, in einem Interview mit rediff.com offen über seine Karriere und Persönlichkeit und gibt den Jüngeren gute Ratschläge.



Syed: Wenn Sie kein Schauspieler wären und einen normalen Beruf ergreifen könnten, was wäre das dann und warum?

Sanjay: Dann wäre ich ein Pilot. Ich wollte schon immer die Welt bereisen.

Syed: Was ist die Goldene Regel der Unterhaltungsbranche und, noch genauer, der indischen Filmindustrie?

Sanjay: Sei bodenständig und bescheiden. Flieg nicht zu hoch.

Syed: Sie genießen den Ruf, ein sehr treuer Freund zu sein in einer für ihre Heimtücke bekannte Industrie. Wenn Sie betrogen werden, können Sie dann leicht vergeben und vergessen?

Sanjay: Ja, das kann ich.

Syed: Wie hat die Ehe Sie als Mensch verändert?

Sanjay: Eine Ehe macht dich verantwortungsbewusster, aber sie kann dich nicht als Mensch verändern. Du lebst nicht für dich selbst, du musst für deine Familie leben – das ist die Verantwortung, die du bei einer Eheschließung übernimmst.

Syed: Ihre Empfehlung für Junggesellen, die den Bund der Ehe nicht eingehen wollen?

Sanjay: Die Ehe ist eine schöne Institution. Ich empfehle niemandem, mit 21 oder 22 zu heiraten. Mit 28, 29 ist man im richtigen Alter. Man muss diese Entwicklungsphase vom Teenager zum jungen Erwachsenen durchlaufen. Nie überstürzt heiraten, denn eine Ehe ist eine Verpflichtung fürs Leben. Man muss sich verpflichten und viele Opfer bringen. Wenn einer der beiden diese Opfer nicht mehr bringen will, dann wird die Ehe nicht halten.

Syed: Sie haben also Ihr Partyleben völlig aufgegeben?

Sanjay: Das ist vorbei, das habe ich mein Leben lang getan. Wozu sich bis vier Uhr morgens Rave und Wave anhören?

Syed: Woher kommt das?

Sanjay: Ich habe kein Verlangen danach.

Syed: Wie bewahren Sie sich Ihr Aussehen?

Sanjay: Ich trainiere – gehe ins Fitnessstudio und halte Diät.

Syed: Wie sieht Ihre Diät aus?

Sanjay: Hauptsächlich Salat, gedünsteter Fisch und gedünstetes Gemüse.

Syed: Und wie trainieren Sie?

Sanjay: Morgens Konditionstraining und abends Gewichte.

Syed: Wie ist Ihr persönlicher Sinn für Stil?

Sanjay: Ich bin ein einfacher Typ. Weißes Hemd und Jeans.

Syed: Wie schaffen Sie es, ständig stilvoll auszusehen?

Sanjay: Das weiß ich nicht. Die Frage sollte jemand anders beantworten.

Syed: Schockieren Ihre Fans Sie auch mal?

Sanjay: Ja, in Kashmir ist mir einer mal vors Auto gesprungen, weil er mich kennenlernen wollte. Er wurde weggeführt und tauchte dann beim Dreh erneut auf. Ich habe mich mit ihm getroffen und ihm gesagt, dass es so etwas nicht tun sollte – das Sicherheitspersonal hätte ihn erschießen können!

Syed: Wer ist Ihrer Meinung nach der bestaussehende Schauspieler in Bollywood?

Sanjay: Ranbir Kapoor.

Syed: Wenn Ihr Leben verfilmt würde, wen von den heutigen jungen Schauspielern würden Sie dann gerne in der Hauptrolle, also als Sanjay Dutt, sehen?

Sanjay: Auch hier: Ranbir Kapoor. Ich weiß nicht, ich fühle mich mit ihm verbunden – als Kind habe ich genau wie er ausgesehen. (lacht)

Syed: Könnten Sie mit jemandem für eine Woche tauschen, wer wäre das dann und warum?

Sanjay: Eine Woche ist zu wenig.

Syed: Okay, wenn Sie komplett eine andere berühmte Persönlichkeit sein könnten?

