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Sonntag, 12. Februar 2012

I was the first actor to enter the 100 cr club: Sanjay Dutt

The Times of India, 12. Februar 2012

Ich war der erste Schauspieler im 100-Crore-Club: Sanjay Dutt

Erfolg ist schön, aber nicht neu für Sanjay Dutt...

Upala: Sie gehören jetzt mit Agneepath zum 100-Crore-Club, so wie die Khans, Ajay Devgn, Aamir Khan und Hrithik Roshan...

Sanjay: Nur wenige wissen, dass Lage Raho Munnabhai einer der ersten Filme im 100-Crore-Club war. Damals gab es noch nicht viele Multiplexe, und dennoch war der Film ein rauschender BO-Erfolg. Technisch gesehen war ich der erste Schauspieler im 100-Crore-Club. Aber BO-Erfolge haben mich nie interessiert. Mir genügt es, wenn ein Film gut ist und läuft. Nach dem Release von Agneepath bin ich auch nicht herumgelaufen und habe überall nachgefragt, wieviel Geld er eingespielt hat. Karan hat mich über das Wahnsinnsopening auf dem Laufenden gehalten.

Upala: Hätten Sie sich gedacht, dass Sie mit 52 noch einmal einen solchen Karriereaufschwung erleben?

Sanjay: Über so etwas habe ich mir nie Gedanken gemacht. Ich habe immer Amitji (Amitabh Bachchan) bewundert. Schauen Sie, was er in seinem Alter filmmäßig alles leistet, das ist unglaublich! Er hat viele Höhen und Tiefen erlebt. Ein paar Jahre war er ganz aus dem Scheinwerferlicht verschwunden, und was hat er dann für ein Comeback gemacht! Jaya Bachchan hat einmal zu mir gesagt: 'Du bist eine unbekannte Größe, der nächste Superstar nach Bachchan...' Für mich war das ein Riesenkompliment.

Upala: Man nennt Sie großherzig, weil Sie der erste Star sind, dem man Gastrollen anbietet, die Sie dann gratis spielen...

Sanjay: Ich glaube, dass Beziehungen wichtiger als alles andere sind in dieser Industrie. Ich habe David Dhawans Sohn Rohit aufwachsen sehen. Ich habe David mit seinem ersten Film zum Durchbruch verholfen, da war mein Cameo in Rohits Film ganz natürlich. Ich werde auch zu seiner Hochzeit kommen. Aber ehrlich gesagt habe ich jetzt damit aufgehört, kostenlose Gastrollen zu spielen. Heute habe ich eine Familie, die ich versorgen muss.

Upala: Sind Sie und Rishi Kapoor sich durch Agneepath nähergekommen?

Sanjay: Ich habe Chintu Sir schon immer gekannt. Ich liebe ihn, Krishna Aunty und ihre Familie. Ranbir ist vor meinen Augen aufgewachsen. Chintu Sir die Rolle von Rauf Lala spielen zu sehen war unglaublich. Er hat so ein Babyface, und ich war es so gewöhnt, ihn in romantischen Rollen zu sehen - es war ein Schock, ihn in einer so negativen Rolle zu sehen, und das auch noch derart überzeugend!

Upala: Und was kommt nun als nächstes?

Sanjay: Ich mache Zila Ghaziabad und Department; dann einen Film mit Soham Shah, der auf der Unterwelt von Gujarat basiert; ein Südindien-Remake und Action-Drama mit dem Regisseur PS Ravikumar; Son Of Sardar; und Khallas, einen Film mit einem riesigen Starcast, in dem ich einen Bodyguard spiele. Ich möchte keine negativen Rollen mehr spielen, solange mir nicht etwas angeboten wird, das über Kancha Cheena hinausgeht. Ich habe nichts dagegen, böse und durch und durch negative Figuren zu spielen, aber sie sollten eine Herausforderung darstellen. Ich möchte unterschiedliche Charaktere porträtieren und alles spielen, vom Cop über den Bodyguard bis zum Munnabhai.

(Upala KBR; Deutsch von Diwali)

Sonntag, 18. Dezember 2011

Action is my forte: Sanjay Dutt

The Times Of India, 19. Dezember 2011

Action ist meine Stärke: Sanjay Dutt

Sanjay Dutt spricht über Freundschaft in B-Town, seine Rolle in Agneepath und seine politische Karriere.

TOI: Welche Filmgenres machen Sie am liebsten?

Sanjay: Ich arbeite nun schon seit 32 Jahren, und ich fühle mich in allen Genres wohl. Aber offen gesagt habe ich ein Action-Image, und das ist auch meine Stärke. In der Mitte meiner Karriere war die Action-Zeit vorbei, und alle waren zu Komödien und Liebesgeschichten übergewechselt. Aber jetzt kommen die Action-Filme zurück.

TOI: Nach Ihrem Look im Agneepath-Remake zu urteilen scheint es, als würde der Film die Erzschurken-Rolle in Bollywood zurückbringen?

Sanjay: Das weiß ich nicht, aber es ist eine sehr starke Filmfigur. Anfangs hatte ich meine Bedenken, aber als Karan (Malhotra) mir die Story erzählte, war ich einfach hingerissen, und ich musste diesen Film machen. Er ist nicht wie der frühere Agneepath, er ist völlig anders - sehr fundiert, sehr erdhaft und robust.

TOI: Haben Sie vor, sich vor dem Filmrelease mit Danny Denzongpa zu treffen?

Sanjay: Ja, ich werde ganz bestimmt zu ihm gehen und ihn um seinen Segen bitten, bevor der Film herauskommt.

TOI: Ihre Freundschaft mit Ajay (Devgn) zeigt sich auf der Leinwand in dem Film Rascals. Mit Salman und Ihnen ist es das Gleiche. Aber Freundschaften in der Industrie halten heutzutage nicht mehr. Was hat sich verändert?

Sanjay: Salman oder Ajay - sie sind Menschen von Herzen. Sie sind nicht manipulativ, und so bin ich auch. Die Industrie ist kommerzieller geworden. Und manipulativ. Sie ist ein Geschäft geworden, Business, was sie vorher niemals war. Früher war sie eine Familie. Ein paar von uns halten nach wie vor zusammen, so wie Ajay, Salman, Suniel Shetty, und Abhishek ist auch so einer.

TOI: Und aus der jüngeren Garde der Industrie sollen Sie mit Ranbir Kapoor sehr gut befreundet sein?

Sanjay: Ja. Er ist wie ein kleiner Bruder.

TOI: Und schließlich, planen Sie eine Rückkehr in die Politik?

Sanjay: Niemals, niemals. Diese zwei oder drei Monate haben mir die Augen geöffnet. Ich habe mich in der Politik wie eine Außenseiter und völlig fehl am Platze gefühlt.

(Kashika Saxena; Deutsch von Diwali)

Dienstag, 29. November 2011

Sanjay Dutt: Going through the best phase of my life!

Glamsham, 29. November 2011

Sanjay Dutt: Ich gehe durch die beste Phase meines Lebens

Mit Pfiffen, Applaus und Jubelrufen wird Sanjay Dutts Auftrittsszene in Desi Boyz begrüßt, und genauso geht es den ganzen Film hindurch weiter, wenn der originale Bad Boy Bollywoods das Publikum zum Toben bringt mit seiner rockigen Performance und seinen sarkastischen Bemerkungen. Eine ähnliche Reaktion war zu beobachten bei Shahrukh Khans Ra.One, und das nicht nur in den kleinen Kinos, sondern auch in den Spitzen-Multiplexen. Da braucht man nicht lange, um zu realisieren, dass der Deadly Dutt in der Tat ein grandioses Comeback gemacht hat.

Alle Kontroversen und Probleme in seinem privaten wie beruflichen Leben hinter sich lassend ist Sanju Baba, wie er liebevoll in den Filmkreisen genannt wird, voll gerüstet für den nächsten Lebens- und Karriereabschnitt.

Unlängst erklärte Dutt bei einem Pressegespräch, dass er die Politik endgültig aufgegeben hat und sich nun auf seine Karriere konzentriert. "Ich werde niemals in die Politik gehen", sagt Dutt. "Ich habe es einmal getan, es ausprobiert und bin geflüchtet; Politik ist nichts für mich. Ich bin total begeistert über die positiven Reaktionen auf meine Filme Double Dhamaal und Desi Boyz. Die ersten Bilder von Agneepath sind draußen, und ich bin sehr glücklich, dass ich geschätzt werde und dass die Menschen meinen Look in dem Film mögen. Ich habe hart gearbeitet und versucht, so bedrohlich, kraftvoll und mächtig auszusehen, wie es von mir gefordert worden war. Karan hatte mich instruiert, er wolle, dass ich auf der Leinwand absolut gewaltig aussehe; daher auch dieser neue kahlköpfige Look für Kancha Cheena."

Über seine künftigen Projekte befragt erwiderte Dutt: "Ja, zu den Filmen, von denen ich ebenfalls wirklich begeistert bin, zählen Department, Zila Ghaziabad und Son Of Sardar."

Gut; nun, mit einem fast perfekten Familienleben und einer nach oben weisenden Karrierekurve, bringt Sanjay Dutt die Sache auf den Punkt, wenn er sagt, er gehe durch die beste Phase seines Lebens.

(Abid / Deutsch von Diwali)

Freitag, 21. Oktober 2011

Sanjay Dutt urges ladies for regular cancer check-ups

The Times of India, 22. Oktober 2011

Sanjay Dutt hält Frauen zu regelmäßigen Krebs-Vorsorgeuntersuchungen an

Sanjay Dutt kann niemals das Trauma und den Schmerz vergessen, die er zusammen mit seiner Familie durchlitten hat, als seine Mutter Nargis Dutt an Krebs erkrankte und schließlich den Kampf gegen diese Krankheit verlor. Auch seine erste Frau Richa Sharma verlor er an den Krebs. Hier betont der Schauspieler, wie wichtig es für Frauen ist, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

"Ich war 21, als bei meiner Mutter Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wurde. Zuerst dachten wir, es sei Gelbsucht, aber als die Behandlung bei ihr nicht anschlug, ließen wir weitere Tests machen. Als wir die Diagnose bekamen, brachte Dad Mom zur Behandlung in die USA. Aber es war zu spät. Sie war bereits im letzten Stadium. Als Priya, Namrata und ich das erfuhren, waren wir am Boden zerstört. Es war eine Situation, die das Leben der gesamten Familie veränderte. Ich wusste nicht, was ich tun sollte... Ich war gerade dabei, mein Debüt mit Rocky zu geben. Zwar verbrachte ich einige Zeit mit Mom und Dad in den USA, aber dann schickte Dad mich zurück, weil ich die Dreharbeiten beenden musste.

In jenen Tagen dauerten ihre Operationen beinahe 16 Stunden; heute braucht man dafür nur noch drei Stunden. Es war eine sehr schmerzvolle Zeit für Dad und uns drei. Mom war natürlich sehr stark. Als sie aus dem Koma erwachte, wollte sie zurück nach Indien. Sie wollte einfach nach Hause. Bei ihrer Rückkehr nach Indien verschlimmerte sich Moms Zustand. Sie wurde ins Breach Candy Hospital eingeliefert, fiel am 2. Mai 1981 ins Koma und starb einen Tag später.

Wir vermissten Mom furchtbar, als vier Tage später, am 7. Mai, Rocky Premiere hatte. Sie hatte Dad gesagt: 'Egal wie, ob du mich auf der Trage oder im Rollstuhl transportieren musst, ich will die Filmpremiere meines Sohnes sehen.' Und Dad hatte alles arrangiert, er hatte einen Krankenwagen, eine Trage und einen Rollstuhl in Bereitschaft - aber sie schaffte es nicht. Wir hielten bei der Premiere für sie einen Platz neben mir frei. Rocky wurde ein Hit, aber ich wusste nicht, ob ich feiern oder weinen sollte.

Nach Moms Tod rief Dad die Nargis Dutt Memorial Cancer Foundation ins Leben. Unter anderem arbeitet diese Stiftung dafür, das allgemeine Bewusstsein über Krebs zu erhöhen. Damals, als Dad die Stiftung gründete, fanden viele Frauen es schwierig, offen zu sagen: 'Ich habe einen Knoten in meiner Brust, er muss untersucht werden.'

Daran hat sich nicht viel geändert; noch immer fühlen viele Frauen sich bei diesem Thema unwohl. Aber es ist wichtig, dass Frauen aus allen Ecken und Enden der Gesellschaft sich regelmäßig auf Brustkrebs untersuchen lassen. Fühlt euch nicht scheu oder unwohl - es geht dabei um euer Leben! Ich habe eine wunderbare Frau (Maanayata), zwei schöne Schwestern (Priya und Namrata) und zwei wunderschöne Töchter (Trishala und Iqra), und ich liebe sie alle über alles. Jeden Tag danke ich Gott für die Frauen in meinem Leben.

Ich möchte all den Frauen da draußen sagen: Bitte geht regelmäßig zur Krebs-Vorsorgeuntersuchung! Wenn ihr fühlt, dass etwas nicht in Ordnung ist, dann teilt es sofort euren Angehörigen mit. Es ist eure Gesundheit, und es gibt nichts, was euch unangenehm sein müsste. Gesundheit kommt immer an erster Stelle.

Ich möchte alle Ehemänner und Familienmitglieder da draußen bitten: Bitte bringt die Frauen in eurem Leben regelmäßig zur Mammographie und zu Ultra-Sonographie-Untersuchungen. Ich liebe meine Frau, und ich rate es ihr nicht nur - ich bringe sie regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen für Brust- und jede andere Form von Krebs. Das ist heutzutage ein Muss. Habt keine Angst. Krebs ist vollständig heilbar, wenn er früh erkannt wird."

