Donnerstag, 2. Oktober 2008

Rediff 1.10.2008: Interview mit Sanjay Dutt

Rediff, 1. Oktober 2008

'At times, I thought what if Kidnap happened to my daughter'

Sanjay Dutt scheint eine Verbindung zu Mahatma Gandhi zu haben seit seinem Blockbuster Lage Raho Munnabhai, in dem er das Gandhigiri einführte. Am 2. Oktober, dem Geburtstag von Gandhiji, lädt Dutt uns einen weiteren Film ein, wenn auch von anderer Art. In Kidnap spielt Dutt einen Vater, dessen Tochter entführt wird und der sein Bestes versucht, um sie zu retten.


Rediff: Wie war die Arbeit mit dem aufstrebenden Star Imran Khan in Kidnap?

Sanjay: Es war ein Vergnügen, mit ihm zu arbeiten und solch immenses Selbstvertrauen in einem jungen Mann wie ihm zu sehen. Er hat einen wunderbaren Job in dem Film gemacht. Ich hoffe, er bleibt so, wie er jetzt ist. Er ist bescheiden, und Gott segne ihn in allem, was er tut.

Rediff: War es für Ihre Rolle als Minissha Lambas Vater in dem Film hilfreich, dass Sie selber ein Vater sind?

Sanjay: Absolut! Es ist schon eine Weile her, dass mir die Story von Kidnap erzählt wurde. Der Film sollte kurz nach dem Dhoom-Release gedreht werden. Damals sagte mir Adi (Aditya Chopra), er könnte sich außer mir keinen anderen Schauspieler für die Rolle des Vaters vorstellen, nachdem er mich in der TV-Show Jeena Isi Ka Naam Hai gesehen hatte. Er fand meine Art, mit meiner Tochter Trishala umzugehen, sehr bewegend. Manchmal durchfuhr es mich wirklich: Wäre meine eigene Tochter das Entführungsopfer, was hätte ich dann getan? Da wirst du hilflos, egal wieviel Geld du hast. Dieser Gedanke macht mir wirklich Angst.

Rediff: Erzählen Sie uns mehr über Kidnap.

Sanjay: Kidnap ist ein emotionales Action-Drama. Ich spiele den reichsten Inder der Welt, der in eine Krise stürzt, als seine Tochter entführt wird. Seine Noch-Ehefrau (gespielt von Vidya Malvade) kehrt zu ihm zurück, und gemeinsam suchen sie nach einer Lösung. Es ist ein großartiger Film, ziemlich stylish und Action-orientiert. Kidnap ist reich an Emotionen und Drama. Und die Songs sind auch gut.

Rediff: Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrer Tochter Trishala?

Sanjay: Großartig. Sie hat mich und Manyata auf den Bahamas besucht, als ich dort für Blue drehte. Wir haben viel zusammen unternommen, am Set, außerhalb des Sets, im Hotel, online... Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Sie studiert Gerichtswissenschaften und arbeitet derzeit beim FBI. Und wir reden miteinander über ihren Beruf.

Rediff: Wären Sie glücklicher, wenn sie in die Hindi-Film-Industrie einsteigen würde?

Sanjay: Nein, ich würde mir nicht wünschen, dass sie ein Teil von Bollywood wird.

Rediff: Erzählen Sie uns etwas über Ihr Fitness-System.

Sanjay: Der Schlüssel zur Fitness ist gute Ernährung. Etwa 70% deiner Fitness hängen von deiner Diät ab und 30% von deinem Training. Während der Kidnap-Dreharbeiten stand ich allerdings unter zu viel Stress. Wegen meiner Verhaftung war das gesamte Produktionsteam gestresst. In solchen Zeiten hilft dir auch kein Training. Für dein Fitness-System musst du frei von Stress sein. Im Gefängnis habe ich Yoga gemacht (lächelt).

Rediff: Welche Art von Filmen dürfen wir von Ihrer Produktionsfirma erwarten?

Sanjay: Wir werden beides machen, kommerzielle Filme ebenso wie solche, die wirklich wichtig sind und etwas bewirken. Die Produktionsfirma wird nächstes Jahr mit der Arbeit beginnen. Sanjay Gadhvi wird einen Film für mein Banner machen, und wir werden gut sein!

Rediff: Erzählen Sie uns etwas über Ihre Rolle in EMI.

Sanjay: Ich spiele Sattarbhai, einen Schuldeneintreiber. Am Ende hilft Sattarbhai allen Menschen in dem Film. In seinem Herzen ist Sattarbhai wie Munnabhai. Das Beste an dem Film ist, dass Sunil Shetty – der für mich wie ein Bruder ist – den Film produziert hat.

Rediff: Aber Gerüchten zufolge haben Sie sich mit Sunil Shetty zerstritten wegen Ihrer Forderung nach einer höheren Gage für EMI.

Sanjay: Solche Berichte hinterlassen lediglich einen schlechten Beigeschmack. Wir stehen einander sehr nahe. Diese Gerüchte treffen mich nicht, aber sie treffen Sunil. Er ist ein sehr emotionaler Mann.

Rediff: Das Land ist von einer Serie von Bombenanschlägen erschüttert worden. Haben Sie eine Botschaft an die Opfer?

Sanjay: Es ist sehr traurig, was da alles passiert ist. Ich bin gegen jede Form von Gewalt. Indien ist ein sehr friedliches Land, und ich werde (den Filmemacher) Vidhu Vinod Chopra bitten, dafür zu sorgen, dass die Menschen sich noch einmal Lage Raho Munnabhai anschauen. Ich habe von diesem Film eine Menge gelernt. Liebe und Frieden machen das Leben ein bisschen leichter.

Rediff: Werden wir Sie mal als Moderator einer TV-Show erleben?

Sanjay: Wenn das Honorar stimmt, warum nicht?

Rediff: Sie haben vor, Ihre Autobiographie zu schreiben. Erzählen Sie uns mehr.

Sanjay: Ich dachte daran, meine Autobiographie zu schreiben, weil ich finde, ich habe ein sehr interessantes Leben geführt. Manyata hilft mir dabei. Mal sehen, wohin sich die Sache entwickelt.

Rediff: Taare Zameen Par ist Indiens Kandidat für den Oscar. Was sagen Sie dazu?

Sanjay: Ich war wirklich beeindruckt, als ich den Film sah. Ich habe Aamir angerufen und ihm gratuliert zu dem fantastischen Job, den er gemacht hat. Ich freue mich wirklich sehr für ihn und wünsche mir, dass der Film für den Oscar nominiert wird.

(Girish Rao; Deutsch von Diwali)

1 Kommentar:

Raj hat gesagt…
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