Sanjay: Ich hätte nichts dagegen, Ambanisaab zu sein.

Syed: Dhirubhai Ambani?

Sanjay: Dhirubhai oder Mukeshbhai oder Anilbhai, mit all ihrem Geld, yaar. (lächelt)

Syed: Spielt Geld in dieser Phase Ihres Lebens noch eine Rolle für Sie? Sind Sie noch immer ein Geldverschwender?

Sanjay: Ich bin ein Geldverschwender, aber Geld ist ein wichtiger Faktor im Leben. Wenn du soviel Geld hast (wie die Ambanis), dann kannst du dich zurücklehnen. Dann würde ich keine fünf, sechs Filme pro Jahr machen.

Syed: Sie waren einmal berühmt dafür, viel von Ihrem Geld an Bedürftige zu geben. Machen Sie das noch immer?

Sanjay: Ja, nach wie vor. Wäre ich Mukeshbhai, dann würde ich Rs 1000 crore allein für Charity zur Verfügung stellen.

Syed: Wird Ihre Großzügigkeit nicht auch mal ausgenutzt? Haben Sie nicht ab und zu das Gefühl, dass nicht alle Fälle echt sind und dass viele Sie womöglich belügen?

Sanjay: Es sind Lügner dabei. Aber was soll man machen? Selbst wenn sie lügen, du spendest das Geld. Gott wird schon ein Auge auf sie haben.

Syed: Haben Sie irgendwann in Ihrem Leben auch mal finanzielle Probleme erlebt oder ist Ihnen das Geld ausgegangen?

Sanjay: Ja, das ist mir oft passiert, bevor es Kreditkarten gab. Wenn mich Menschen um Geld baten, habe ich ihnen gegeben, was ich in der Tasche hatte. Später, wenn ich in einem Restaurant aß, habe ich dann immer gemerkt, dass mir das Geld ausgegangen war und ich so um die 200, 300 Rupien zu wenig in der Tasche hatte, und musste die Besitzer bitten, später bezahlen zu dürfen.

Syed: War Ihnen das unangenehm?

Sanjay: Nein, niemals. Was ist daran falsch, yaar, 200 Rupien zu wenig in der Tasche zu haben? Ich habe den Besitzern dann eben gesagt, ich würde das Geld am nächsten Tag schicken, und alles war okay. (lacht)

Syed: Was raten Sie den jungen Menschen von heute?

Sanjay: Es wird Niederlagen geben, und es wird Zeiten geben, in denen ihr gewinnt. Die Zeiten in eurem Leben, in denen ihr scheitert, sind die, in denen ihr auf euch aufpassen müsst. Geht immer vorwärts, macht immer weiter – ihr müsst kämpfen und dürft niemals aufgeben.

Syed: Irgendwelche Hobbys, denen Sie in Ihrer Freizeit nachgehen?

Sanjay: Ich mag Musik.

Syed: Der am häufigsten gespielte Song auf Ihrem iPod?

Sanjay: Black Magic Woman.

Syed: Ihre Lieblingsküche?

Sanjay: Steaks. Nein, streichen Sie das. Chinesisch.

Syed: Ihr Lieblingsgetränk?

Sanjay: Alkoholisch oder nicht-alkoholisch?

Syed: Alkoholisch?

Sanjay: Rotwein.

Syed: Und nicht-alkoholisch?

Sanjay: Wassermelonensaft.

Syed: Sie hängen wo gerne rum?

Sanjay: In meinem Haus.

Syed: Ihr Lieblingsfilm aller Zeiten?

Sanjay: Al Pacinos Scarface. Eine großartige Story über Beziehungen; eine Lektion darüber, was Drogen aus einem Menschen machen können.

Syed: Ihr Lieblingsbuch?

Sanjay: A Stone For Danny Fisher von Harold Robbins.

Syed: Ihr bevorzugtes Reiseziel?

Sanjay: England.

Syed: Ihre größte Indulgenz?

Sanjay: Ich habe keine.
(Anm.d.Übers.: "indulgence" hat mehrere Bedeutungen, von Schwäche über Nachsicht und Milde bis zu Genuss und Luxus. Schwer zu sagen, wonach genau Syed Sanjay da gefragt hat.)