(Deutsch von Diwali)

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Kancha Cheena's new look has worked for me: Sanjay Dutt



Hindustan Times, 12. Oktober 2011

Am vergangenen Freitag kam Sanjay Dutts erste Home Production Rascals in die Kinos, nahm am ersten Tag Rs 7,15 crore ein und während des viertägigen Dusshera-Wochenendes indienweit Rs 23 crore. Ende des Jahres soll es nun mit Satte Pe Satta losgehen.

"Ich möchte dieses Banner meinen Kindern Trishala, Shahraan und Iqra als Vermächtnis hinterlassen; ich werde sie jedoch nicht drängen, in meine Fußstapfen zu treten. Ich bin stolz darauf, dass Trishala ihren Abschluss in Gerichtswissenschaften gemacht hat; alle diese Gerüchte, sie strebe eine Schauspielerkarriere an, sind haltlos", versichert er und fügt hinzu, dass auch sein Sohn Shahraan normal aufwachsen und eine solide Ausbildung erhalten soll.

"Auch Maanayata mischt sich nicht ins Geschäft ein, auch wenn ich als ihr Ehemann sie auf dem Laufenden halte."

Nunmehr freut sich Sanjay auf Agneepath, der am 26. Januar herauskommt. "Es war eine schwere Entscheidung, den Kopf kahlrasieren zu lassen, aber den Reaktionen auf die Promos nach zu urteilen funktioniert der neue Look von Kancha Cheena", lächelt er.

"Der nächste Munnabhai-Film wird ebenfalls nächstes Jahr gestartet, ich kann's gar nicht mehr erwarten. Munna hat mein Leben auf den Kopf gestellt und ist ein Teil meiner Identität geworden." Gerüchten zufolge soll Rajesh Mapuskar, Rajkumar Hiranis Assistent, bei dem Film Regie führen. "Raju sollte hier Regie führen; danach kann er machen, was er will", meint Sanjay.

Neben Amitabh Bachchan ist er einer der wenigen Schauspieler, die den erkrankten Amar Singh besucht haben: "Es geht ihm sehr schlecht, ich hoffe, er wird bald gesund. Er ist immer zu mir gestanden und gehört für mich zur Familie."

2009 sollte Sanjay für die Samajwadi Party (SP) bei den Lok Sabha Wahlen kandidieren, musste diese Kandidatur jedoch zurückziehen, nachdem der Supreme Court es ablehnte, seine Verurteilung auszusetzen. Nach seinem Austritt aus der SP hatte Amar Singh angekündigt, eine eigene Partei zu gründen. Wird Sanjay sich ihm anschließen? "Ich habe mir meine Finger einmal verbrannt, ich werde nie wieder in die Politik gehen", sagt er und fügt hinzu: "Ich habe Amar Singhji als ein Bruder besucht, nicht als ein Politiker."

(Roshmila Bhattacharya; Deutsch von Diwali)

Interview: Sanjay Dutt about his forthcoming projects and his family



Starboxoffice, 11. Oktober 2011

Mit einer interessanten Serie von Filmen und einem erfolgreichen TV-Debüt ist Sanjay Dutt auf einem Höhepunkt seiner Karriere. Auch auf dem persönlichen Sektor ist der stolze Vater und Ehemann Sanjay glücklich über die derzeitige Phase in seinem Leben. Er spricht über Filme, Familienleben und mehr...


Rascals
Ich freue mich, dass das Publikum Rascals genießt. Schließlich geben die Menschen ihr hart verdientes Geld dafür aus.

Die bislang schwierigste Rolle
Ich denke, Agneepath ist einer der herausforderndsten Filme, die ich je gemacht habe, denn ich spiele eine negative Rolle in dem Film, und das hat mich doch ziemlich gefordert. Ich hoffe, dass das Publikum meine Arbeit anerkennen wird. Ich bin ziemlich aufgeregt über diesen Film, weil er anders ist als alles, was ich bisher gemacht habe.

Filme
Ich bin für mindestens die nächsten beiden Jahre mit Filmen beschäftigt. Ich habe ein Cameo in Ra.One absolviert; meine Figur darin heißt Khalnayak. Und auch in Desi Boyz habe ich ein Cameo. Mein nächster Release wird Agneepath mit Hrithik Roshan. Er ist für mich wie mein eigener Junge, ich habe ihn aufwachsen sehen; ich habe schon früher mit ihm gearbeitet, und es ist stets ein Vergnügen, mit ihm zu drehen. Danach habe ich Zilla Ghaziabad, Power, Department, und dann Total Dhamaal. Und auch Munnabhai 3 steht an.
(Anm. Diwali: Sanju hat bei dieser Aufzählung definitiv den schon fast fertiggedrehten Alert 24x7 vergessen, und warum er seine eigenen Pläne wie Satte Pe Satta und Dhee nicht genannt hat, weiß wohl nur er. Das gilt auch für die Nennung des Projekts Power, von dem ich mir nicht vorstellen kann, dass es noch einmal wiederbelebt werden wird.)

Salman Bhaijaan
Salman ist wie mein jüngerer Bruder. Wenn ich etwas gegen ihn habe, dann sage ich ihm das ins Gesicht und nicht den Medien. Ich arbeite mit ihm in Bigg Boss und genieße das Ganze sehr. Salman und ich haben uns schon immer gut verstanden, und wir haben eine gute Chemie zusammen. Das Publikum hat unsere Leinwand-Chemie immer geliebt, und das ist jetzt bei Bigg Boss 5 wieder so.

Kinder
Sie sind wie positive Energie für mich. Sobald ich sie sehe, stehe ich völlig unter Strom. Es ist, als sei es erst gestern gewesen, dass Shahraan und Iqra geboren wurden, aber die Zeit fliegt dahin, und sie werden jeden Tag größer. Ich habe viele Träume für sie, und ich möchte so viel für sie tun. In jedem Fall möchte ich, dass sie wie andere Kinder aufwachsen, nicht wie Star-Kinder. Sie müssen lernen, normal zu sein, und darauf arbeiten sowohl Maanayata als auch ich hin. Wenn sie groß sind, können sie selbst entscheiden, was sie tun wollen, aber bis dahin werden wir sie vor Paparazzi schützen.

Home sweet home
Meine Frau Maanayata hat alles so gut in die Hand genommen, dass ich mich daran gewöhnt habe. Sie kümmert sich um das Haus und unsere Kinder. Meine Frau hat das ganze Haus verändert. Heutzutage zieht es mich jeden Tag, wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin, zurück nach Hause. Ich möchte möglichst viel Zeit mit meinen Kindern verbringen. Ich vermisse meine Eltern auch heute noch, aber meine Frau und meine Schwestern sind meine Säulen der Stärke, Liebe und Unterstützung.

(Deutsch von Diwali)

Mittwoch, 27. Juli 2011

Film industry has become a dirty game: Sanjay Dutt

TOI, 27. Juli 2011

Film industry has become a dirty game: Sanjay Dutt

Nach drei Jahrzehnten in Bollywood und einem Leben voller Kontroversen bekommt Sanjay Dutt noch immer Traumrollen. Er ist glücklich mit seinem professionellen Diagramm, sagt jedoch, dass die Filmindustrie nicht mehr die gleiche Familie ist wie früher und dass er verstimmt ist über die veränderten Einstellungen der Menschen.

"Eine Menge hat sich verändert in der Industrie, und die meisten dieser Veränderungen machen mich manchmal sehr traurig. Als wir in die Industrie eingeführt wurden, gab es zwar Konkurrenz zwischen den Schauspielern, aber üblicherweise auch mehr Respekt" sagte Sanjay, der 1981 sein Schauspieldebüt mit Rocky gab, der IANS in einem Interview.

"Es gab damals mehr Zusammenhalt. Die Filmindustrie war eine Familie. Jetzt ist das nicht mehr der Fall. Es ist jetzt ein dreckiges Spiel geworden. Ich nehme an diesem Spiel nicht teil, ich gehe meinen eigenen Weg, aber es ist mir aufgefallen, und es ist sehr traurig", fügte der Schauspieler hinzu, der bislang in über 130 Filmen mitgewirkt hat.

Der 51-Jährige, der mit seiner Frau Manyata Zwillinge hat, folgt nicht dem sogenannten Camp-System und glaubt an das Arbeiten mit allen.

"Ich bin nicht hier, um Dinge zu zerbrechen oder zu reparieren. Ich betrachte jeden Schauspieler als meinen Bruder. Ich betrachte diese Industrie noch immer als meine Familie. Ich glaube nicht an Camps und all das Zeug. Shah Rukh (Khan) erwies mir Respekt, also respektiere ich ihn auch. Ebenso erwies mir Salman (Khan) Respekt, also respektiere ich ihn. Alle sind meine Brüder, und ich glaube an nichts anderes", sagte er.

Sanjay drehte ein Cameo für Shah Rukhs ambitiöse Home Production Ra.One und hat sich mit Salman für die Moderation der 5. Saison von Bigg Boss zusammengetan.

Der Schauspieler, der in seinem Leben viele persönliche Probleme erlebt hat, versucht, sich aus dem ständigen Konkurrenzkampf und aus industriebezogenen Kontroversen herauszuhalten. Er wurde im Zusammenhang mit den Mumbaier Bombenanschlägen von 1993 wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt.

Er war nie sonderlich medienerfahren. Auch heutzutage, da das Bewerben der Filme und das Stehen im Rampenlicht als integraler Bestandteil der Filmpromotion erachtet wird, übernimmt der Schauspieler, der Filme wie Naam, Sadak, Khalnayak, Vaastav und Munnabhai MBBS gedreht hat, nur selten Promotionsarbeit.

Auf die Frage nach dem Warum antwortete Sanjay, der im Allgemeinen Sanju Baba genannt wird: "Es gibt keinen Grund. Ich denke, es liegt einfach daran, dass ich sehr faul bin. Außerdem finde ich, dass ein Film für sich selbst spricht. Aber es ist doch ziemlich verwirrend, weil es auch wichtig ist, das Publikum zu informieren und Neugierde rund um den Film zu erzeugen. Ich denke, ich sollte jetzt einfach nur aufhören, faul zu sein."

Sieht so aus, als sei er willens, sich zu verändern. Sanjay beteiligt sich an der Promotion seines als nächstes herauskommenden Films Chatur Singh Two Star, der auf dem Roman Chalaak Jasoos basiert.

In dem von Mohammed Aslam und Parag Sanghvi produzierten Film spielen unter der Regie von Ajay Chandhok auch Suresh Menon und Ameesha Patel in Hauptrollen. Er soll am 19. August in die Kinos kommen.

"Als Aslam bhai mit dem Projekt auf mich zu kam, sprach es mich irgendwie an, weil es eine komische Figur ist, einer, der alles falsch macht, aber glaubt, der beste Detektiv in der Stadt zu sein. Ich sagte Aslam bhai, er solle die Story und die Figur noch etwas weiter entwickeln, und dann könnten wir es angehen. Er wandte sich an professionelle Schreiber und tat es. Es ist ein sehr lustiger Film und hat sehr interessante Figuren", sagte Sanjay.

Er hat für den Film sein Aussehen verändert: "Ich musste dafür an Gewicht zulegen, weil der Mann so aussehen sollte wie unsere Cops heutzutage. Danach allerdings wurde es für mich problematisch, dieses Gewicht wieder zu verlieren. Im Roman wird die Figur außerdem als ein sehr tollpatschiger Typ mit einem komischen Schnurrbart beschrieben. Das war für uns ein Stichwort; wir besorgten eine Perücke aus London und probierten mal einen ganz anderen Look. Ich hoffe, er wird den Leuten gefallen."

(IANS / Deutsch von Diwali)

'I'm not old enough to play Salman's dad' - Interview Sanjay Dutt

Mid-Day, 27. Juli 2011

'I'm not old enough to play Salman's dad'

Warum Sanjay Dutt ein Cameo in Bodyguard abgelehnt hat, und über sein Gleichgewicht mit den beiden entfremdeten Khans

B-Town ist voll von Gerüchten darüber, was zwischen Sanjay Dutt und Salman Khan passiert ist. Deshalb fragen wir Dutt...


Jyothi: Warum weigern Sie sich, Salman Khans Vater in Bodyguard zu spielen?

Sanjay: Salman gehört für mich zur Familie. Er bat mich, die Cameo-Rolle seines Vaters in seinem Film Bodyguard zu spielen, als ein anderer Schauspieler diese Rolle zurückwies. Aber ich habe höflich abgelehnt. Ich bin nicht alt genug, um seinen Vater zu spielen, so groß ist der Altersunterschied zwischen uns nicht.

Jyothi: Sie haben Shahrukh Khan nicht zur Geburtstagsfeier Ihrer Frau eingeladen. War das, weil Salman eingeladen war? Und dann, nach Ihrem Streit mit Salman, haben Sie Shahrukh zu sich nach Hause eingeladen. Können Sie das erklären?

Sanjay: Das sind Lügen, die verbreitet werden, um Schauspieler gegeneinander auszuspielen! Es ist absoluter Unsinn. Ich hatte Shahrukh zu Maanayatas Geburtstag eingeladen, aber er konnte nicht kommen, weil er keine Zeit hatte. Das ist auch der Grund, warum er am nächsten Tag zu mir kam.

Jyothi: Wenn Sie sowohl mit Salman und Shahrukh gut befreundet sind, warum spielen Sie dann nicht den Friedensstifter?

Sanjay: Wer bin ich, dass ich Salman Khan und Shahrukh Khan bitten soll, ihren Streit zu vergessen und sich auszusöhnen? Ich habe kein Recht, mich in ihren Privatbereich einzumischen, so wie ich es auch nicht mögen würde, wenn einer von ihnen sich in meinen Privatbereich einmischt.