Syed: Ihre größte Herausforderung?

Sanjay: Immer noch bessere Filme zu machen.

Syed: Ihre Vorstellung von einem perfekten Tag?

Sanjay: 18 Grad mit Sonnenschein.

Syed: Ihre Leidenschaft?

Sanjay: Meine Arbeit.

Syed: Leiden Sie an irgendwelchen Phobien?

Sanjay: Nein, keine.

Syed: Sie können das Haus nicht verlassen ohne...

Sanjay: Ein Bad!

Syed: Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Sanjay: Musik hören, zu Hause sitzen und Zeit mit Freunden verbringen.

Syed: Ein paar Dinge, die Sie gerne tun möchten, bevor Sie sterben?

Sanjay: Menschen helfen, Gutes tun und bei Naturkatastrophen zur Verfügung stehen. Das ist das Beste, was du für dein Karma tun kannst.

(Syed Firdaus Ashraf; Deutsch von Diwali)

Montag, 28. Juni 2010

Sanjay Dutt Gets Candid

Sampurn Wire, 28. Juni 2010


Subhash: Sanjay, wie ist das Leben zu dir?

Sanjay: Könnte nicht besser sein. Ich bin glücklich in meiner Ehe, mit meiner Karriere und mit der Handvoll Freunde, denen ich vertrauen kann. Ich kann sie an den Fingern meiner Hände abzählen.

Subhash: Was halten Sie davon, dass Ihr Mentor Amar Singh jetzt Filmschauspieler wird?

Sanjay: Er ist ziemlich gut in allem, was er macht. Und er steht auf Filme.

Subhash: Rückblickend: Meinen Sie, dass es ein Fehler war, in die Politik zu gehen?

Sanjay: Ich bin nicht in die Politik gegangen. Ich tat, was mir möglich war, um Amar Singhji zu helfen. Damals war mir nicht klar, dass es die falsche Partei war (Samajwadi). Ihm auch nicht. Jetzt hat er seine nicht-politische Organisation gestartet. Ich hatte es nicht wegen der Politik getan, sondern für Amar Singhji. Und das werde ich auch weiterhin tun mit allem, was von mir gefordert wird. Menschen zu helfen war immer meine oberste Priorität. Auch während des Wahlkampfs für die Samajwadi-Partei habe ich mich in erster Linie um Amar Singhji gekümmert, der sehr krank war. Ich war mehr um ihn besorgt als die Partei, als er seine Krankheit durchlitt und dennoch für die Partei da war. Und jetzt schauen Sie, was die Partei für ihn getan hat. Ich bin froh, dass er sich von ihr getrennt hat.

Subhash: Sie selber sind ja auch oft genug betrogen worden?

Sanjay: Und das habe ich auch Amar Singhji erzählt, als seine Partei ihn fallengelassen hat. Ich sagte ihm, dies sei eine gottgesandte Gelegenheit, zu erfahren, wer seine wahren Freunde sind.

Subhash: Ihre Loyalität zu Amar Singh bleibt unverändert?

Sanjay: Für mich ist er mehr Familie als Politiker. Er war immer für mich da in meinen schlechten Zeiten. Dafür respektiere ich ihn. Ich stehe bedingungslos zu ihm. Er wird sehr missverstanden, und selbst seine politische Partei hat mit ihm Schindluder getrieben.

Subhash: Wie können Sie ihn jetzt so oft treffen?

Sanjay: Er kommt nicht so oft nach Mumbai. Aber ich besuche ihn in Delhi und in Lucknow.

Subhash: Ihr Dad Sunil Dutt war ein fabelhafter Politiker. Meinen Sie, dass Politik Ihr Ding ist?

Sanjay: Wie gesagt, ich habe es für meinen Bruder getan. Ansonsten ist die Politik nicht meine Bühne. Auch mein Vater war nicht wirklich ein Politiker. Er wollte helfen, eine Veränderung herbeizuführen. Wenn er eine Aufgabe übernahm, dann hat er sie durchgeführt bis zum Ende. Er hat Hockey in großen Rahmem gefördert. Ich finde, er war eher ein Sozialarbeiter. Die Politik war lediglich eine Plattform für ihn, um an die Mittel dafür zu gelangen. Vielleicht haben Sie Recht. Ich bin mehr aus emotionalen als aus praktischen Gründen in die Politik gegangen.