Jyothi: Ist es wahr, dass Sie Salman in der TV-Reality-Show Dus Ka Dum ersetzen werden?

Sanjay: Überhaupt nicht! Salman wird die Show auch weiterhin moderieren; er hat in der vorigen Saison einen verdammt guten Job gemacht.

Jyothi: Und was ist mit Ihrer gemeinsamen Bigg-Boss-Moderation mit Salman? Ist das auch ein Gerücht?

Sanjay: Nein, das ist kein Gerücht. Ich habe gerade zusammen mit Salman die Promos für die Show gedreht. Er wird nur in den ersten beiden Episoden der Show mein Co-Host sein, dann übernehme ich als Freund, Philosoph und Leiter der Insassen des Bigg-Boss-Hauses.


'Ich bereue nichts im Leben'
Kontroversen beiseite, Sanju Baba sieht der Zukunft optimistisch entgegen...


Jyothi: Welche Rolle spielen Sie in Chatur Singh Two Star?

Sanjay: Ich spiele einen Police Officer, der glaubt, alles richtig zu machen. Er ist ein Dämlack, den Familien und Kinder sicher sofort mögen werden. Die Story basiert auf einem Roman namens Chaalaak Jasoos, aber Regisseur Ajay Chandok hat viel daran verändert. Ameesha Patel ist meine Partnerin in dem Film. Und nein, es ist keine Pink-Panther-Kopie. Keiner dieser Filme ist in Indien gut angekommen. Es hätte daher keinen Sinn, eine solche Marke zu kopieren.

Jyothi: Haben Sie sich auf Ihre Rolle vorbereitet?

Sanjay: Seit meinem ersten Film Rocky habe ich niemals für eine Rolle vorbereitet. Auch hier hatte ich einfach nur Spaß daran, diese Figur zu spielen. Das einzige, was ich im Vorfeld tun musste, war, an Gewicht zuzulegen. Zum Glück habe ich es nach Beendigung der Dreharbeiten geschafft, 20 Kilo abzunehmen.

Jyothi: Wie?

Sanjay: Seit fast sechs Monaten habe ich keinen Tropfen Alkohol angerührt. Nicht einmal Salz. Ich habe mich ausschließlich von gekochtem oder gegrilltem Fisch, Chicken und Gemüse ernährt.

Jyothi: Sind Sie zufrieden mit den Filmen, die Ihnen heute angeboten werden?

Sanjay: Ich bin 51 Jahre alt. Ich kann keinen Collegestudenten mehr spielen oder mit schönen jungen Mädchen um Bäume herumlaufen. Diese schlichte Realität muss ich akzeptieren.

Jyothi: Welchen der Filme Ihres Vaters, des verstorbenen Sunil Dutt, würden Sie gerne neu drehen mit Ihnen in seiner Rolle?

Sanjay: Ich gäbe meinen rechten Arm dafür, einen Film wie Mujhe Jeene Do zu produzieren und darin zu spielen. Für mich ist das der beste Film meines Vaters überhaupt.

Jyothi: Wie würden Sie sich heute selbst bewerten?

Sanjay: Wenn ich ein paar meiner alten Filme anschaue, frage ich mich, wie ich als Schauspieler nur so lausig sein konnte. Aber alles in allem bereue ich überhaupt nichts in meinem Leben. Heute gibt es keine Animositäten mehr zwischen meinen lieben Schwestern und mir; ich habe eine gute Ehefrau, die mich liebt, und zwei süße Kinder, Shahraan und Iqra. Dazu bekomme ich gute Filmangebote. Mehr könnte ich mir nicht wünschen.

(Jyothi Venkatesh; Deutsch von Diwali)

Montag, 18. Oktober 2010

Sanjay Dutt in Aap Ki Adalat (2010)

India TV, 17. Oktober 2010

Bollywood-Star Sanjay Dutt hat klar zu verstehen gegeben, dass er bereit ist, sich der Congresspartei anzuschließen, wenn diese ihn dazu einlädt. Dutt enthüllte dies während seines Kreuzverhörs durch Rajat Sharma in dessen Show Aap Ki Adalat für India TV.

"Der Congress liegt der Dutt-Familie im Blut. Sowohl mein Dad als auch meine Mom waren beim Congress. Es gab eine Zeit, in der sie sich regelmäßig direkt mit Madam (der ehemaligen Premierministerin Indira Gandhi) trafen. Wenn die Partei mich einlädt, dann bin ich bereit, dem Congress beizutreten", sagte Dutt, dessen Film Knock Out in dieser Woche herauskam.

Über sein Treffen mit dem Chief Minister von Gujarat Narendra Modi vor einiger Zeit befragt sagte Dutt, er habe um einen Termin mit ihm gebeten in Zusammenhang mit der Surat-Land-Sache eines seiner Freunde aus den USA.

Dutt war voll des Lobes für Modi und sagte: "Einen Chief Minister wie ihn habe ich nie gesehen. Er ist ein dynamischer und bodenständiger CM. Ich kann noch immer nicht glauben, dass ein CM mir drei Stunden seiner Zeit zur Verfügung stellte." Auf Nachhaken Rajat Sharmas in Bezug auf Modis kommunale Einstellung sagte Dutt: "Ich habe ihn als CM getroffen und nicht als Mitglied seiner politischen Partei. Ich hatte gehört, dass er ein netter Mensch ist."

Auf die Frage, wie seine Absicht, sich dem Congress anzuschließen, sich mit seinem Lob für Modi verträgt, antwortete Dutt: "Ein Künstler kann sich jederzeit mit jedem treffen." Er erklärte auch, dass sein nächster Film Power (von Raj Kumar Santoshi) kein Film über Politik sei, sondern ein Action-Film.

Zum Thema Politik sagte Dutt, er sei ein sanfter Mensch und die Politik sei nichts für ihn. "Ich habe Angst vor der Politik bekommen; aber Amar Singhji wird immer mein großer Bruder bleiben, und unsere Beziehung wird andauern."

Amar Singhs Differenzen mit der Bachchan-Familie bezeichnete Dutt als unglücklich. "Jayaji hat die (Samajwadi-)Partei nicht zusammen mit ihm verlassen. Sie war für Amar Singhji wie eine bhabhi (Schwägerin). Ich habe gehört, dass er sehr verärgert über sie war. Aber was immer geschieht, es sollte keine Bitterkeit in einer Beziehung geben. Schließlich wird eine Beziehung über viele Jahre hinweg aufgebaut."

Dutt sagte, sein einziger Wunsch sei heute Freiheit. "Ich möchte frei sein. Ich habe 19, 20 Jahre lang gelitten (wegen des TADA-Falles). Ich möchte... ich sollte freigesprochen werden."

Der Schauspieler verriet, dass er den Alkohol nun völlig aufgegeben hat, da seine Frau Maanayata Zwillinge erwartet. "Ich habe aufgehört, Alkohol zu trinken. Ich habe aufgehört, zu rasen und auf Partys zu gehen, die bis spät in die Nacht dauern. Ich komme abends früh nach Hause und esse, was Maanayata für mich vorbereitet hat. Meine Frau hat mich sehr verändert."

Über die Zwillinge, die derzeit unterwegs sind, sagte Dutt, er wüsste nicht, ob es Jungen oder Mädchen werden. "Deshalb kann ich jetzt auch noch keine Kleidung oder andere Dinge für sie kaufen. Bei Jungen brauche ich Blau, bei Mädchen Rosa."

Der Schauspieler zeigte dem Publikum in Aap Ki Adalat einige seiner Tattoos. Sanjay hat auf seiner linken Brustseite ein Tattoo mit den Namen Sunil (in Hindi) und Nargis (in Urdu), auf seiner linken Schulter ein Om Namah Shivay, auf seiner rechten Schulter einen Drachen und auf seinem linken Arm den Namen Maanayata.

In einem emotionalen Augenblick während der Show umarmte ein weiblicher Fan Sanjay, die seit 17 Jahren regelmäßig fastet und für seinen Freispruch betet. Zusammen mit ihrer Familie übergab sie dem Bollywood-Schauspieler mehrere Geschenke.

(India TV; Deutsch von Diwali)

Freitag, 8. Oktober 2010

I'm 51, stop thinking of me as Sanju Baba: Dutt

Indian Express, 8. Oktober 2010

Sanjay Dutts wechselvolle Karriere wurde von ebenso vielen Tiefen wie Höhen geprägt. Kurz vor der Premiere seines neuesten Films Knock Out erzählt der Schauspieler Priyanka Pereira, dass er noch viel mehr hat, worauf er sich freuen kann – seine Produktionsfirma, wieder Munnabhai zu spielen, die Rückkehr zu Action-Filmen und die Geburt seiner Zwillinge.


Priyanka: Jeder Film hat einen gewissen Neugier-Moment, der einen Schauspieler dazu bewegt, ihn anzunehmen. Was war Ihre Inspiration für Knock Out?

Sanjay: Als Mani Shankar mir das Skript erzählte, klang es faszinierend. Bei den Dreharbeiten steckte ich dann 45 Tage lang in diesem Zimmer fest. Da ich ja die ganze Zeit über mit Irrfan per Telefon kommuniziere, musste ich mir vorstellen, wie er reagieren würde, und die Dialoge entsprechend bringen. Es war schwierig, mit mir selbst zu reden.

Priyanka: Hat es Ihnen Spaß gemacht, diese Rolle zu spielen?

Sanjay: Natürlich. Mani hat die Action-Regisseure von Bourne Identity eingeflogen. Es war eine Mischung aus Martial Arts und Parkour. Es war wie eine Befreiung für mich, nach so langer Zeit endlich mal wieder eine Kampfszene zu drehen.

Priyanka: Warum haben Sie aufgehört, totale Action-Filme zu drehen?

Sanjay: Der Draht zu Action-Filmen war komplett verloren gegangen. Alle Produzenten hatten zu viel Angst, sich an dieses Genre zu wagen. Schnulzige Liebesgeschichten und Komödien hatten das Heft in die Hand genommen. Es war so eine wunderbare Abwechslung, Dabangg zu sehen. Ich bin stolz auf Salman; nur einer von seinem Kaliber hatte den Schneid, das zu machen.

Priyanka: Nun, da Sie Ihr eigenes Produktionshaus gegründet haben, werden Sie den Trend wiederaufleben lassen?

Sanjay: Definitiv. Salman hat den Startschuss gegeben, und ich folge ihm auf dem Fuße. Ich bin glücklich, dass mit dem Action-Genre nicht Schluss ist.

Priyanka: Zuletzt haben Sie Rollen gespielt, die nicht typisch sind für einen Bollywood-Hero, und als solcher waren Sie ja populär. Warum diese Veränderung?

Sanjay: Nun, wenn ich in einem Film auftrete, dann will ich nicht 'Sanjay Dutt' spielen, sondern lieber eine interessante Filmfigur. Außerdem war das Genre der Masala-Action-Filme – in denen ich einfach ich selbst sein konnte – abhanden gekommen. Und in meinem Alter kann ich keine schmalzigen Liebesgeschichten drehen. All diese Hochzeitsszenen kommen mit mir definitiv nicht vor.

Priyanka: Wonach suchen Sie dann heutzutage in Ihren Rollen?

Sanjay: Ich suche nach kreativer Erfüllung, ungeachtet der Art der Rolle – also egal ob ernst, komisch oder blöd. Auch nach all diesen Jahren in der Industrie ist es für mich immer noch wichtig, dass den Menschen meine Arbeit gefällt. Natürlich zählen auch wirtschaftliche Aspekte.

Priyanka: Sind Sie zufrieden mit Ihrer Karriere, so wie sie derzeit verläuft?

Sanjay: Gott war sehr gut zu mir. Trotz aller Höhen und Tiefen habe ich immer gute Arbeit bekommen. Als nächstes kommt No Problem heraus, und dann kommen noch Power, Double Dhamaal, Rascals und der nächste Munnabhai-Film.

Priyanka: Es gab ja ein Gerücht, dass für Munnabhai bereits eine andere Besetzung feststünde.

Sanjay: Davon weiß ich nichts. Wir werden im kommenden Jahr dafür drehen. Soviel ich weiß, spiele ich Munnabhai.

Priyanka: Seit Munnabhai scheinen Sie Komödien total zu mögen. Macht Ihnen dieses Genre Spaß?

Sanjay: Komödie ist ein schwieriges Genre. Es besteht ja nicht nur aus Clownereien. Nehmen Sie zum Beispiel All The Best: Egal was meine Figur darin sagt, er verzieht niemals eine Miene – aber es ist witzig.

Priyanka: Welche Pläne haben Sie für Ihr Produktionsbanner?

Sanjay: Wir planen derzeit vier, fünf Filme. Wir werden immer nur an einem oder zwei Filmen zugleich arbeiten. Aber ich werde nicht in allen mitspielen. Ein paar Regisseure habe ich bereits unter Vertag genommen – Soham Shah und David Dhawan.

Priyanka: Was war der Anlass für die Gründung Ihres Produktionsbanners?

Sanjay: Es war der Traum meines Vaters (Sunil Dutt). Es hat ihn sehr mitgenommen, dass seine Produktionsfirma Ajanta Arts schließen musste. Ich wollte sie wiederaufleben lassen, aber dann begann die Rezession, und wir mussten ein wenig warten. Schließlich wurde sie nun registriert als SDP – Sanjay Dutt Productions.

Priyanka: In letzter Zeit waren die meisten Ihrer Filme keine großen Kassenerfolge. Haben Sie das Gefühl, falsche Entscheidungen getroffen zu haben?

Sanjay: Ich gebe nicht den Filmen die Schuld; schließlich war ich es, der das Skript gehört und sich dafür entschieden hat. Also muss ich dann auch mir die Schuld geben. Aber ich analysiere. Neulich habe ich zu Bunty Walia (Produzent von Lamhaa) gesagt, wir hätten besser Rambo zur Lösung der Probleme nach Kashmir schicken sollen als einen Ex-Militär. Vielleicht hätten die Leute damit eher etwas anfangen können.

Priyanka: Werden Sie wieder in die Politik zurückkehren?

Sanjay: Niemals. Ich habe genug davon.

Priyanka: Und mit Ihren Zwillingen werden die Tage für Sie ohnehin noch anstrengender.

Sanjay: Ich konnte nicht miterleben, wie meine Tochter Trishala aufwuchs. Ich möchte viel Zeit mit meinen Kindern verbringen. Ich liebe Kinder. Besonders liebe ich die Kinder meiner beiden Schwestern Priya und Namrata. Ich verbringe viel Zeit mit ihnen, und sie stehen mir sehr nahe.

Priyanka: Sind Sie bereit, all diese Verantwortung zu übernehmen?

Sanjay: Ich bin jetzt 51. Die Leute sollten aufhören, mich als 'Sanju Baba' zu sehen.


Dutt im Lauf der Jahre

Mahesh Bhatt, Filmemacher
Sanjay Dutt ist zuallererst ein Freund, und dazu ein Schauspieler, mit dem ich mit Naam und Sadak große Höhen erreicht habe.

Jackie Shroff, Schauspieler
Ich habe Baba kurz nach der Premiere von Rocky kennengelernt. Er besaß eine absolut überwältigende Musikkollektion. Später bin ich, wenn ich außerhalb von Mumbai drehte, oft nach Hause geflogen, um meine Kinder zu besuchen – und er hat mich jedes Mal zum Flughafen chauffiert.

David Dhawan, Filmemacher
Ich traf ihn zum ersten Mal, als ich am Schnitt von Naam arbeitete. Ich habe ihn in meinem ersten Film Taaqatwar besetzt. Er hat jeden Film gemacht, um den ich ihn gebeten habe. Für mich gehört er zur Familie.

Vidya Balan, Schauspielerin
Ich stehe Sanjay Dutt sehr nahe. Er ist warmherzig, kümmert sich um seine Kollegen und behandelt sie wie Familienmitglieder.

Rohit Shetty, Filmemacher
Sanju ist ein Mann mit einem goldenen Herzen. Am Set ist er oft noch dageblieben, nachdem seine Schicht zu Ende war, um den Dreh für den nächsten Tag vorzubereiten.


(Priyanka Pereira; Deutsch von Diwali)

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Maanya will have her hands full!

Hindustan Times, 6. Oktober 2010

"Gott war wirklich gut zu mir. Ich habe schwere Zeiten durchgemacht, aber nun werde ich mit fünfzig zum zweiten Mal Vater. Das ist wie eine zweite Chance im Leben", strahlt Sanjay Dutt, dessen Frau Maanayata im Dezember Zwillinge erwartet.

Er gibt zu, keine Ahnung zu haben, ob es zwei Jungen, zwei Mädchen oder ein Junge und ein Mädchen werden. Doch Dutt ist geradezu enthusiastisch angesichts dieses doppelten Segens, auch wenn Freunde, die selber Zwillinge haben, ihm gesagt haben, dass das sowohl eine wunderbare als auch eine anstrengende Erfahrung ist.

"Wenn einer schreit, brüllt der andere auch, und sobald einer aufwacht, macht sich auch der andere bemerkbar. Maanya wird alle Hände voll zu tun haben", lächelt er und erklärt damit auch, warum Maanayata nicht aktiv in seine erste Home Production Rascals (Regie: David Dhawan) involviert sein wird. "Sie hat ihren eigenen Betrieb, sie führt das Haus, und wenn sie dann später auch noch den Kindern nachlaufen muss, wird ihr nur wenig Zeit für andere Dinge bleiben."

Auch Ajay Devgn ist am 13. September zum zweiten Mal Vater geworden. Für Dutt ist Yug beinahe wie sein eigener Sohn. "Veeruji (Ajays Vater, Action Director Veeru Devgn) hat in meinem Debütfilm Rocky mit mir gearbeitet und noch in mehreren weiteren meiner Filme die Action koordiniert. Außerdem haben Ajay und ich Filme wie Mehbooba, LOC Kargil und All The Best zusammen gemacht, und erst unlängst haben wir beide für Power unterschrieben, meinen ersten Film mit Rajji (Rajkumar Santoshi). Ajay ist für mich wie ein Bruder, und die Devgns gehören zur Familie", versichert er.

Dutts Erstgeborene Trishala hat gerade ihren Abschluss am John Jay College of Criminal Justice in New York gemacht. Er hatte sich darauf gefreut, am Graduation Day bei seiner Tochter zu sein; doch sein Antrag auf Erneuerung seines Visums wurde zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren abgewiesen. "Von der Stunde ihrer Geburt an wollte ich für Trishala alles richtig machen, aber die Umstände hatten sich gegen mich verschworen", seufzt er. "Aber ich bin sehr stolz darauf, wie sie ihr Leben geführt und gemeistert hat. Sie hat jetzt einen Abschluss und ein Diplom, wow!"

Dutts Film Knock Out wird am 15. Oktober herauskommen. Sein weltmännischer Look sticht ins Auge. "Durch den Bart wirke ich reifer", betont er. "Und das schwarz-weiße Ensemble hilft mir, in der Menge unterzutauchen. Das war wichtig, weil ich den ganzen Film über mein Gewehr auf Irrfan (Khan) gerichtet halte. Die meiste Zeit hatte ich ihn nicht vor Augen, und ich musste auf einen Irrfan reagieren, den es nur in meiner Vorstellung gab."

Ist der Film nicht von Phone Booth inspiriert? "Überhaupt nicht!" erwidert er. Und hat Irrfan nicht mehr Action auf der Leinwand für sich gefordert? "Glauben Sie nicht jedes Gerücht", rät er. "Irrfan und ich kamen gut miteinander aus. Und wenn ein Schauspieler ein Skript akzeptiert, dann weiß er, was ihn erwartet, und es gibt keinen Grund, unglücklich zu sein."

(Roshmila Bhattacharya; Deutsch von Diwali)

Dienstag, 5. Oktober 2010

We need good coaches: Sanjay Dutt

The Times of India, 6. Oktober 2010


Mit seinem Markenzeichen-Gang betritt Sanjay Dutt den Raum, und seine Persönlichkeit überwältigt auf der Stelle alles um ihn herum. Aber dann lächelt er, und du weißt, dass alles bestens ist, Mamu. Während seines Kurzbesuchs in der Stadt (vermutlich Hyderabad, Anm. Diwali) spricht der Schauspieler liebevoll über seine Freunde in der südindischen Filmindustrie, Filme, die Bhiwani-Jungs und vieles mehr.


Sarah: Die Promos Ihres nächsten Films Knock Out, produziert von Aap Entertainment Limited und Sohail Maklai, verraten nicht viel über die Story.

Sanjay: Das ist das Beste daran. Wir wollen den Neugier-Faktor bewahren. Der Film ist ein Action-Thriller, bei dem Mani Shankar Regie geführt hat. Es geht darin um Geldwäsche und darum, wie ein Mann es sich zu seiner Mission gemacht hat, dieses Geld für sein Land zurückzubekommen.

Sarah: Im wirklichen Leben stand Geldwäsche eine Weile schwer im Rampenlicht, dank IPL und anderen solchen Kontroversen. Glauben Sie, dass das Publikum sich leicht für dieses Thema begeistern lässt?

Sanjay: Der Film ist durch und durch ein kommerzieller Film. Was mich vor allem angezogen hat, war das Drehbuch. Das war sogar so phantastisch, dass sie es ursprünglich in drei Sprachen verfilmen wollten, einschließlich Telugu. Nag (Nagarjuna) hätte darin meine Rolle spielen sollen, aber leider hat das nicht geklappt. Ich hätte Nag gerne in dieser Rolle gesehen, weil er nicht nur ein großartiger Schauspieler, sondern auch ein ganz lieber Freund von mir ist. Jedenfalls hat der Film ein schnelles Tempo und tolle Action-Szenen, das Publikum wird ihn lieben.

Sarah: Dank Dabangg und Robot erlebt das Action-Genre seine Renaissance.

Sanjay: Action als ein Genre hat es immer gegeben. Wissen Sie, das Beste an den südindischen Filmen ist, dass dieses Genre dort immer populär geblieben ist. Kein Wunder, dass die Stars hier überlebensgroß sind – egal ob Rajini Sir, Chiranjeevi garu oder Nag – die Menschen verehren sie. Zu Hause in Mumbai und im Norden haben wir das einige Jahre lang verloren, weil Liebesfilme und Familiendramen sich in den Mittelpunkt gedrängt hatten. Aber dieses Genre kann man niemals auf die leichte Schulter nehmen. Ich habe meine Karriere mit Action-Filmen begonnen. Jetzt mache ich wieder etwas, das ich liebe. Es ist ein großartiges Gefühl, wieder zurück zu sein!

Sarah: Liebesfilme, Komödie, Action – Sie haben alles gemacht.

Sanjay: Als Schauspieler versuche ich immer, in jedem Film etwas anderes zu machen – sei es, Hrithiks Vater in Mission Kashmir zu spielen, All The Best, Munnabhai und selbst Davids verrückte Komödien. Ich war niemals ein unsicherer Schauspieler. Am Ende ist ja doch alles Unterhaltung. Ich möchte, dass mein Publikum sich einfach nur gut unterhält.

Sarah: Da wir gerade von unterschiedlichen Rollen reden – definitiv unvergesslich ist Munnabhai.

Sanjay: Das ist eine Filmfigur, die meinem Herzen wirklich nahesteht. Sie enthält so viel von mir selbst. Diese Rolle hat mir nicht nur den Zugang in die Herzen der Menschen, sondern auch in ihr Zuhause ermöglicht. Von den Kindern bis zu den Großeltern, Munnabhai hat die Herzen aller berührt. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, bis der dritte Teil losgeht, irgendwann im Juni.

Sarah: Denken Sie, dass diese Filmfigur Ihnen während Ihres Abstechers in die Politik geholfen hat, die Massen zu erreichen?

Sanjay: Gerade wegen der Menschen wollte ich in die Politik gehen. Sie liebten mich, und ich wollte ihnen etwas zurückgeben. Munnabhai hat mich bis zu einem gewissen Grad für die Massen geöffnet.

Sarah: Haben Sie sich aus der Politik verabschiedet?

Sanjay: Ja. Ich trete dort nicht mehr auf.

Sarah: Die CWG (Commonwealth Games) haben begonnen...

Sanjay: Gratulation an Abhinav und Gagan dafür, dass sie für uns Gold geholt haben. Die Reaktion der Menge auf die anderen Sportler zu sehen war überwältigend. Cricket ist ein großer Sport in unserem Land. Wir sollten alles uns Mögliche tun, um auch den anderen Athleten die Chance zu geben, ihren Sport zu genießen und ebenfalls im Rampenlicht zu stehen. Fußball ist so beliebt bei den jungen Menschen in unserem Land! Ich bin ein Riesen-Fußballfan, und es tut mir weh, zu sehen, dass unsere Jungs keine anständigen Plätze haben, um darauf zu spielen! Als Sunil Chhetri zu den Kansas City Wizards ging, konnte er mit den anderen Spielern nicht mithalten, weil wir ihm nicht genügend Unterstützung gegeben haben, um seine Fertigkeiten zu verfeinern. Wir brauchen gute, erfahrene Trainer und die notwendige Infrastruktur, damit die Jungs glänzen können.

Sarah: Was ist mit den Bhiwani-Jungs? (Bhiwani Boxing Club, Anm. Diwali)

Sanjay: Das ist ein talentierter Haufen. Ich habe einen sehr guten Draht zu ihnen, weil ich selber aus Haryana bin (Sunil Dutt hat in dieser Provinz nach der Partition seine Angehörigen wiedergefunden, Anm. Diwali). Abhay Chautala ist ein lieber Freund, und als er an mich herantrat, war ich sofort bereit und willens, alles für den Boxsport zu tun und Brand Ambassador zu werden. Die Jungs aus Bhiwani haben mit ihrem bloßen Talent ihrer Stadt einen Platz auf der Weltkarte verschafft. Und ich werde alles tun, um ihnen zu helfen – ob finanziell, als Sponsor oder einfach nur durch meine Anwesenheit. Ich lege auch allen gleichgesinnten Schauspielern wie Nag und Venky immer wieder nahe, rauszugehen und sich für irgendeinen Sport einzusetzen, dann werden die Menschen unsere Athleten mit ganzem Herzen unterstützen.

Sarah: Haben Sie vor den Spielen mit Vijender und Co. gesprochen?

Sanjay: Ich werde sogar nach Delhi gehen und sie dann dort anrufen und sie in Stimmung bringen. Wenn es möglich ist, will ich versuchen, ein paar Wettkämpfe anzuschauen. Aber seien Sie versichert: Sie werden uns stolz machen!

Sarah: Eine wichtige künftige Rolle in Ihrem Leben: Vater von Zwillingen. Was wird sich dadurch ändern?

Sanjay: Nichts wird sich ändern. Meine Kinder werden nach den Regeln und Vorschriften der Dutt-Familie aufgezogen werden, die meine Eltern uns so stark eingeimpft haben. Als Vater werde ich dafür sorgen, dass sie erdverbunden und großherzig sind und, das ist das Wichtigste, großartige Menschen.