Subhash: Hat Ihre Karriere unter der Politik gelitten?

Sanjay: Überhaupt nicht. All The Best lief gut, und der kam, nachdem ich mich mit Amar Singhji zusammengetan hatte. Blue hat das Budget gesprengt.

Subhash: Warum machen Sie keinen richtiggehenden Action-Film?

Sanjay: Ich finde, die Action-Filme stecken in diesem Land gerade in einer Krise. Wir müssen das Action-Level in Filmen wie Iron Man und Avatar erreichen. Leider hat unser Kino keinen internationalen Markt. Ich frage mich, warum. Wenn chinesische und koreanische Filme einen globalen Markt haben können, warum dann nicht auch wir? Ich denke, wir müssen unsere Art des Filmemachens ändern für das weltweite Marketing.

Subhash: Sie gehen jetzt auch unter die Filmproduzenten?

Sanjay: Ja, das Ganze hat sich verzögert wegen der Rezession. Ich will keinen Film mit einem kleinen Budget machen. Mein erster Film muss einer im großen Format sein. Ich denke, mein Film mit David Dhawan wird die erste Sanjay Dutt Production werden. Aber lassen Sie erst die Industrie sich erholen. In meiner 30-jährigen Karriere habe ich niemals so schlechte Zeiten in der Industrie erlebt.

Subhash: Sind Sie glücklich?

Sanjay: Sehr glücklich. Es waren dreißig erfüllte Jahre. Aber es hat sich so viel verändert in der Industrie. Ich habe Glück, dass ich überlebt habe.

Subhash: In persönlicher Hinsicht?

Sanjay: Oh, ich bin sehr glücklich. Meine Frau Maanayata kümmert sich wirklich gut um mich.

Subhash: Und Ihre Beziehung zu Ihren Schwestern?

Sanjay: Perfekt. Jede Familie hat ihre Höhen und Tiefen. Unsere Differenzen machten Schlagzeilen, weil wir die Dutts sind. In jeder Familie gibt es mal Streitereien. Aber wir können uns niemals entzweien. Wir sind vom gleichen Blut.

Subhash: Etwas, das Sie wirklich möchten?

Sanjay: Alles, was ich wirklich möchte, ist Freiheit. Ich brauche nur diesen einen Satz vom Gesetz: 'Sie sind frei.' Jeden Tag bete ich darum, frei zu sein. Ansonsten ist alles bestens; ich bin wieder am Trainieren, und ich bin wieder in Form. Ich trinke keinen Tropfen.

(Subhash K Jha/Deutsch von Diwali)

Sanjay Dutt: Rediff-Interview, Teil 1

Rediff, 22. Juni 2010

Sanjay Dutt zu treffen ist keine leichte Aufgabe, haben meine Filmjournalistenfreunde mich gewarnt. "Der kommt nie zu einem Interview", sagte einer. Ein anderer fügte hinzu, er würde nur mit Ja oder Nein antworten.

Mit einem solch negativen Feedback gingen mein Kollege Hitesh Harisinghani und ich los, um ihn zu interviewen. Wir warteten fünf Stunden, dann wurde uns gesagt, dass er an diesem Tag nicht kommen würde. Am nächsten Tag könne das Interview stattfinden.

Das Interview war wichtig, da er der einzige große Star in dem Film Lamhaa ist, der am 16. Juli herauskommen wird.

Am zweiten Tag tauchte Dutt zwar auf, hatte jedoch bereits zehn Interviews gegeben und war zu müde, um noch mehr Fragen zu beantworten. Können wir uns morgen treffen, dann werde ich in der richtigen geistigen Verfassung dafür sein, sagte er zu uns. Nach vier Stunden Wartezeit an diesem Tag hatten wir keine andere Wahl, als zuzustimmen.