(Sarah Salvadore; Deutsch von Diwali)

Donnerstag, 16. September 2010

I am Munnabhai: Sanjay Dutt at the sets of Double Dhamaal

The Times of India, 12. September 2010

I am Munnabhai: Sanju

Überall am Set wird gelacht.

Arshad Warsi, Jaaved Jaaferi, Riteish Deshmukh und Aashish Chowdhary proben eifrig eine Szene aus Double Dhamaal. Obwohl Jaaveds individuelles Outfit – er trägt gelben Kittel, gelbe Mütze und gelbe Schuhe – auf komische Weise ins Auge sticht, steht im Mittelpunkt der Aktion der Mann, der Anzug trägt und das Superstartum definiert. Er ist der Schauspieler, den wir Deadly Dutt nennen. Sanjay Dutt – es bedarf weniger als eines Augenblicks, um herauszufinden, was ihn zu dem macht, was er ist.

Der Dreh ist vorbei. Sanjay geht auf einen bequemen Sessel zu, setzt sich und zündet sich eine Zigarette an. Er entspannt sich für ein paar Minuten, dann beginnt das Interview.

Er ist nun schon so lange in der Hindi-Filmindustrie aktiv, hat Action-Helden, komische Figuren und in seinen frühen Filmen auch Liebhaber gespielt – in welchem Genre fühlt er sich am wohlsten? "Für mich ist das Skript am wichtigsten. Es kann Komödie sein, Action, alles, ganz egal was. Aber was ich brauche, ist ein gutes Skript", sagt er nachdrücklich, und ein kleines Lächeln spielt auf seinem Gesicht.

Der berühmten Munnabhai-Serie des Schauspielers steht voraussichtlich eine Erweiterung bevor. Hat er beim Spielen dieser Figur irgendetwas Besonderes gelernt? "Munnabhai ist das, was ich bin", sagt er bestimmt und fügt hinzu: "Sehen Sie, genauso bin ich im wirklichen Leben, zu der Crew, zu den Mitarbeitern am Set, überall. Ich spiele diese Figur wirklich gerne. Natürlich macht auch die Zusammenarbeit mit Arshad es zu einem tollen Erlebnis."

Sanjay Dutt ist ein Rockstar. Und er liebt auch Rockmusik. Welche neue Musik hat er zuletzt seiner Sammlung hinzugefügt? "Wissen Sie, ich stehe auf den klassischen Rock", sagt er, "so wie Metallica, Pink Floyd, Led Zeppelin. Diese neuen Typen beeindrucken mich nicht sonderlich." Man versteht. Man stimmt zu.

Aus seinem Mund steigen Rauchwölkchen kräuselnd in den bewölkten Himmel. Das Thema wechselt zur Rolle eines Schauspielers in einem Multistarrer. Sanjay hat schon in mehreren solchen Filmen mitgewirkt; was muss ein Schauspieler bei der Arbeit mit anderen beachten? "Der Wohlfühlfaktor muss sehr hoch sein. Es geht ja darum, dass wir einander helfen", sagt er. "Es sollte keine Egos geben." Dann fügt er hinzu: "Sehen Sie, wenn ein Schauspieler etwas sagt, dann muss der andere reagieren. Das kann nur dann wirklich gut funktionieren, wenn alle Schauspieler einander verstehen und mögen. Als Schauspieler musst du sehr sicher sein, denn du bist derjenige, der das Skript sichtet und für den Film unterschreibt. Du weißt also, was von dir erwartet wird."

Unser Treffen mit Sanjay findet am letzten Tag der Dreharbeiten in Pune statt, und er und die anderen Schauspieler müssen vor dem Abend noch ein paar Szenen abdrehen. Ein paar Leute am Set werden bereits unruhig; wir spüren, dass sie ihren Helden wiederhaben müssen, und verabschieden uns von dem Schauspieler. Wir schütteln einander die Hand – seine Handfläche ist genauso stark, wie man es sich vorstellt –, dann verlässt Sanjay den Sessel und geht in Richtung Set.

Licht, Kamera, Action... kaum ist er da, beginnt die Arbeit. Und wir gehen, glücklich über unsere Begegnung mit dem Original-Rockstar der Hindi-Filmindustrie.

(Biswadeep Ghosh; Deutsch von Diwali)

Sonntag, 18. Juli 2010

Excerpts from Sanjay Dutt's interview in Kahiye Janab

Kahiye Janab (Spicezee), 17. Juli 2010

Death of my mom was the biggest loss for me: Sanjay Dutt

Bollywoods Original-Recke Sanjay Dutt hat schon immer Schlagzeilen gemacht, positive wie negative. Der Schauspieler, der in seinem Leben mehrere schlechte Zeiten durchlebt hat, ist ein geborener Überlebenskünstler, der sich von Widrigkeiten nie unterkriegen ließ.

In einem exklusiven Interview mit Swati Chaturvedi von Spicezee.com in ihrem Programm Kahiye Janab berichtet Sanjay Dutt aus seinem turbulenten Leben. In lockerem Plauderton spricht Sanjay über seine Bollywood-Zeit, seine politische Karriere, seine Frau Maanayata, sein Baby, das bald zur Welt kommen wird, und natürlich auch über seine Tochter Trishala.



Swati: Sanjay, Sie haben Höhen und Tiefen durchlebt. Und verglichen mit anderen Berühmtheiten der Industrie waren Sie das am meisten gepeinigte Kind des Schicksals. Können Sie uns erzählen, was Sie gelernt haben? Was haben Sie verloren, und was gefunden?

Sanjay: In jedem Leben gibt es Höhen und Tiefen. Auch ich hatte meinen Anteil an guten und an schlechten Zeiten. Aber ja, ich habe von Anfang an viel Leid erlebt. Ich erinnere mich noch an die Premiere meines ersten Films Rocky; die ganze Euphorie über den Film war verflogen, nachdem nur vier Tage zuvor meine Mutter verstorben war. Der Tod meiner Mutter zu diesem Zeitpunkt war der größte Verlust für mich, er verfolgt mich bis heute. Außerdem habe ich eine Drogenphase, Gefängnis und Gerichtsverhandlungen durchlebt, die mein Leben noch elender gemacht haben. Aber ich gab niemals auf in diesen schwierigen Zeiten und habe alles auf mich genommen und überstanden, denn ich war überzeugt: Wenn du imstande bist, dich einem Problem zu stellen, dann wirst du am Ende an Stärke gewinnen und mehr geerdet sein.

Swati: Sie waren fast so etwas wie ein Muttersöhnchen. Sie verfielen den Drogen, nachdem Nargisji gestorben war. Wir haben Sie dieses Trauma überwunden, und welche Rolle hat Ihre Familie dabei gespielt, alles wieder auf die Reihe zu bekommen?

Sanjay: Nun, Dutt saab und meine beiden Schwestern waren tief getroffen durch den Krebstod meiner Mom. Ich stand Mom sehr nahe, und als sie starb, wurde ich beinahe depressiv. Und dann verfiel ich den Drogen, was ich bis heute am meisten bereue. Meine Familie hat mich von Anfang an sehr unterstützt. Dutt saab, der selbst noch in Trauer war, hat sich wirklich sehr um mich gekümmert. Ich will mich nicht daran erinnern, das waren wirklich die furchtbarsten Zeiten meines Lebens.

Swati: Einst wurden Sie als Terrorist bezeichnet. Aber im Widerspruch dazu haben Sie durch Ihre liebenswerte Filmfigur Munnabhai die Lehren Gandhis vertreten. Ihre Stellungnahme dazu?

Sanjay: Was das Etikett des Terroristen betrifft: Ich glaube nicht, dass irgendjemand in Indien auch nur ein Mitglied des Dutt-Familie einer Verbindung mit Terrorismus bezichtigen kann. Ich schätze und danke dem ehrenwerten Supreme Court, dass er meinen Freispruch für rechtskräftig erklärt und all jene falschen Berichte und Implikationen abgewiesen hat. Ich erinnere mich noch genau an jene Anhörung, als ich im Gerichtssaal stand und der ehrenwerte Richter alle Anschuldigungen widerlegte und erklärte, dass ich nie ein Terrorist war.

Swati: Bitte erzählen Sie uns über den liebenswerten Munnabhai, der mit seiner unbekümmert-coolen Art eine ganze Generation buchstäblich verwandelt hat. Was hat Sie beeinflusst, diese Rolle anzunehmen?

Sanjay: Als Raju Hrani und Vidhu Vinod Chopra dieses Projekt planten, wusste ich sofort, dass das bei den Massen ein Riesenhit werden würde. So eine Story, die jedermann anspricht und Millionen von Leben zu berühren imstande ist, erlebt man nur selten. Ich war bereit, die Rolle zu spielen, in dem Moment, als ich sie las. Aber wenn wir schon von Beeinflussungen reden: Mein Vater war ein glühender Gandhianer. Als Kinder wurden uns die Werte und Lehren Gandhis beigebracht; und sie wurden uns eingeflößt von dem Augenblick an, als unsere Schulbildung begann. Aber als Jugendlicher und Erwachsener, muss ich gestehen, hatte ich Gandhijis Werte und Predigten vergessen. Dieser Film hat mir geholfen, die wichtigsten Prinzipien und Gedanken Gandhis zu verstehen und zu lernen.

Swati: In Ihrem neuen Film Lamhaa geht es um Terrorismus in Kashmir. Was sagen Sie zu der wachsenden Bedrohung durch Naxalismus, Terroristen und Ultragruppen im Nordosten?

Sanjay: Das sind in der Tat traurige Zustände. Ich bin wirklich nur ein geringer Mensch, um etwas zu so großen Themen zu sagen, die auf der Stelle in Ordnung gebracht werden müssen. Aber ich verstehe, dass so etwas nicht so leicht zu lösen ist. Wie eben in Kashmir; die Menschen dort leben in ständiger Furcht. Die Geschichte meines neuen Films Lamhaa erzählt auch, wie die schuldlosen Bürger dieses Staates ihr Leben bestreiten, während sie rund um die Uhr von Sicherheitswachen umgeben und ständiger Bedrohung durch irgendwo lauernde Terroristen ausgesetzt sind.

Swati: Ihr Vater war Hindu, während Ihre Mutter Muslimin war. Haben Sie jemals die Notwendigkeit gefühlt, jemandem Ihre Identität zu beweisen?

Sanjay: Sehen Sie, es kommt alles darauf an, wie man erzogen wird. Die Werte, die meine Eltern mich gelehrt haben, basierten in hohem Maße auf dem Prinzip der Menschlichkeit und hatten weniger mit dem Predigen von Lehren einer spezifischen Religion zu tun. Wir haben im Tempel und in der Moschee mit der gleichen Leidenschaft gebetet. Und was irgendwelches Beweisen meiner Identität betrifft, so möchte ich sagen, dass, durch die Gnade des Allmächtigen, die Menschen mich immer so geliebt haben, wie ich bin. Jeder kann mich treffen, mit mir reden und mich berühren, anders als bei den meisten anderen Schauspielern hier; also kam die Notwendigkeit, etwas zu beweisen oder nicht zu beweisen, für mich niemals auf. Ich rede mit Ihnen wie jeder andere auch, und genau so gehe ich mit jedem um, der mit mir in Kontakt kommt.

Swati: Hatten Sie jemals das Gefühl, dass Ihre politische Laufbahn die Gefühle Ihrer Familie verletzen könnte?

Sanjay: Also zuallererst: Ich bin kein Politiker. Zweitens: Wäre mein Vater noch am Leben, dann wäre das niemals passiert. Drittens: Priya ist eine fantastische Politikerin. Sie macht einen fabalhaften Job in ihrem Wahlkreis. Und schließlich: Ich war niemals Anhänger der Samajwadi Party. Ich war dort nur für meinen Freund Amar Singh. Er ist wie ein Bruder für mich. Der Mann hat mich in der schlimmsten Phase meines Lebens unterstützt, und ich schulde ihm eine Menge. Deshalb musste ich einfach für ihn da sein, als er krank wurde. Er hat damals buchstäblich Blut erbrochen, und ich fühlte eine moralische Verantwortung, mich um ihn zu kümmern und als Freund bei ihm zu sein.

Swati: Sie werden bald noch einmal Vater werden. Was ist das für ein Gefühl, und welche Rolle in Ihrem Leben spielt Maanayata?

Sanjay: Es ist ein großartiges Gefühl. Maanayata ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens, und ich bin glücklich, dass wir verheiratet und zusammen sind. Sie ist wie ein Anker in meinem Leben. Ich freue mich wahnsinnig auf dieses Baby, und ich sehne mich danach, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen und wirklich mit ihnen zu wachsen, was ich mit Trishala ja leider niemals konnte.

Swati: Bitte erzählen Sie uns mehr über Trishala. Wie hat sie die jüngsten Entwicklungen aufgenommen?

Sanjay: Nun, sie hatte anfangs ihre Bedenken, aber sie ist sehr verständnisvoll. Ich habe es wirklich vermisst, Zeit mit ihr zu verbringen in den Jahren, als sie heranwuchs. Ich habe vor Gericht um mein Elternrecht für sie gekämpft, und mir wurde die Genehmigung verwehrt, an Eltern-Lehrer-Gesprächen teilzunehmen, als sie zur Schule und aufs College ging. Das tut verdammt weh, und ich denke, sie versteht den Schmerz eines leidenden Vaters, der der Liebe seines Kindes beraubt wird. Aber jetzt ist auch sie glücklich über das neue Baby, und ich bin heute der glücklichste Mensch auf Erden.

Swati: Sie sagen, Sie sind jetzt glücklich. Sicherlich ein hart verdientes Glück. Wenn Sie jetzt zurückblicken, würden Sie dies als den zufriedensten Moment Ihres Lebens bezeichnen?

Sanjay: Sehen Sie, ich kann nicht sagen, dass dies der zufriedenste Moment meines Lebens ist. Ich habe viele schlechte Zeiten erlebt. Ich habe gelernt und weitergemacht. Selbst die Zeit im Gefängnis betrachte ich als Lektion.

Swati: Sanjay, es klingt vielleicht etwas peinlich, aber wie war Ihre Zeit im Gefängnis? Wie ist das, eingesperrt zu sein?

Sanjay (lächelt): Wenn ich Sie jetzt hier in diesem Raum einsperren würde, dann würden Sie selbst mit all den Annehmlichkeiten des Lebens wohl keine zwei Monate überstehen. Es war der schlimmste Moment meines Lebens. Lassen Sie es mich einfach so sagen: Gefängnis ist nicht gerade das Beste im Leben.

Swati: Wann kommt Munnabhai 3?

Sanjay: Das Drehbuch ist in Arbeit, und es wird wirklich fantastisch. Schon bald werden die Menschen erfahren, wie es heißen wird; lassen Sie mich jetzt nur sagen, dass es definitiv nicht Munnabhai Chale Amerika sein wird.

Swati: Welchen Schauspieler in Bollywood verehren Sie?

Sanjay: Persönlich bewundere ich Amitji. Er hat eine großartige Persönlichkeit. Ich hatte ein paar Gelegenheiten, mit ihm zu arbeiten, und es war stets das reinste Vergnügen.

(Swati Chaturvedi; adapted by: Bikas Bhagat; Deutsch von Diwali)

Freitag, 9. Juli 2010

Sanjay Dutt: Rediff-Interview, Teil 2

Das nachfolgende Interview ist eine Fortsetzung dieses Interviews von Sanjay Dutt für Rediff; dieser zweite Teil wurde am 7. Juli publiziert.

*

Er ist das Sinnbild für 'cool'. Mit 50 rockt er noch immer auf der Leinwand, und jetzt, vor der Premiere seines neuesten Filmes Lamhaa am 16. Juli, spricht Sanjay Dutt, der Bad Boy Bollywoods, in einem Interview mit rediff.com offen über seine Karriere und Persönlichkeit und gibt den Jüngeren gute Ratschläge.



Syed: Wenn Sie kein Schauspieler wären und einen normalen Beruf ergreifen könnten, was wäre das dann und warum?

Sanjay: Dann wäre ich ein Pilot. Ich wollte schon immer die Welt bereisen.

Syed: Was ist die Goldene Regel der Unterhaltungsbranche und, noch genauer, der indischen Filmindustrie?

Sanjay: Sei bodenständig und bescheiden. Flieg nicht zu hoch.

Syed: Sie genießen den Ruf, ein sehr treuer Freund zu sein in einer für ihre Heimtücke bekannte Industrie. Wenn Sie betrogen werden, können Sie dann leicht vergeben und vergessen?

Sanjay: Ja, das kann ich.

Syed: Wie hat die Ehe Sie als Mensch verändert?

Sanjay: Eine Ehe macht dich verantwortungsbewusster, aber sie kann dich nicht als Mensch verändern. Du lebst nicht für dich selbst, du musst für deine Familie leben – das ist die Verantwortung, die du bei einer Eheschließung übernimmst.

Syed: Ihre Empfehlung für Junggesellen, die den Bund der Ehe nicht eingehen wollen?

Sanjay: Die Ehe ist eine schöne Institution. Ich empfehle niemandem, mit 21 oder 22 zu heiraten. Mit 28, 29 ist man im richtigen Alter. Man muss diese Entwicklungsphase vom Teenager zum jungen Erwachsenen durchlaufen. Nie überstürzt heiraten, denn eine Ehe ist eine Verpflichtung fürs Leben. Man muss sich verpflichten und viele Opfer bringen. Wenn einer der beiden diese Opfer nicht mehr bringen will, dann wird die Ehe nicht halten.

Syed: Sie haben also Ihr Partyleben völlig aufgegeben?

Sanjay: Das ist vorbei, das habe ich mein Leben lang getan. Wozu sich bis vier Uhr morgens Rave und Wave anhören?

Syed: Woher kommt das?

Sanjay: Ich habe kein Verlangen danach.

Syed: Wie bewahren Sie sich Ihr Aussehen?

Sanjay: Ich trainiere – gehe ins Fitnessstudio und halte Diät.

Syed: Wie sieht Ihre Diät aus?

Sanjay: Hauptsächlich Salat, gedünsteter Fisch und gedünstetes Gemüse.

Syed: Und wie trainieren Sie?

Sanjay: Morgens Konditionstraining und abends Gewichte.

Syed: Wie ist Ihr persönlicher Sinn für Stil?

Sanjay: Ich bin ein einfacher Typ. Weißes Hemd und Jeans.

Syed: Wie schaffen Sie es, ständig stilvoll auszusehen?

Sanjay: Das weiß ich nicht. Die Frage sollte jemand anders beantworten.

Syed: Schockieren Ihre Fans Sie auch mal?

Sanjay: Ja, in Kashmir ist mir einer mal vors Auto gesprungen, weil er mich kennenlernen wollte. Er wurde weggeführt und tauchte dann beim Dreh erneut auf. Ich habe mich mit ihm getroffen und ihm gesagt, dass es so etwas nicht tun sollte – das Sicherheitspersonal hätte ihn erschießen können!

Syed: Wer ist Ihrer Meinung nach der bestaussehende Schauspieler in Bollywood?

Sanjay: Ranbir Kapoor.

Syed: Wenn Ihr Leben verfilmt würde, wen von den heutigen jungen Schauspielern würden Sie dann gerne in der Hauptrolle, also als Sanjay Dutt, sehen?

Sanjay: Auch hier: Ranbir Kapoor. Ich weiß nicht, ich fühle mich mit ihm verbunden – als Kind habe ich genau wie er ausgesehen. (lacht)

Syed: Könnten Sie mit jemandem für eine Woche tauschen, wer wäre das dann und warum?

Sanjay: Eine Woche ist zu wenig.

Syed: Okay, wenn Sie komplett eine andere berühmte Persönlichkeit sein könnten?

Sanjay: Ich hätte nichts dagegen, Ambanisaab zu sein.

Syed: Dhirubhai Ambani?

Sanjay: Dhirubhai oder Mukeshbhai oder Anilbhai, mit all ihrem Geld, yaar. (lächelt)

Syed: Spielt Geld in dieser Phase Ihres Lebens noch eine Rolle für Sie? Sind Sie noch immer ein Geldverschwender?

Sanjay: Ich bin ein Geldverschwender, aber Geld ist ein wichtiger Faktor im Leben. Wenn du soviel Geld hast (wie die Ambanis), dann kannst du dich zurücklehnen. Dann würde ich keine fünf, sechs Filme pro Jahr machen.

Syed: Sie waren einmal berühmt dafür, viel von Ihrem Geld an Bedürftige zu geben. Machen Sie das noch immer?

Sanjay: Ja, nach wie vor. Wäre ich Mukeshbhai, dann würde ich Rs 1000 crore allein für Charity zur Verfügung stellen.

Syed: Wird Ihre Großzügigkeit nicht auch mal ausgenutzt? Haben Sie nicht ab und zu das Gefühl, dass nicht alle Fälle echt sind und dass viele Sie womöglich belügen?

Sanjay: Es sind Lügner dabei. Aber was soll man machen? Selbst wenn sie lügen, du spendest das Geld. Gott wird schon ein Auge auf sie haben.

Syed: Haben Sie irgendwann in Ihrem Leben auch mal finanzielle Probleme erlebt oder ist Ihnen das Geld ausgegangen?

Sanjay: Ja, das ist mir oft passiert, bevor es Kreditkarten gab. Wenn mich Menschen um Geld baten, habe ich ihnen gegeben, was ich in der Tasche hatte. Später, wenn ich in einem Restaurant aß, habe ich dann immer gemerkt, dass mir das Geld ausgegangen war und ich so um die 200, 300 Rupien zu wenig in der Tasche hatte, und musste die Besitzer bitten, später bezahlen zu dürfen.

Syed: War Ihnen das unangenehm?

Sanjay: Nein, niemals. Was ist daran falsch, yaar, 200 Rupien zu wenig in der Tasche zu haben? Ich habe den Besitzern dann eben gesagt, ich würde das Geld am nächsten Tag schicken, und alles war okay. (lacht)

Syed: Was raten Sie den jungen Menschen von heute?

Sanjay: Es wird Niederlagen geben, und es wird Zeiten geben, in denen ihr gewinnt. Die Zeiten in eurem Leben, in denen ihr scheitert, sind die, in denen ihr auf euch aufpassen müsst. Geht immer vorwärts, macht immer weiter – ihr müsst kämpfen und dürft niemals aufgeben.

Syed: Irgendwelche Hobbys, denen Sie in Ihrer Freizeit nachgehen?

Sanjay: Ich mag Musik.

Syed: Der am häufigsten gespielte Song auf Ihrem iPod?

Sanjay: Black Magic Woman.

Syed: Ihre Lieblingsküche?

Sanjay: Steaks. Nein, streichen Sie das. Chinesisch.

Syed: Ihr Lieblingsgetränk?

Sanjay: Alkoholisch oder nicht-alkoholisch?

Syed: Alkoholisch?

Sanjay: Rotwein.

Syed: Und nicht-alkoholisch?

Sanjay: Wassermelonensaft.

Syed: Sie hängen wo gerne rum?

Sanjay: In meinem Haus.

Syed: Ihr Lieblingsfilm aller Zeiten?

Sanjay: Al Pacinos Scarface. Eine großartige Story über Beziehungen; eine Lektion darüber, was Drogen aus einem Menschen machen können.

Syed: Ihr Lieblingsbuch?

Sanjay: A Stone For Danny Fisher von Harold Robbins.

Syed: Ihr bevorzugtes Reiseziel?

Sanjay: England.

Syed: Ihre größte Indulgenz?

Sanjay: Ich habe keine.
(Anm.d.Übers.: "indulgence" hat mehrere Bedeutungen, von Schwäche über Nachsicht und Milde bis zu Genuss und Luxus. Schwer zu sagen, wonach genau Syed Sanjay da gefragt hat.)

Syed: Ihre größte Herausforderung?

Sanjay: Immer noch bessere Filme zu machen.

Syed: Ihre Vorstellung von einem perfekten Tag?

Sanjay: 18 Grad mit Sonnenschein.

Syed: Ihre Leidenschaft?

Sanjay: Meine Arbeit.

Syed: Leiden Sie an irgendwelchen Phobien?

Sanjay: Nein, keine.

Syed: Sie können das Haus nicht verlassen ohne...

Sanjay: Ein Bad!

Syed: Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Sanjay: Musik hören, zu Hause sitzen und Zeit mit Freunden verbringen.

Syed: Ein paar Dinge, die Sie gerne tun möchten, bevor Sie sterben?

Sanjay: Menschen helfen, Gutes tun und bei Naturkatastrophen zur Verfügung stehen. Das ist das Beste, was du für dein Karma tun kannst.

(Syed Firdaus Ashraf; Deutsch von Diwali)

Montag, 28. Juni 2010

Sanjay Dutt Gets Candid

Sampurn Wire, 28. Juni 2010


Subhash: Sanjay, wie ist das Leben zu dir?

Sanjay: Könnte nicht besser sein. Ich bin glücklich in meiner Ehe, mit meiner Karriere und mit der Handvoll Freunde, denen ich vertrauen kann. Ich kann sie an den Fingern meiner Hände abzählen.

Subhash: Was halten Sie davon, dass Ihr Mentor Amar Singh jetzt Filmschauspieler wird?

Sanjay: Er ist ziemlich gut in allem, was er macht. Und er steht auf Filme.

Subhash: Rückblickend: Meinen Sie, dass es ein Fehler war, in die Politik zu gehen?

Sanjay: Ich bin nicht in die Politik gegangen. Ich tat, was mir möglich war, um Amar Singhji zu helfen. Damals war mir nicht klar, dass es die falsche Partei war (Samajwadi). Ihm auch nicht. Jetzt hat er seine nicht-politische Organisation gestartet. Ich hatte es nicht wegen der Politik getan, sondern für Amar Singhji. Und das werde ich auch weiterhin tun mit allem, was von mir gefordert wird. Menschen zu helfen war immer meine oberste Priorität. Auch während des Wahlkampfs für die Samajwadi-Partei habe ich mich in erster Linie um Amar Singhji gekümmert, der sehr krank war. Ich war mehr um ihn besorgt als die Partei, als er seine Krankheit durchlitt und dennoch für die Partei da war. Und jetzt schauen Sie, was die Partei für ihn getan hat. Ich bin froh, dass er sich von ihr getrennt hat.

Subhash: Sie selber sind ja auch oft genug betrogen worden?

Sanjay: Und das habe ich auch Amar Singhji erzählt, als seine Partei ihn fallengelassen hat. Ich sagte ihm, dies sei eine gottgesandte Gelegenheit, zu erfahren, wer seine wahren Freunde sind.

Subhash: Ihre Loyalität zu Amar Singh bleibt unverändert?

Sanjay: Für mich ist er mehr Familie als Politiker. Er war immer für mich da in meinen schlechten Zeiten. Dafür respektiere ich ihn. Ich stehe bedingungslos zu ihm. Er wird sehr missverstanden, und selbst seine politische Partei hat mit ihm Schindluder getrieben.

Subhash: Wie können Sie ihn jetzt so oft treffen?