Am dritten Tag kam Dutt nur 30 Minuten zu spät, aber er machte die zwei Tage Warten der Mühe wert. Ausschnitte:


Syed: Ist es wahr, dass Sie sehr liebevolle Kindheitserinnerungen an Kashmir haben?

Sanjay: Ja, ich habe meinen ersten Film Rocky dort gedreht. Davor hatte mein Vater (der verstorbene Sunil Dutt) uns immer zu seinen Dreharbeiten nach Kashmir mitgenommen. Mein Dad pflegte diese Dreharbeiten in den Sommer zu verlegen, so dass wir Kinder gemeinsam in Kashmir sein konnten. Deshalb habe ich viele Erinnerungen.

Syed: Nach Mission Kashmir haben Sie nun einen weiteren Film über Kashmir gemacht. Was macht Kashmir so besonders für Sie?

Sanjay: Es ist ein schöner Ort. Es ist der Himmel auf Erden. Es ist das Skript, das zu mir kam, das Kashmir erforderte. Ob Mission Kashmir oder Lamhaa, ich gehe wegen des Skripts hin.

Syed: In der Lamhaa-Promo gibt es einen Dialog: 'Kashmir ist der gefährlichste und der schönste Ort der Welt...'

Sanjay: Das sind die Turbulenzen und die Unsicherheit und all das, was man im Fernsehen sieht. Sie alle wissen, wie brisant dieser Ort geworden ist. Das ist es, was dieser Satz besagt.

Syed: Welche Rolle spielen Sie in dem Film?

Sanjay: Ich spiele einen Offizier vom militärischen Geheimdienst. Die höheren Autoritäten denken, dass ich der beste Mann bin, das Problem zu lösen, und deshalb werde ich nach Kashmir geschickt.

Syed: Wie war der Kontakt mit den Kashmiris?

Sanjay: Er war großartig. Wir waren 40 Tage lang dort. Wenn ich mit den Leuten redete, hatte ich das Gefühl, alles würde wieder normal. Die Leute kamen auf die Straßen. Viele junge Leute kamen, um bei den Dreharbeiten zuzuschauen. In den 1960ern, 1970ern und selbst in den 1980ern war das noch ein ganz normaler Anblick, aber jetzt nicht mehr. Ich spüre, dass die Menschen dort Frieden und Harmonie wollen.

Syed: Haben Sie während der Rocky-Dreharbeiten Freundschaften in Kashmir geschlossen? Und hatten Sie diesmal eine Gelegenheit, sie wiederzusehen?

Sanjay: O ja. Mein Fahrer bei Rocky war Amin. Es war so wunderbar, ihn wiederzusehen. Er ist so alt geworden. Er hat geweint, als er mich sah. So, ja, viele Erinnerungen.

Syed: Hatten Sie keine Angst um Ihr Leben während der Dreharbeiten in Kashmir?

Sanjay: Ich hatte keine Angst. Ich weiß, die meisten Menschen haben diesen Eindruck, dass es dort beängstigend ist. Aber man muss dort keine Angst haben. Du hast jede Menge Sicherheit, und die Menschen in Kashmir unterstützen dich, wovor also sollst du Angst haben? Ich möchte Jammu danken und dem Chief Minister von Kashmir, Omar Abdullah, und seinem Vater Farooqsaab, die uns ebenfalls unterstützt haben.

Syed: Was war Ihre Reaktion, als Ihr Freund, der Produzent Bunty Walia, mit diesem Skript zu Ihnen kam?

Sanjay: Ich liebte das Skript, und ich fühlte mich stolz darauf. Ich stellte ihm nur eine einzige Frage: Bist du sicher, dass du darüber einen Film machen willst? Er sagte, ja. Regisseur Rahul Dholakia hat eine Menge Recherchen durchgeführt; er hat sechs Monate lang in Kashmir gelebt, bevor er mit dem Drehen begann.

Syed: Gibt es eine Botschaft in Lamhaa?

Sanjay: Es ist die Botschaft des Friedens.

Syed: Viele Top-Schauspieler wie Shahrukh Khan oder Aamir Khan sind wählerisch geworden und machen nur einen oder zwei Filme pro Jahr, während Sie pro Jahr im Schnitt vier Filme machen. Was treibt Sie voran?