Sanjay: Er kommt nicht so oft nach Mumbai. Aber ich besuche ihn in Delhi und in Lucknow.

Subhash: Ihr Dad Sunil Dutt war ein fabelhafter Politiker. Meinen Sie, dass Politik Ihr Ding ist?

Sanjay: Wie gesagt, ich habe es für meinen Bruder getan. Ansonsten ist die Politik nicht meine Bühne. Auch mein Vater war nicht wirklich ein Politiker. Er wollte helfen, eine Veränderung herbeizuführen. Wenn er eine Aufgabe übernahm, dann hat er sie durchgeführt bis zum Ende. Er hat Hockey in großen Rahmem gefördert. Ich finde, er war eher ein Sozialarbeiter. Die Politik war lediglich eine Plattform für ihn, um an die Mittel dafür zu gelangen. Vielleicht haben Sie Recht. Ich bin mehr aus emotionalen als aus praktischen Gründen in die Politik gegangen.

Subhash: Hat Ihre Karriere unter der Politik gelitten?

Sanjay: Überhaupt nicht. All The Best lief gut, und der kam, nachdem ich mich mit Amar Singhji zusammengetan hatte. Blue hat das Budget gesprengt.

Subhash: Warum machen Sie keinen richtiggehenden Action-Film?

Sanjay: Ich finde, die Action-Filme stecken in diesem Land gerade in einer Krise. Wir müssen das Action-Level in Filmen wie Iron Man und Avatar erreichen. Leider hat unser Kino keinen internationalen Markt. Ich frage mich, warum. Wenn chinesische und koreanische Filme einen globalen Markt haben können, warum dann nicht auch wir? Ich denke, wir müssen unsere Art des Filmemachens ändern für das weltweite Marketing.

Subhash: Sie gehen jetzt auch unter die Filmproduzenten?

Sanjay: Ja, das Ganze hat sich verzögert wegen der Rezession. Ich will keinen Film mit einem kleinen Budget machen. Mein erster Film muss einer im großen Format sein. Ich denke, mein Film mit David Dhawan wird die erste Sanjay Dutt Production werden. Aber lassen Sie erst die Industrie sich erholen. In meiner 30-jährigen Karriere habe ich niemals so schlechte Zeiten in der Industrie erlebt.

Subhash: Sind Sie glücklich?

Sanjay: Sehr glücklich. Es waren dreißig erfüllte Jahre. Aber es hat sich so viel verändert in der Industrie. Ich habe Glück, dass ich überlebt habe.

Subhash: In persönlicher Hinsicht?

Sanjay: Oh, ich bin sehr glücklich. Meine Frau Maanayata kümmert sich wirklich gut um mich.

Subhash: Und Ihre Beziehung zu Ihren Schwestern?

Sanjay: Perfekt. Jede Familie hat ihre Höhen und Tiefen. Unsere Differenzen machten Schlagzeilen, weil wir die Dutts sind. In jeder Familie gibt es mal Streitereien. Aber wir können uns niemals entzweien. Wir sind vom gleichen Blut.

Subhash: Etwas, das Sie wirklich möchten?

Sanjay: Alles, was ich wirklich möchte, ist Freiheit. Ich brauche nur diesen einen Satz vom Gesetz: 'Sie sind frei.' Jeden Tag bete ich darum, frei zu sein. Ansonsten ist alles bestens; ich bin wieder am Trainieren, und ich bin wieder in Form. Ich trinke keinen Tropfen.

(Subhash K Jha/Deutsch von Diwali)

Sanjay Dutt: Rediff-Interview, Teil 1

Rediff, 22. Juni 2010

Sanjay Dutt zu treffen ist keine leichte Aufgabe, haben meine Filmjournalistenfreunde mich gewarnt. "Der kommt nie zu einem Interview", sagte einer. Ein anderer fügte hinzu, er würde nur mit Ja oder Nein antworten.

Mit einem solch negativen Feedback gingen mein Kollege Hitesh Harisinghani und ich los, um ihn zu interviewen. Wir warteten fünf Stunden, dann wurde uns gesagt, dass er an diesem Tag nicht kommen würde. Am nächsten Tag könne das Interview stattfinden.

Das Interview war wichtig, da er der einzige große Star in dem Film Lamhaa ist, der am 16. Juli herauskommen wird.

Am zweiten Tag tauchte Dutt zwar auf, hatte jedoch bereits zehn Interviews gegeben und war zu müde, um noch mehr Fragen zu beantworten. Können wir uns morgen treffen, dann werde ich in der richtigen geistigen Verfassung dafür sein, sagte er zu uns. Nach vier Stunden Wartezeit an diesem Tag hatten wir keine andere Wahl, als zuzustimmen.


Am dritten Tag kam Dutt nur 30 Minuten zu spät, aber er machte die zwei Tage Warten der Mühe wert. Ausschnitte:


Syed: Ist es wahr, dass Sie sehr liebevolle Kindheitserinnerungen an Kashmir haben?

Sanjay: Ja, ich habe meinen ersten Film Rocky dort gedreht. Davor hatte mein Vater (der verstorbene Sunil Dutt) uns immer zu seinen Dreharbeiten nach Kashmir mitgenommen. Mein Dad pflegte diese Dreharbeiten in den Sommer zu verlegen, so dass wir Kinder gemeinsam in Kashmir sein konnten. Deshalb habe ich viele Erinnerungen.

Syed: Nach Mission Kashmir haben Sie nun einen weiteren Film über Kashmir gemacht. Was macht Kashmir so besonders für Sie?

Sanjay: Es ist ein schöner Ort. Es ist der Himmel auf Erden. Es ist das Skript, das zu mir kam, das Kashmir erforderte. Ob Mission Kashmir oder Lamhaa, ich gehe wegen des Skripts hin.

Syed: In der Lamhaa-Promo gibt es einen Dialog: 'Kashmir ist der gefährlichste und der schönste Ort der Welt...'

Sanjay: Das sind die Turbulenzen und die Unsicherheit und all das, was man im Fernsehen sieht. Sie alle wissen, wie brisant dieser Ort geworden ist. Das ist es, was dieser Satz besagt.

Syed: Welche Rolle spielen Sie in dem Film?

Sanjay: Ich spiele einen Offizier vom militärischen Geheimdienst. Die höheren Autoritäten denken, dass ich der beste Mann bin, das Problem zu lösen, und deshalb werde ich nach Kashmir geschickt.

Syed: Wie war der Kontakt mit den Kashmiris?

Sanjay: Er war großartig. Wir waren 40 Tage lang dort. Wenn ich mit den Leuten redete, hatte ich das Gefühl, alles würde wieder normal. Die Leute kamen auf die Straßen. Viele junge Leute kamen, um bei den Dreharbeiten zuzuschauen. In den 1960ern, 1970ern und selbst in den 1980ern war das noch ein ganz normaler Anblick, aber jetzt nicht mehr. Ich spüre, dass die Menschen dort Frieden und Harmonie wollen.

Syed: Haben Sie während der Rocky-Dreharbeiten Freundschaften in Kashmir geschlossen? Und hatten Sie diesmal eine Gelegenheit, sie wiederzusehen?

Sanjay: O ja. Mein Fahrer bei Rocky war Amin. Es war so wunderbar, ihn wiederzusehen. Er ist so alt geworden. Er hat geweint, als er mich sah. So, ja, viele Erinnerungen.

Syed: Hatten Sie keine Angst um Ihr Leben während der Dreharbeiten in Kashmir?

Sanjay: Ich hatte keine Angst. Ich weiß, die meisten Menschen haben diesen Eindruck, dass es dort beängstigend ist. Aber man muss dort keine Angst haben. Du hast jede Menge Sicherheit, und die Menschen in Kashmir unterstützen dich, wovor also sollst du Angst haben? Ich möchte Jammu danken und dem Chief Minister von Kashmir, Omar Abdullah, und seinem Vater Farooqsaab, die uns ebenfalls unterstützt haben.

Syed: Was war Ihre Reaktion, als Ihr Freund, der Produzent Bunty Walia, mit diesem Skript zu Ihnen kam?

Sanjay: Ich liebte das Skript, und ich fühlte mich stolz darauf. Ich stellte ihm nur eine einzige Frage: Bist du sicher, dass du darüber einen Film machen willst? Er sagte, ja. Regisseur Rahul Dholakia hat eine Menge Recherchen durchgeführt; er hat sechs Monate lang in Kashmir gelebt, bevor er mit dem Drehen begann.

Syed: Gibt es eine Botschaft in Lamhaa?

Sanjay: Es ist die Botschaft des Friedens.

Syed: Viele Top-Schauspieler wie Shahrukh Khan oder Aamir Khan sind wählerisch geworden und machen nur einen oder zwei Filme pro Jahr, während Sie pro Jahr im Schnitt vier Filme machen. Was treibt Sie voran?

Sanjay: Filme sind meine Leidenschaft. Ich liebe gute Skripts, und ich mache sie.

Syed: In Ihrer Filmkarriere gab es viele Höhen und Tiefen. Auf vier Flops kommt ein großer Mega-Hit. Analysieren Sie, warum es mehr Fehlschläge gibt?

Sanjay: Es hängt vom Publikum ab. Ich glaube an einen Film und lege mein ganzes Herz in seine Entstehung. Läuft er gut, dann ist alles bestens; läuft er nicht, dann mache ich mir keinen Kopf darüber. Ich glaube an die Skripts, und ich kann nicht sagen, ich hätte nicht an das Skript geglaubt, wenn der Film floppt.

Syed: Meinen Sie nicht, Sie haben zu viele Filme nur deshalb gemacht, damit sie gemacht werden?

Sanjay: Doch, bei vielen Filmen ist alles ganz furchtbar schiefgelaufen.

Syed: Sind Sie niemals der Ansicht, dass Ihre Gutherzigkeit Ihrer Karriere geschadet hat, weil Sie Filme für Freunde machten und die dann nicht gut waren?

Sanjay: Doch, das denke ich schon, aber wenn ein Freund mich fragt, dann mache ich es. Es spielt keine Rolle.

Syed: Wer hat Sie gelehrt, dass Freunde das Wichtigste im Leben sind?

Sanjay: Du kannst keine 50 Freunde haben. Du kannst nur ein paar Freunde haben, auf die du dich verlassen kannst, und diese wenigen Freunde sind Millionen (Rupien) wert; so etwas kannst du nicht kaufen.

Syed: Woher hat Sanjay Dutt ein solch großes Herz?

Sanjay: Ich muss bereits mit einem großen Herzen zur Welt gekommen sein, yaar. Und auch deine Erziehung zählt.

Syed: Was bringt Sanjay Dutt dazu, niemals aufzugeben?

Sanjay: Ich bin in die Lawrence School in Sanawar gegangen. Unser Motto dort war: Gib niemals auf! Ich finde, es sollte nie in deinem Leben einen Augenblick geben, in dem du aufgibst. Du kannst nicht aufgeben. Du musst weitermachen, weiterkämpfen und vorwärtsgehen. Es ist wie ein Krieg. Wenn ein Battaillon in Bewegung ist, dann marschiert es die ganze Zeit über vorwärts. Die setzen sich nicht einfach hin und sagen, arre yaar, ho gaya (tja, es ist passiert). Man muss weitergehen. An dem Tag, an dem du sagst: bas, ho gaya, mere saath kyon ho rata hai (das war's, es ist passiert, warum passiert sowas mir?), hat alles keinen Sinn mehr. Wenn du das als eine Lektion annimmst und weitermachst, dann bist du der Sieger.

Syed: Erzählen Sie uns von Ihren schlechten Zeiten.

Sanjay: Man muss sich ihnen stellen. Wie lange kann man vor einem Problem davonlaufen? Wenn es ein Problem gibt, und du läufst davon, sechs Monate lang oder ein Jahr, dann ist das Problem deswegen immer noch nicht gelöst. Man muss sich dem Problem stellen und begreifen, welche Konsequenzen es hat. Lauf nicht davon!

Syed: Was verleiht Ihnen Kraft?

Sanjay: Mata Rani. Ich glaube an sie. Meine Freunde, meine Fans, sie lieben mich, so wie mein Vater und meine Mutter mich geliebt haben, und meine Familie. Da kommt Vieles zusammen.

Syed: Ist dieser Glaube an Mata Rani ein neues Phänomen?

Sanjay: Nein, ich war schon immer ein gottesfürchtiger Mensch. Ich bin säkular. Ich gehe in Dargahs, Tempel und Kirchen. Gott ist eins; ich glaube, dass er in uns lebt.

(Syed Firdaus Ashraf; Deutsch von Diwali)

Samstag, 26. Juni 2010

'I wanted to play my age' - Sanjay Dutt

Express News Service, 21. Juni 2010

Schon vor meinem Telefon-Interview mit Sanjay Dutt werde ich gebeten, keine 'persönlichen' oder politischen Anfragen loszulassen und nicht von seinem nächsten Film Lamhaa abzuweichen ("Er könnte dann durchaus einfach den Hörer auflegen und sich weigern, weiterzusprechen", warnt die PR). Ich verspreche, vorsichtig vorzugehen - schließlich passiert es ja nicht jeden Tag, dass Dutt zum Vorschein kommt, um seine Filme zu promoten.

Außerdem heißt es, dass der Schauspieler ein persönliches Interesse an Lamhaa hat, einem Film, dessen Fertigstellung eine ganze Weile gedauert hat. Unter der Regie von Rahul Dholakia (bekannt durch Parzania) spielt er darin den Geheimdienst-Offizier Vikram.

"Die Geschichte wird aus der Sicht der Kashmiris erzählt, nicht aus der der Regierung oder der Politiker", beginnt Dutt. Der Film wurde zu großen Teilen in Kashmir gedreht, mit einigen Szenen in Mumbai natürlich, und der Schauspieler ist ganz klar nostalgisch in Bezug auf das Tal. "Mein Vater hat oft in Kashmir gedreht, und als Kind durfte ich ihn damals begleiten; deshalb steht dieser Ort meinem Herzen sehr nahe", sagt er.

Die Produktion von Lamhaa hat bekanntlich über zwei Jahre gedauert.

Dutt gibt zu, dass, obwohl die Dreharbeiten innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen waren ("Die Arbeiten im Vorfeld dauerten eine Weile, und es gab Sicherheitsfragen in Kashmir"), dieses Projekt schwierig zu filmen war.

"Da wir an realen Schauplätzen drehten, hatten wir manchmal beängstigende Erlebnisse. Ich war in Lachaut, einem Sperrbezirk, was mir erst klar wurde, als jemand es mir sagte. Das war schon furchteinflößend", sagt Dutt und gibt zu, dass sein Schulfreund, Chief Minister Omar Abdullah, eine große Hilfe während der Dreharbeiten war.

Obwohl mehrere Situationen und Figuren in dem Film auf der realen Kashmir-Politik basieren, wurden die Macher des Filmes angewiesen, die Realitätskarte nicht zu ausgiebig auszuspielen. Möglicherweise wird der Film im Tal selbst nicht einmal gezeigt werden.

Was Dutt betrifft, so lacht er über meine Fragen, ob er für seine Filme Recherchen betreibt ("Ich gehe ganz einfach hin und agiere"). Aber er räumt ein, dass er hart gearbeitet hat für seinen Look.

"Ich habe mir für diese Rolle eine 89-cm-Taille antrainiert und einen graumelierten Bart wachsen lassen. Ich wollte mein Alter spielen", lacht er.

Lamhaa wird Dutts erster Release in diesem Jahr werden, gefolgt von Anees Bazmees No Problem (eine Produktion von Anil Kapoor), Dhamaal 2 und Knock Out.

"Ich bin mir nicht sicher, wann das Munnabhai-Sequel herauskommen wird", erzählt er mir über Raju Hiranis viel erwarteten und vorläufig Munnabhai Chale Amerika betitelten Film. Im vergangenen Jahr kamen vier große Filme mit dem Schauspieler heraus, aber mit Ausnahme von Rohit Shettys All The Best (für den er in diesem Jahr den Best Comic Actor Award der IIFA bekommen hat) fielen sie alle an den Kinokassen durch.

"Ich denke, einige dieser Filme habe ich für meine Freunde gemacht. Aber in diesem Jahr habe ich ein paar gute Filme auf Lager. Es ist ein schönes Gefühl, gut beschäftigt zu sein", kichert er.

Derzeit ist er süchtig nach James Camerons Avatar, den er bereits über ein Dutzend Mal gesehen hat. Außerdem gelingt es Dutt, sich genug Zeit zu nehmen für Musik (besonders Jazz und Hard Rock) und Fitnessstudio. Und ja, er bekennt, dass ihm die Zeit, die er mit seiner Frau Maanayata verbringt, besonders lieb und wert ist.

(Neelima Menon; Deutsch von Diwali)

Munnabhai May Not Go To Amerika: Sanjay Dutt

Excerpts from the TV interview with Komal Nahta (ETC), June 19, 2010

He was called Baba when he was in his 20s, and he’s still called the same at 50. One of the most loved actors of the industry, Sanjay Dutt talks about his upcoming film Lamhaa, turning producer with Rascals and his upcoming projects.


Komal: You are generally associated with fun or action films and not issue-based ones. Why did you choose a film like ‘Lamhaa’?

Sanjay: Bunty Walia (the producer) took a risk of making a film with a cause. I felt it was a fantastic film. Not just a docu-drama – it has a commercial angle and the music is good. More importantly, the film talks about the people of Kashmir who are stuck between terrorism and security. We don’t understand what they’re going through, the way they are plagued by fear on an everyday basis.

Komal: How do you choose your films? Do you consult family and friends or do you go by your hunch?

Sanjay: I cannot listen to a 3 or 4-hour narration of a film. I’m not among those who will keep going over the script over and over again for days on end. If a script can impress you in 5-10 minutes then it’s more than enough.

Komal: You said that you select movies if they strike a chord. Then how do you explain your flops?

Sanjay: Maybe it struck me in the wrong place! (laughs). You do some movies as favours, for friends, some for money…these movies do become red marks in your career when you look back. I keep telling my friends not to waste me on the screen…but it happens.

Komal: You are turning producer now, will you finalize scripts in the same way?

Sanjay: The principle is going to be the same. I have to be impressed by the movie in one line. I believe in inputs by all artists and their suggestions. I’m really excited that my film will be beginning in October and Ajay Devgan and I have decided the title Rascals. I want to do a good job at it, at least for the workers; I can’t compromise there.

Komal: You are going to be a producer. Are you prepared for starry tantrums?

Sanjay: My father used to tell me that an actor is like a child you have to pamper them, give them whatever they ask for and bear with their tantrums. So I will pamper them and deal with their tantrums.

Komal: Any plans to turn director?

Sanjay: Why not! I will direct a film one day. I don’t know the subject, but I will do it someday.

Komal: Tell us more about your role in ‘Lamhaa’.

Sanjay: I play a military intelligence officer who is recalled to the valley after 14 years to find out about a sinister plan by some militants. He has to mingle with the Kashmiris and in the process realizes what they’ve gone through.

Komal: Did you research for your role or was it spontaneous?

Sanjay: It’s all spontaneous.

Komal: What’s coming up?

Sanjay: There’s Dhamaal 2, Rascals and a Rajkumar Santoshi film. The sequel to Lage Raho Munnabhai may not be Munnabhai Chale Amerika because of similarities to My Name Is Khan but there will be a sequel nonetheless.

(as published in Koimoi)

*

More excerpts (as published in Koimoi):

Sanjay Dutt’s journey has been a long one so it isn’t surprising that he is revisiting the theme of militancy in Jammu and Kashmir in his upcoming film Lamhaa [Watch Teaser], after the 2000-film, Mission Kashmir. A troubled state and a troubled star. But Sanjay Dutt is long past that and even at 50, he’s still the baba of the industry.

The actor credits his late father Sunil Dutt for imbibing humility, “My father had told me that no matter how big you are, you have to be humble. He used to say, ‘Always keep your feet firmly on the ground.’ When you are down, people will treat you the way you treated them when you were up. The more humble you are, the more they will help you rise to the top.”

These lessons have helped Sanjay Dutt in the darkest hours, “When I was in jail for more than two-and-half years, I never thought of films; I just wanted to get out. I just wanted all the humiliation for my family to get over. It’s only the blessings and love of the people from the industry that has got me through.”

From friends, the talk veers to Sanjay Gupta. Their friendship and gradual split is well talked about in filmy circles. This too, is water under the bridge for Sanju baba, “Nothing went wrong; he’s a fantastic technician and he has given some great movies. I just think that he shouldn’t have used my name too much. As a person, you have to make your own individual relationships. I have worked really hard on my relationships over the years and he was ruining them. I told him not to, but…” he shrugs.

Munnabhai may not go to America: Sanjay Dutt

Koimoi, 24. Juni 2010

Er wurde Baba genannt, als er 20 war, und er wird auch mit 50 immer noch Baba genannt. Sanjay Dutt, einer der meistgeliebten Schauspieler der Industrie, spricht über seinen nächsten Film Lamhaa, über seine neue Rolle als Produzent mit Rascals und über seine nächsten Projekte.


Komal: Sie werden üblicherweise mit Spaß- oder Action-Filmen in Verbindung gebracht, nicht mit themenbezogenen Filmen. Warum haben Sie einen Film wie Lamhaa gewählt?

Sanjay: Bunty Walia (der Produzent) ist ein Risiko eingegangen, als er einen Film mit einem Anliegen machte. Ich spürte, dass es ein phantastischer Film war. Nicht nur ein Doku-Drama – er hat auch eine kommerzielle Ecke, und die Musik ist gut. Wichtiger jedoch ist: Der Film spricht über die Menschen in Kashmir, die zwischen Terrorismus und Sicherheit feststecken. Wir begreifen gar nicht, was sie durchmachen, wie sie tagtäglich von Furcht gepeinigt werden.

Komal: Wie wählen Sie Ihre Filme aus? Beraten Sie sich mit Familie und Freunden, oder folgen Sie Ihrer Intuition?

Sanjay: Ich kann nicht drei oder vier Stunden lang einer Filmerzählung zuhören. Ich gehöre auch nicht zu denen, die tagelang wieder und wieder ein Skript durchlesen. Wenn ein Skript dich innerhalb von fünf bis zehn Minuten beeindrucken kann, dann ist das mehr als genug.

Komal: Sie sagen, Sie wählen Filme, die eine Saite in Ihnen berühren. Wie erklären Sie sich dann Ihre Flops?

Sanjay: Vielleicht haben die mich an der falschen Stelle berührt! (lacht) Manche Filme machst du aus Gefälligkeit, für Freunde, ein paar für Geld... Rückblickend werden diese Filme dann zu roten Markierungen in deiner Karriere. Ich sage meinen Freunden immer wieder, sie sollen mich auf der Leinwand nicht verschwenden... aber es kommt vor.

Komal: Sie werden jetzt Produzent. Werden Sie Drehbücher auf die gleiche Weise absegnen?

Sanjay: Das Prinzip wird das gleiche sein. Ein Film muss mich mit einer Zeile beeindrucken. Ich glaube an Beiträge von allen Künstlern und an ihre Vorschläge. Ich bin total aufgeregt, dass mein Film im Oktober losgehen soll, und Ajay Devgn und ich haben uns für den Titel Rascals entschieden. Ich möchte damit einen guten Job machen, zumindest für die Arbeiter; in dem Punkt kann ich keine Kompromisse eingehen.

Komal: Als Produzent, sind Sie da vorbereitet auf die Launen Ihrer Stars?

Sanjay: Mein Vater hat mir immer gesagt: Ein Schauspieler ist wie ein Kind; du musst sie verhätscheln, ihnen alles geben, was sie wollen, und ihre Launen ertragen. Also werde ich sie verhätscheln und mit ihren Launen umgehen.

Komal: Haben Sie vor, auch mal Regie zu führen?

Sanjay: Warum nicht? Eines Tages werde ich bei einem Film Regie führen. Ich weiß noch kein Thema, aber irgendwann werde ich es tun.

Komal: Erzählen Sie uns mehr über Ihre Rolle in Lamhaa.

Sanjay: Ich spiele einen Offizier vom militärischen Geheimdienst, der nach vierzehn Jahren in das Tal zurückberufen wird, um etwas über einen finsteren Plan von ein paar Militanten herauszufinden. Er muss sich unter die Kashmiris mischen, und dabei wird ihm klar, was sie durchmachen.

Komal: Haben Sie für Ihre Rolle recherchiert, oder war alles spontan?

Sanjay: Es ist ganz und gar spontan.

Komal: Was kommt als nächstes?

Sanjay: Dhamaal 2, Rascals und ein Film von Rajkumar Santoshi. Das Sequel zu Lage Raho Munnabhai wird wohl nicht Munnabhai Chale Amerika werden wegen Story-Ähnlichkeiten mit My Name Is Khan, aber nichtsdestotrotz wird es ein Sequel geben.

(Auszüge aus einem TV-Interview mit Komal Nahta, ETC 19. Juni 2010; Deutsch von Diwali)

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Weitere Auszüge, zitiert nach Koimoi:

Sanjay Dutts Reise war lang, deshalb überrascht es nicht, dass er das Thema Militarismus in Jammu und Kashmir nach Mission Kashmir (2000) in seinem nächsten Film Lamhaa erneut aufgreift. Ein Staat mit Problemen und ein Star mit Problemen. Aber Sanjay Dutt hat das alles hinter sich gelassen, und selbst mit 50 ist er noch immer der Baba der Industrie.

Der Schauspieler schreibt seine Bescheidenheit seinem verstorbenen Vater Sunil Dutt zu. "Mein Vater hat mir gesagt: Egal wie groß du bist, du musst bescheiden sein. Er sagte immer: 'Bleib stets fest mit den Füßen auf dem Boden!' Wenn es dir schlecht geht, dann werden die Menschen dich so behandeln, wie du sie behandelt hast, als es dir gut ging. Je bescheidener du bist, desto mehr werden sie dir helfen, ganz nach oben zu kommen."

Diese Lektionen haben Sanjay Dutt in seinen dunkelsten Stunden geholfen. "Als ich über zweieinhalb Jahre im Gefängnis war, dachte ich niemals an Filme; ich wollte nur raus. Ich wollte nur, dass diese ganze Demütigung für meine Familie endet. Nur dank der Segenswünsche und der Liebe der Menschen in der Industrie habe ich das durchgestanden."

Von den Freunden aus schwenkt das Gespräch zu Sanjay Gupta. Über ihre Freundschaft und ihre allmähliche Entzweiung wird in Filmkreisen viel gesprochen. Auch das ist für Sanju baba Schnee von gestern. "Nichts ist schiefgegangen; er ist ein phantastischer Techniker und hat ein paar großartige Filme gemacht. Ich finde nur, er hätte meinen Namen nicht zu viel benutzen sollen. Als Mensch muss man sich seine eigenen Beziehungen erarbeiten. Ich habe jahrelang hart für meine Beziehungen und Freundschaften gearbeitet, und er hat sie ruiniert. Ich habe ihm gesagt, das nicht zu tun, aber..." Er zuckt die Achseln.

(Deutsch von Diwali)