Sanjay: Filme sind meine Leidenschaft. Ich liebe gute Skripts, und ich mache sie.

Syed: In Ihrer Filmkarriere gab es viele Höhen und Tiefen. Auf vier Flops kommt ein großer Mega-Hit. Analysieren Sie, warum es mehr Fehlschläge gibt?

Sanjay: Es hängt vom Publikum ab. Ich glaube an einen Film und lege mein ganzes Herz in seine Entstehung. Läuft er gut, dann ist alles bestens; läuft er nicht, dann mache ich mir keinen Kopf darüber. Ich glaube an die Skripts, und ich kann nicht sagen, ich hätte nicht an das Skript geglaubt, wenn der Film floppt.

Syed: Meinen Sie nicht, Sie haben zu viele Filme nur deshalb gemacht, damit sie gemacht werden?

Sanjay: Doch, bei vielen Filmen ist alles ganz furchtbar schiefgelaufen.

Syed: Sind Sie niemals der Ansicht, dass Ihre Gutherzigkeit Ihrer Karriere geschadet hat, weil Sie Filme für Freunde machten und die dann nicht gut waren?

Sanjay: Doch, das denke ich schon, aber wenn ein Freund mich fragt, dann mache ich es. Es spielt keine Rolle.

Syed: Wer hat Sie gelehrt, dass Freunde das Wichtigste im Leben sind?

Sanjay: Du kannst keine 50 Freunde haben. Du kannst nur ein paar Freunde haben, auf die du dich verlassen kannst, und diese wenigen Freunde sind Millionen (Rupien) wert; so etwas kannst du nicht kaufen.

Syed: Woher hat Sanjay Dutt ein solch großes Herz?

Sanjay: Ich muss bereits mit einem großen Herzen zur Welt gekommen sein, yaar. Und auch deine Erziehung zählt.

Syed: Was bringt Sanjay Dutt dazu, niemals aufzugeben?

Sanjay: Ich bin in die Lawrence School in Sanawar gegangen. Unser Motto dort war: Gib niemals auf! Ich finde, es sollte nie in deinem Leben einen Augenblick geben, in dem du aufgibst. Du kannst nicht aufgeben. Du musst weitermachen, weiterkämpfen und vorwärtsgehen. Es ist wie ein Krieg. Wenn ein Battaillon in Bewegung ist, dann marschiert es die ganze Zeit über vorwärts. Die setzen sich nicht einfach hin und sagen, arre yaar, ho gaya (tja, es ist passiert). Man muss weitergehen. An dem Tag, an dem du sagst: bas, ho gaya, mere saath kyon ho rata hai (das war's, es ist passiert, warum passiert sowas mir?), hat alles keinen Sinn mehr. Wenn du das als eine Lektion annimmst und weitermachst, dann bist du der Sieger.

Syed: Erzählen Sie uns von Ihren schlechten Zeiten.

Sanjay: Man muss sich ihnen stellen. Wie lange kann man vor einem Problem davonlaufen? Wenn es ein Problem gibt, und du läufst davon, sechs Monate lang oder ein Jahr, dann ist das Problem deswegen immer noch nicht gelöst. Man muss sich dem Problem stellen und begreifen, welche Konsequenzen es hat. Lauf nicht davon!

Syed: Was verleiht Ihnen Kraft?

Sanjay: Mata Rani. Ich glaube an sie. Meine Freunde, meine Fans, sie lieben mich, so wie mein Vater und meine Mutter mich geliebt haben, und meine Familie. Da kommt Vieles zusammen.

Syed: Ist dieser Glaube an Mata Rani ein neues Phänomen?

Sanjay: Nein, ich war schon immer ein gottesfürchtiger Mensch. Ich bin säkular. Ich gehe in Dargahs, Tempel und Kirchen. Gott ist eins; ich glaube, dass er in uns lebt.

(Syed Firdaus Ashraf; Deutsch von Diwali)

Samstag, 26. Juni 2010

'I wanted to play my age' - Sanjay Dutt

Express News Service, 21. Juni 2010

Schon vor meinem Telefon-Interview mit Sanjay Dutt werde ich gebeten, keine 'persönlichen' oder politischen Anfragen loszulassen und nicht von seinem nächsten Film Lamhaa abzuweichen ("Er könnte dann durchaus einfach den Hörer auflegen und sich weigern, weiterzusprechen", warnt die PR). Ich verspreche, vorsichtig vorzugehen - schließlich passiert es ja nicht jeden Tag, dass Dutt zum Vorschein kommt, um seine Filme zu promoten.

Außerdem heißt es, dass der Schauspieler ein persönliches Interesse an Lamhaa hat, einem Film, dessen Fertigstellung eine ganze Weile gedauert hat. Unter der Regie von Rahul Dholakia (bekannt durch Parzania) spielt er darin den Geheimdienst-Offizier Vikram.

"Die Geschichte wird aus der Sicht der Kashmiris erzählt, nicht aus der der Regierung oder der Politiker", beginnt Dutt. Der Film wurde zu großen Teilen in Kashmir gedreht, mit einigen Szenen in Mumbai natürlich, und der Schauspieler ist ganz klar nostalgisch in Bezug auf das Tal. "Mein Vater hat oft in Kashmir gedreht, und als Kind durfte ich ihn damals begleiten; deshalb steht dieser Ort meinem Herzen sehr nahe", sagt er.

Die Produktion von Lamhaa hat bekanntlich über zwei Jahre gedauert.

Dutt gibt zu, dass, obwohl die Dreharbeiten innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen waren ("Die Arbeiten im Vorfeld dauerten eine Weile, und es gab Sicherheitsfragen in Kashmir"), dieses Projekt schwierig zu filmen war.

"Da wir an realen Schauplätzen drehten, hatten wir manchmal beängstigende Erlebnisse. Ich war in Lachaut, einem Sperrbezirk, was mir erst klar wurde, als jemand es mir sagte. Das war schon furchteinflößend", sagt Dutt und gibt zu, dass sein Schulfreund, Chief Minister Omar Abdullah, eine große Hilfe während der Dreharbeiten war.

Obwohl mehrere Situationen und Figuren in dem Film auf der realen Kashmir-Politik basieren, wurden die Macher des Filmes angewiesen, die Realitätskarte nicht zu ausgiebig auszuspielen. Möglicherweise wird der Film im Tal selbst nicht einmal gezeigt werden.

Was Dutt betrifft, so lacht er über meine Fragen, ob er für seine Filme Recherchen betreibt ("Ich gehe ganz einfach hin und agiere"). Aber er räumt ein, dass er hart gearbeitet hat für seinen Look.

"Ich habe mir für diese Rolle eine 89-cm-Taille antrainiert und einen graumelierten Bart wachsen lassen. Ich wollte mein Alter spielen", lacht er.

Lamhaa wird Dutts erster Release in diesem Jahr werden, gefolgt von Anees Bazmees No Problem (eine Produktion von Anil Kapoor), Dhamaal 2 und Knock Out.

"Ich bin mir nicht sicher, wann das Munnabhai-Sequel herauskommen wird", erzählt er mir über Raju Hiranis viel erwarteten und vorläufig Munnabhai Chale Amerika betitelten Film. Im vergangenen Jahr kamen vier große Filme mit dem Schauspieler heraus, aber mit Ausnahme von Rohit Shettys All The Best (für den er in diesem Jahr den Best Comic Actor Award der IIFA bekommen hat) fielen sie alle an den Kinokassen durch.

"Ich denke, einige dieser Filme habe ich für meine Freunde gemacht. Aber in diesem Jahr habe ich ein paar gute Filme auf Lager. Es ist ein schönes Gefühl, gut beschäftigt zu sein", kichert er.

Derzeit ist er süchtig nach James Camerons Avatar, den er bereits über ein Dutzend Mal gesehen hat. Außerdem gelingt es Dutt, sich genug Zeit zu nehmen für Musik (besonders Jazz und Hard Rock) und Fitnessstudio. Und ja, er bekennt, dass ihm die Zeit, die er mit seiner Frau Maanayata verbringt, besonders lieb und wert ist.

(Neelima Menon; Deutsch von Diwali)

Munnabhai May Not Go To Amerika: Sanjay Dutt

Excerpts from the TV interview with Komal Nahta (ETC), June 19, 2010

He was called Baba when he was in his 20s, and he’s still called the same at 50. One of the most loved actors of the industry, Sanjay Dutt talks about his upcoming film Lamhaa, turning producer with Rascals and his upcoming projects.


Komal: You are generally associated with fun or action films and not issue-based ones. Why did you choose a film like ‘Lamhaa’?

Sanjay: Bunty Walia (the producer) took a risk of making a film with a cause. I felt it was a fantastic film. Not just a docu-drama – it has a commercial angle and the music is good. More importantly, the film talks about the people of Kashmir who are stuck between terrorism and security. We don’t understand what they’re going through, the way they are plagued by fear on an everyday basis.

Komal: How do you choose your films? Do you consult family and friends or do you go by your hunch?

Sanjay: I cannot listen to a 3 or 4-hour narration of a film. I’m not among those who will keep going over the script over and over again for days on end. If a script can impress you in 5-10 minutes then it’s more than enough.

Komal: You said that you select movies if they strike a chord. Then how do you explain your flops?

Sanjay: Maybe it struck me in the wrong place! (laughs). You do some movies as favours, for friends, some for money…these movies do become red marks in your career when you look back. I keep telling my friends not to waste me on the screen…but it happens.

Komal: You are turning producer now, will you finalize scripts in the same way?

Sanjay: The principle is going to be the same. I have to be impressed by the movie in one line. I believe in inputs by all artists and their suggestions. I’m really excited that my film will be beginning in October and Ajay Devgan and I have decided the title Rascals. I want to do a good job at it, at least for the workers; I can’t compromise there.

Komal: You are going to be a producer. Are you prepared for starry tantrums?

Sanjay: My father used to tell me that an actor is like a child you have to pamper them, give them whatever they ask for and bear with their tantrums. So I will pamper them and deal with their tantrums.

Komal: Any plans to turn director?

Sanjay: Why not! I will direct a film one day. I don’t know the subject, but I will do it someday.

Komal: Tell us more about your role in ‘Lamhaa’.

Sanjay: I play a military intelligence officer who is recalled to the valley after 14 years to find out about a sinister plan by some militants. He has to mingle with the Kashmiris and in the process realizes what they’ve gone through.

Komal: Did you research for your role or was it spontaneous?

Sanjay: It’s all spontaneous.

Komal: What’s coming up?

Sanjay: There’s Dhamaal 2, Rascals and a Rajkumar Santoshi film. The sequel to Lage Raho Munnabhai may not be Munnabhai Chale Amerika because of similarities to My Name Is Khan but there will be a sequel nonetheless.

(as published in Koimoi)

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More excerpts (as published in Koimoi):

Sanjay Dutt’s journey has been a long one so it isn’t surprising that he is revisiting the theme of militancy in Jammu and Kashmir in his upcoming film Lamhaa [Watch Teaser], after the 2000-film, Mission Kashmir. A troubled state and a troubled star. But Sanjay Dutt is long past that and even at 50, he’s still the baba of the industry.

The actor credits his late father Sunil Dutt for imbibing humility, “My father had told me that no matter how big you are, you have to be humble. He used to say, ‘Always keep your feet firmly on the ground.’ When you are down, people will treat you the way you treated them when you were up. The more humble you are, the more they will help you rise to the top.”

These lessons have helped Sanjay Dutt in the darkest hours, “When I was in jail for more than two-and-half years, I never thought of films; I just wanted to get out. I just wanted all the humiliation for my family to get over. It’s only the blessings and love of the people from the industry that has got me through.”

From friends, the talk veers to Sanjay Gupta. Their friendship and gradual split is well talked about in filmy circles. This too, is water under the bridge for Sanju baba, “Nothing went wrong; he’s a fantastic technician and he has given some great movies. I just think that he shouldn’t have used my name too much. As a person, you have to make your own individual relationships. I have worked really hard on my relationships over the years and he was ruining them. I told him not to, but…” he shrugs.